Biathlon: Andreas Birnbacher beendete 2016 seine erfolgreiche Karriere und ist seitdem als Trainer tätig.
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Biathlon: Andreas Birnbacher beendete 2016 seine erfolgreiche Karriere und ist seitdem als Trainer tätig.

Deutsches Team wird neu aufgestellt

Biathlon: Wer wird neuer Damen-Trainer? Ein logischer Kandidat und eine mögliche Überraschung

  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Im deutschen Biathlon steht eine wichtige Personalie an. Nach acht Jahren gibt es bei den Damen einen Wechsel des Cheftrainers. Aus dem eigenen System liegt ein Kandidat auf der Hand, es könnte aber auch zu einer Überraschung kommen.

Nach acht Jahren endet im deutschen Biathlon eine Ära. Kristian Mehringer verkündete nach dem Saisonfinale in Oslo seinen Abschied von der Position des Cheftrainers bei den Damen. Auch sein Assistent Sverre Olsbu Roeiseland, der seit 2022 im Amt war, verlässt den Deutschen Skiverband (DSV).

Die Suche nach einem Nachfolger läuft im Hintergrund. Wie bereits bei der Berufung des neuen Biathlon-Sportdirektors Bernd Eisenbichler dringen keine Namen nach außen. Der DSV geht in seiner Personalpolitik sehr diskret vor. Dennoch liegt ein Name auf der Hand, der für das Amt des neuen Cheftrainers logisch erscheint.

Biathlon: Theorie und Praxis in Einklang – Birnbachers Weg ist vorgezeichnet

Mit seinem Karriereende 2016 schlug Andreas Birnbacher den Weg des Trainers ein. An der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln absolvierte er seine theoretische Ausbildung und arbeitete praktisch am Stützpunkt in Ruhpolding. 2018 folgte er auf den jetzt scheidenden Cheftrainer Mehringer als Verantwortlicher der Damen-Lehrgangsgruppe 2b – in dieser sollen die Talente an den Weltcup herangeführt werden.

2024 übernahm der 44-Jährige die Leitung des IBU-Cup-Teams und arbeitet damit auf der zweithöchsten Ebene im Biathlon. Während seiner Trainertätigkeit betreut er bis heute Athletinnen, die Teil des Damenteams sind – so beispielsweise Marlene Fichtner, Julia Kink und Sophia Schneider. In der abgelaufenen Saison war Birnbacher beim vorolympischen Weltcup in Nove Mesto bereits als verantwortlicher Trainer dabei.

Biathlon: Vom Talent zur Weltspitze – Eigene Vita passt zu den Anforderungen

Ein weiterer Punkt, der für Birnbacher spricht, ist die eigene sportliche Vita. Er sammelte sieben Medaillen bei Juniorenweltmeisterschaften, darunter vier goldene, und schaffte anschließend den Sprung in die Weltspitze. 2001 gab der gebürtige Priener sein Debüt im Weltcup und feierte acht Siege auf höchster Ebene – darunter sechs Einzelsiege. Bei Weltmeisterschaften gewann er fünf Medaillen in der Staffel und 2007 die Silbermedaille beim Massenstart in Antholz.

Birnbacher gelang genau das, was jetzt bei den deutschen Biathlon-Damen gefragt ist. Mit Selina Grotian (22), Julia Tannheimer (20), Fichtner (23) und weiteren Athletinnen aus jüngeren Jahrgängen ist das Talent im DSV nicht das Problem. Es gilt, das enorme Potenzial auf die Weltcupebene zu transferieren. Auch den erfahrenen Damen wie Janina Hettich-Walz (29) und Vanessa Voigt (28) könnte die Karriere Birnbachers als Vorbild dienen. 2001 debütierte er im Weltcup, elf Jahre später absolvierte er mit zwei Einzelsiegen und dem dritten Platz im Gesamtweltcup seine erfolgreichste Saison – im Alter von 31 Jahren.

Biathlon: Italiener könnte zur Überraschung werden – Keine Änderung bei den Herren

Sollte der DSV auf eine externe Lösung setzen, könnte ein Südtiroler zur großen Überraschung werden. Offiziell ist Patrick Oberegger noch in Diensten des Norwegischen Biathlonverbandes. Dort wird nach dem Abschied von Siegfried Mazet aber eine neue Zeitrechnung anbrechen, auch Oberegger könnte den Verband verlassen. Der 47-Jährige sammelte erste Trainererfahrung im italienischen Team, ehe er 2018 nach Norwegen wechselte. Dort formte er mit Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland zwei Gesamtweltcupsiegerinnen und führte Talente wie Ingrid Landmark Tandrevold und Maren Kirkeeide in die Weltspitze.

Wann der neue Damentrainer im deutschen Biathlon verkündet wird, ist offen. Bei den Herren wird es unterdessen keine Änderung geben. Bundestrainer Tobias Reiter und sein Assistent Jens Fillbrich sind auch in der kommenden Saison für die DSV-Herren verantwortlich. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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