Alle Topnationen sind betroffen
Biathlon: Norwegen verliert Erfolgstrainer – Zahlreiche Änderungen wirbeln die Szene auf
VonTobias Rufschließen
Im Biathlon läuft das Trainerkarussell auf Hochtouren. Im Fokus stehen die Topnationen Norwegen und Frankreich. Auch in Deutschland, Schweden, Italien und der Schweiz kommt es zu Änderungen.
Die Saison 2025/26 im Biathlon ist beendet, ab Mai beginnt in vielen Teams die Vorbereitung auf den kommenden Winter. Dabei ändern sich in vielen Verbänden die Strukturen im Trainerbereich. Betroffen sind mit Norwegen, Frankreich, Italien, Schweden und Deutschland die fünf größten Biathlon-Nationen.
Die prominenteste Personalie wurde nach dem letzten Rennen des Biathlon-Weltcups offiziell kommuniziert. Startrainer Siegfried Mazet verlässt nach zehn Jahren die norwegische Mannschaft und kehrt in sein Heimatland zurück. Der Franzose hatte Anfang der 2010er-Jahre seinen Landsmann Martin Fourcade zu einem der größten Biathleten der Geschichte geformt.
Biathlon: Mazet ersetzt zwei Legenden – Änderungen auch in Deutschland
2016 wechselte der heute 48-Jährige überraschend zum norwegischen Biathlonverband und knüpfte mit Johannes Thingnes Boe und vielen weiteren Topathleten nahtlos an die Erfolge in Frankreich an. Jetzt zieht es Mazet zurück in die Heimat. Dort wird er künftig als verantwortlicher Schießtrainer tätig sein. Mazet ersetzt Jean-Paul Giachinot und Jean-Pierre Amat, die nach fast 30 Jahren im französischen Biathlon in den Ruhestand gehen. Wer die Nachfolge von Mazet in Norwegen antritt, ist offen.
Auch in Deutschland kommt es zu Veränderungen. Damen-Cheftrainer Kristian Mehringer bleibt dem deutschen Biathlon erhalten, aber nicht mehr in seiner bisherigen Position. Der 44-Jährige soll eine Funktion übernehmen, die noch nicht klar definiert ist. Acht Jahre war er als Cheftrainer aktiv. Auch sein Assistent Sverre Olsbu Roeiseland, der sich 2022 dem Deutschen Skiverband anschloss, verlässt das Team. Die Zukunft des Norwegers ist unklar. Die Nachfolger von Mehringer und Roeiseland stehen bisher nicht fest.
Biathlon: Schießtrainer verlassen Schweden und Italien – Zäsur in der Schweiz
In Schweden geht Schießtrainer Jean-Marc Chabloz nach sechs Jahren von Bord. Der Schweizer wird künftig nicht mehr im Biathlon tätig sein. Als Favorit auf seine Nachfolge gilt der Finne Jonne Kähkönen, der den italienischen Verband nach vier Jahren als Schießtrainer verlässt.
In der Schweiz kommt es nach acht Jahren zu einer echten Zäsur. Sandra Flunger verlässt nach acht Jahren den Verband. Die 43-jährige Österreicherin war von 2018 bis 2024 Trainerin der Damenmannschaft, ehe sie seit 2024 geschlechterübergreifend verantwortlich war. Ihr Nachfolge ist noch ungeklärt. (Quelle: chiemgau24.de, truf)