Biathlon: Cheftrainer Kristian Mehringer (rechts) und sein Assistent Sverre Olsbu Roeiseland verlassen das deutsche Damenteam.
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Biathlon: Cheftrainer Kristian Mehringer (rechts) und sein Assistent Sverre Olsbu Roeiseland verlassen das deutsche Damenteam.

Verkündung am Saisonfinale

Biathlon: Trainer-Beben bei den deutschen Damen – Chefcoach und Assistent hören auf

  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Im deutschen Biathlon gibt es zum Ende der Saison zwei einschneidende Personalien. Damen-Cheftrainer Kristian Mehringer und sein Assistent Sverre Olsbu Roeiseland hören auf.

Das letzte Rennen der Biathlon-Saison 2025/26 war gerade beendet, da verkündete der scheidende Sportdirektor Felix Bitterling zwei richtungsweisende Personalien bei den deutschen Damen.

„In Abstimmung mit meinem Nachfolger Bernd Eisenbichler kann ich bestätigen, dass Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Roeiseland das Damenteam verlassen werden“, sagte Bitterling nach dem Massenstart der Herren im ZDF. Bitterling selbst wechselt nach vier Jahren als deutscher Sportdirektor zum Weltverband IBU.

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Bitterling ergänzte. „Kristian wird eine wichtige Position in unserem System übernehmen. An der genauen Definition wird gerade gearbeitet.“ Mehringer war acht Jahre als Cheftrainer der deutschen Damen aktiv. „Bei Sverre ist es so, dass seine private Situation und unser Bedarf im System nicht zusammenpassen.“

Roeiseland und seine Frau Marte erwarten ihr zweites Kind. Zudem gab Roeiseland nach Olympia bekannt, dass er an Hodenkrebs erkrankte. Laut eigenen Angaben ist er genesen. Die Trennung erfolgt im Guten, das betonte Bitterling. „Er ist eine überragende Persönlichkeit, ein toller Mensch und ein toller Trainer“, so der scheidende DSV-Sportdirektor.

Biathlon: Nur drei Podestplätze - Enttäuschende Bilanz bei den deutschen Damen

Die Saison 25/26 bei den deutschen Damen war enttäuschend. Nur ein Podestplatz in den Einzelrennen durch Franziska Preuß steht auf der Habenseite, zweimal ging es in den Staffeln aufs Treppchen. In der Nationenwertung steht nur der fünfte Platz. Das ist eine historisch schlechte Ausbeute.

Die Mannschaft hat wesentlich mehr Potenzial, als es die Ergebnisse ausdrücken. Mit Julia Tannheimer, Marlene Fichtner und Selina Grotian kommen drei der vier besten Athletinnen der U23-Wertung aus Deutschland. Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt können in der Weltspitze mitlaufen, haben es in diesem Winter aber zu selten umsetzen können. Panik ist fehl am Platz, eine lückenlose Aufarbeitung ist nach dieser schwachen Saison dennoch dringend vonnöten. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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