Franzose mit ungewöhnlichen Methoden
Biathlon: „Verrückter Kindheitstraum“ – Olympiasieger unterschreibt bei Radsportteam
VonTobias Rufschließen
Biathlon-Olympiasieger Emilien Jacquelin wagt ein ungewöhnliches Experiment. Der Franzose schließt sich einem professionellen Radsportteam an. Dabei soll er auch bei Rennen zum Einsatz kommen.
Emilien Jacquelin war eine der prägenden Figuren der abgelaufenen Saison im Biathlon. Hinter Gesamtweltcupsieger Eric Perrot und Sturla Holm Lagereid sammelte der Franzose die meisten Podestplätze im Weltcup. Bei Olympia gewann er Gold mit der Staffel und die Bronzemedaille in der Verfolgung.
Kurz dachte der aus Grenoble stammende Jacquelin über ein Karriereende nach. Die Pläne wurden verworfen, stattdessen will er seiner Karriere einen neuen Impuls geben – der nicht unmittelbar im Biathlon liegt.
Biathlon: Jacquelin wechselt zum Radsport – Vertrag bei Décathlon CMA CGM
Kurz nach dem Ende des Biathlon-Weltcups 2025/26 gab Jacquelin bekannt, dass er sich in der wettkampffreien Zeit im Radsport versuchen wird – auf professioneller Ebene. Der 30-Jährige hat einen sechsmonatigen Vertrag beim Entwicklungsteam von Décathlon CMA CGM unterschrieben.
„Ich habe diese Lust, etwas anderes zu probieren, Radsport auf meinem Niveau zu praktizieren. Letztlich ist es eine Herausforderung, bei der es nicht nur um Spaß geht. Das Ziel ist es, meinen Horizont zu erweitern, mich herauszufordern“, erklärte Jacquelin seine Entscheidung bei Eurosport.
Biathlon: Jacquelin im Radsport – Diese Impulse erhofft sich der Franzose
Sein „verrückter Kindheitstraum“ soll sich in der kommenden Biathlon-Saison in mehreren Bereichen bemerkbar machen. Wie Jacquelin bei Eurosport ergänzte, erhofft er sich von seinem Ausflug in den Radsport neue Erkenntnisse im Bereich Trainingsmethoden, Ernährung und taktisches Geschick. „Vielleicht hilft es mir auch, die Siege nicht ganz so knapp zu verpassen. In diesem Jahr bin ich der Athlet mit den drittmeisten Podiumsplätzen im Weltcup, aber ich habe keinen einzigen gewonnen“, ergänzte der Franzose.
Ab 1. Mai beginnt der Ausflug in den Radsport. Jacquelin soll auch in Rennen eingesetzt werden – allerdings nur im Entwicklungsteam des französischen Rennstalls Décathlon CMA CGM, der mit seiner ersten Mannschaft in der UCI World Tour gelistet ist.
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Ein Karriereende im Biathlon scheint für Jacquelin in weite Ferne gerückt zu sein. Als großes Ziel gab er die Olympischen Winterspiele 2030 aus. Diese werden in seiner französischen Heimat ausgetragen und könnten dann den Schlusspunkt seiner erfolgreichen Laufbahn markieren. (Quelle: chiemgau24.de, truf)