Skispringen: Beim Showevent in Zakopane siegte das Team um Andreas Wellinger und Martin Schmitt.
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Skispringen: Beim Showevent in Zakopane siegte das Team um Andreas Wellinger und Martin Schmitt.

Perfekte Präzision in Zakopane

Skispringen: 1000 Meter – Wellinger und Schmitt jubeln in Polen

  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Die zweite Ausgabe des Red Bull Target Jumping markierte am Mittwoch das Ende der Saison im Skispringen. Beim Showevent in Zakopane setzten Martin Schmitt und Andreas Wellinger eine Punktlandung und feierten mit ihrem Team den Sieg.

Auch wenn die offizielle Saison im Skispringen seit Sonntag beendet ist, ging es drei Tage später noch einmal zur Sache. Beim Red Bull Target Jumping im polnischen Zakopane trafen die besten Athleten der Welt in einem ungewöhnlichen Format aufeinander.

Fünf Teams à vier Athleten traten gegeneinander an. Jeder absolviert zwei Sprünge, die Weiten werden addiert. Beim Red Bull Target Jumping zählen nicht die Punkte, sondern es gewinnt das Team, das nach zwei Sprüngen am nächsten an 1000 Meter herankommt. Es gibt keine Haltungsnoten und keine Windpunkte. Die Anlauflänge darf frei gewählt werden.

Skispringen: Geiger und Wellinger am Start – Schmitt als Teamkapitän

Zahlreiche Topspringer folgten der Einladung nach Zakopane. Die drei besten Athleten der abgelaufenen Skisprung-Saison waren Domen Prevc, Ryoyu Kobayashi und Daniel Tschofenig. Sie waren ebenso dabei wie die deutschen Spitzenspringer Karl Geiger und Andreas Wellinger.

Die Teams wurden vorab über ein Online-Voting und eine Auslosung verteilt und den fünf prominenten Teamkapitänen zugeordnet. Diese waren Adam Malysz (Polen), Janne Ahonen (Finnland), Thomas Morgenstern (Österreich), Andreas Goldberger (Österreich) und Martin Schmitt (Deutschland). Die Kapitäne geben die jeweilige Weite in Absprache mit dem Springer vor.

Skispringen: Präzision in Perfektion – Team Schmitt kommt auf 1000 Meter

Bei starkem Schneefall in Zakopane setzte sich nach einem packenden Wettkampf die Mannen um Schmitt durch. Marius Lindvik aus Norwegen benötigte im letzten Sprung 125 Meter, um exakt auf 1000 Meter zu kommen. Lindvik lieferte, damit wiederholte das Team von Schmitt seinen Sieg aus dem Vorjahr. Neben Lindvik durften sich Wellinger, Anze Lanisek (Slowenien) und Dawid Kubacki (Polen) über den Sieg freuen.

Wie präzise die Athleten und ihre Trainer die Sprünge steuern können, zeigt ein Blick auf das abschließende Ranking. Team Schmitt gewann mit exakt 1000 Metern vor dem Team von Malysz mit 999 Metern und dem Quartett von Morgenstern mit 998,5 Metern. Goldberger kam auf 998 Meter und belegte den vierten Rang vor der Mannschaft von Ahonen, die mit Geiger 996,5 Meter erreichte. (Quelle: chiemgau24.de, truf)