Legendäre Streif-Abfahrt
Ski alpin in Kitzbühel: Brillanter Franzoni siegt vor Odermatt – DSV-Youngster Vogt begeistert
- VonMaximilian Bohneschließen
Am Samstag wurde der Weltcup 2025/26 mit der Abfahrt der Herren in Kitzbühel fortgesetzt. Franzoni siegte sensationell, während Vogt in die Top Ten fuhr.
Im Ski alpin stand am Samstag die Abfahrt der Herren in Kitzbühel auf dem Programm. Der Italiener Giovanni Franzoni hat die Hahnenkamm-Abfahrt mit 1:52,31 Minuten gewonnen. Der 24 Jahre alte Skirennläufer setzte sich in einem Hundertstel-Krimi knapp vor dem Schweizer Superstar Marco Odermatt (+ 0,97 Sekunden) durch. Dritter beim prestigeträchtigen Weltcup in Tirol wurde der Franzose Maxence Muzaton (+ 0,39).
Für ein großes deutsches Ausrufezeichen sorgte Luis Vogt: Der 23-Jährige fuhr zu einem bärenstarken Platz acht und das trotz der hohen Startnummer 40. Dies war das beste Weltcup-Ergebnis in Vogts bisheriger Karriere. „Saugeil“, sagte er. „Ich glaube, das hat man im Ziel gesehen. Ich freue mich richtig.“
„Unglaublich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte Franzoni, der im Moment seines größten Erfolges an seinen verstorbenen Ski-Weggefährten Matteo Franzoso dachte. „Ich weiß, dass er stolz auf mich wäre.“ Damit durchbrach der Italiener, der das Rekord-Siegerpreisgeld von 101.000 Euro (brutto) erhielt, auch die Schweizer Dominanz in der Abfahrt nach vier Siegen in den ersten vier Saisonrennen.
Vogt lag lediglich 0,95 Sekunden hinter dem Sieger. Simon Jocher (+1,99) kam auf Rang 30 immerhin noch mit Punkten ins Ziel. Routinier Romed Baumann (+ 2,64) schaffte es nach einem sehr vorsichtigen Durchgang nur auf Rang 43.
Ski alpin am Samstag: Der Endstand in der Streif-Abfahrt von Kitzbühel
| 1. Giovanni Franzoni (ITA) | 1:52,31 Minuten |
| 2. Marco Odermatt (SUI) | + 0,07 Sekunden |
| 3. Maxence Muzaton (FRA) | + 0,39 |
| 8. Luis Vogt (GER) | + 0,95 |
| 30. Simon Jocher (GER) | + 1,99 |
| 43. Romed Baumann (GER) | + 2,64 |
Der Weltcup im Ski alpin wird am Sonntag fortgesetzt. Dann fahren die Herren ab 10.30 Uhr den Slalom auf der Streif in Kitzbühel, der zweite Durchgang beginnt um 13.30 Uhr.
Ski alpin: Die Streif-Abfahrt der Herren im Liveticker
Rennen: Als letzter Fahrer des Tages ist Juhan Luik unterwegs. Während der Este ins Ziel fährt, wird der Weltcup-Sieg auf der Streif für Giovanni Franzoni offiziell! Ein ganz starker Lauf des Italieners, der hier Odermatt mit sieben Hundertstel schlägt. Viel Grund zu Jubeln hat auch Luis Vogt, der sensationell Achter wird.
Rennen: Roy-Alexander Steudle fährt das Rennen sehr vorsichtig und hat hier ein klares Tempo-Defizit. Mit mehr als sechs Sekunden Rückstand kommt er weit abgeschlagen ins Ziel. Barnabas Szollos ist nach ihm ganz ähnlich unterwegs und nur ein paar Zehntel schneller.
Rennen: Alban Elezi Cannaferina startet sehr stark und springt überragend. Der 22-Jährige macht hier sehr viel Druck und könnte ebenfalls Punkte holen. Das macht er auch: Platz 12 für den Franzosen, der Jocher damit auf Rang 30 schiebt.
Rennen: Die letzten fünf Läufer sind unterwegs. Marco Abbruzzese ist etwas zu vorsichtig und kann dementsprechend nicht sein bestes Tempo aufbauen. Das zieht sich durch seinen Lauf und er wird mit knapp dreieinhalb Sekunden Rückstand erstmal Letzter.
Rennen: Der DSV-Star wird bis zum Schluss zittern müssen. Mit Manuel Traninger macht der nächste Fahrer richtig Druck. Die österreichischen Fans haben endlich mal Grund zum Jubeln, der 27-Jährige kommt auf einem starken 23. Rang ins Ziel.
Rennen: Nach ihm macht auch Sam Morse seine Sache ordentlich. Der US-Amerikaner rauscht aber bloß auf Rang 36 ins Ziel. Im Anschluss sorgt Matthieo Bailet nochmal für ein Ausrufezeichen und schießt in die Top 20. Jocher ist noch in den Punkten, mittlerweile aber auf Platz 28 abgerutscht. Ein paar Fahrer kommen noch.
Rennen: Charles Gamel Seigneur fährt einen richtig guten Durchgang und mischt sich mit seiner Startnummer 50 noch auf den 14. Platz. Vogt sitzt indes weiter als Achter.
Rennen: Der Chilene Henrik von Appen macht sich auf den Weg Richtung Punkte, leistet sich dann aber ebenfalls einen kurzen Fehler und wird erstmal nur 36.. Nach ihm startet Vincent Wieser sehr schnell und belohnt sich mit einem Top-30-Platz.
Rennen: Marco Pfiffner wird seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht und verpasst eine Position in den Punkten. Andreas Ploier sieht deutlich schärfer aus und wird nach im Steilhang richtig schnell. Leider lässt er im zweiten Teil ordentlich liegen und verpasst die Top 30 knapp.
Rennen: Die Amerikaner sind heute deutlich erfolgreicher. Auch Erik Arvidsson setzt ein Ausrufezeichen, nachdem er einen Sprung beinahe auf der Bindung abfängt. Ein spektakulärer Moment, den er mit einem guten 16. Platz vollendet.
Rennen: Kein guter Tag für die Österreicher. Auch Stefan Rieser kann das Rennen nicht beenden, nachdem er nach dem Seidlalmsprung die Balance verliert. er stürzt zwar nicht, kommt aber von der Strecke ab.
Rennen: Martin Cater und Kyle Negomir sind hier die nächsten Athleten. Cater bleibt unauffällig, während Negomir nur mit viel Mühe einen Sturz abwenden kann. Gut gerettet vom US-Amerikaner.
Rennen: Während Vogt im Ziel noch jubelt, ist Simon Jocher schon unterwegs. Auch er startet stark und bleibt bis zum dritten Sektor im grünen Bereich. Ganz so sensationell wie der Lauf von Vogt ist Jochers Abfahrt nicht, aber mit Platz 25 sind ihm Punkte auch so gut wie sicher. Große Freude im DSV-Lager!
Rennen: Vogt macht den Anfang und startet gleich mal überragend! Zweitbeste Zeit im ersten Sektor für den 23-Jährigen, der hier offenbar richtig attackieren will. Vogt ist jetzt richtig richtig schnell! In den ersten drei Sektoren ist er schneller als Franzoni und beweist hier sein ganzes Talent! Bring die gute Zeit ins Ziel! Bei der Seidlalm bekommt Vogt zwar etwas mehr Probleme, aber er holt trotzdem Rang acht! Überragend! Was für ein toller Run von Luis Vogt!
Rennen: Vor dem deutschen Duo Vogt und Jocher kommen noch zwei Läufer. Jeffrey Read und Benjamin Jacques Alliod machen ihre Sache gut, ohne groß zu glänzen. Jetzt alle Augen auf die DSV-Stars!
Rennen: Wiley Maple hat ein paar mehr Probleme, kommt den Steilhang aber in gutem Tempo runter. Der US-Amerikaner nimmt nach starkem Zieleinlauf den 15. Rang für sich in Anspruch. Romed Baumann taumelt indes einer Platzierung außerhalb der Top 30 entgegen.
Rennen: Nach ihm bleibt Jan Zabystran glanzlos. Der Gröden-Sieger kann überhaupt keinen Druck ausüben und wird heute keine Punkte sammeln. Das macht Blaise Giezendanner im Anschluss deutlich besser. Der Franzose fährt eine sehr akurate Linie und bringt den guten Run mit Platz 15 ins Ziel.
Rennen: Dafür hat Felix Monsen hier einiges vor. Der Schwede startet blitzschnell und fährt den besten zweiten Sektor. Hier waren schon einige schnell, dafür folgten später häufig Fehler. Monsen macht es aber besser und bleibt bei hohem Tempo auf Kurs. Das ist Platz neun für den 31-Jährigen – ein überragendes Ergebnis.
Rennen: Die Schlagzahl der Starts wird sich im zweiten Teil dieses Rennens jetzt deutlich erhöhen. Nacheinander starten Guglielmo Bosca und Livio Hiltbrand. Beide verpassen die besten 20 allerdings deutlich.
Rennen: Weiter geht‘s mit Raphael Haaser. Der Österreicher fährt sehr ordentlich bei schwieriger werdenden Bedingungen. Im Ziel die bittere Kunde: Vier Hundertstel fehlen zur Top 15.
Rennen: Der Strecken-Rekord ist übrigens sicher, wie es scheint. Selbst Spitzenreiter Franzoni hat noch mehr als sieben Zehntel Rückstand auf den Pistenbestwert.
Rennen: Das war wirklich überragend von Muzaton, der im Moment zurecht auf dem Podium steht. Weil Adrien Theaux im Anschluss nicht startet (Rückenprobleme), sind die ersten 30 hier jetzt durch.
Rennen: Deutlich mehr Risiko nimmt Maxence Muzaton. Der Franzose ist im zweiten Sektor fast eine halbe Sekunde schneller als Franzoni, das ist eine neue Bestzeit. Was für ein Lauf des Franzosen! Auch im Steilhang und der Gleitphase bleibt Muzaton richtig schnell. Wird das hier eine richtige Sensation? Ja! Der Sieg ist es nicht ganz, aber er fährt völlig überraschend aufs Podium! Nur 39 Hundertstel Rückstand auf Franzoni. Ein Wahnsinns-Lauf des 35-Jährigen.
Rennen: Der DSV-Athlet wurde hier 2012 schon einmal Zweiter, davon ist er heute aber weit entfernt. Der Lauf des Routiniers ist nicht schlecht, aber es fehlt etwas der Zug auf den Skiern. Das ist nicht genug Risiko für ein Top-Ergebnis. Baumann wird mit 1:54,95 Minuten erst einmal 23. im Ziel.
Rennen: Der nächste schweizer Anlauf kommt von Lars Rösti. Der 28-Jährige geht die Sache etwas vorsichtiger an und ist entsprechend langsamer als sein Teamkollege. Mehr als drei Sekunden Rückstand stehen unter dem Strich. Jetzt kommt mit Romed Baumann der erste Deutsche!
Rennen: Marco Kohler macht ein super Rennen. Im zweiten Sektor holt er eine neue Bestzeit, weil er richtig Zug auf den Ski bekommt. Das könnte eine richtig gute Zeit werden – aber auch Kohler stürzt beinahe! Er fängt sich auch blitzschnell ab, aber das zeigt, wie riskant eine so offensive Fahrweise hier auf der Streif ist. Bitter für den Schweizer.
Rennen: Mit Nils Alphand kommt jetzt der erst zweite Franzose. Eine Bodenwelle macht ihm das Leben richtig schwer, aber er gleicht die Unebenheit noch gut aus. Zeitlich schlägt sich der kurze Kontrollverlust aber trotzdem deutlich nieder. Der nächste Fehler wird fast zum Sturz! Alphand kippt bereits ab, kann sich dann aber doch fangen, bevor er ins Traversennetz kracht. Glück gehabt.
Rennen: Toller Sprung in die Mausefalle von Christof Innerhofer, der nach dem Steilhang aber leichte Balance-Probleme hat. Das kostet etwas Zeit in einem ansonsten sehr soliden Lauf. Der 41-jährige Routinier lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, verpasst die Top 15 aber hauchdünn.
Rennen: Alessio Miggiano sorgt hier richtig für Aufruhr. Nach starkem Start ist er bis zum vierten Sektor bloß sieben Hundertstel hinter Franzoni. Nach der Seidlalm verliert er aber ganz kurz die Kontrolle – das kostet ihn ein besseres Ergebnis als Platz 15.
Rennen: Eine Top-Ten-Platzierung wäre das große Ziel von Elian Lehto. Dafür muss der Finne aber einen Zahn zulegen, denn im Steilhang hängt er bereits zurück. Der 25-Jährige läuft durchaus ordentlich und verpasst – das ist bitter – die provisorischen Top Ten um sieben Hundertstel.
Rennen: Adrian Smiseth Sejersted und Brodie Seger können indes keine Spitzenläufe abliefern. Beide fahren ohne große Patzer, aber bringen nicht genug Zug auf den Ski. Beide landen innerhalb der Top 15.
Rennen: Franzoni hat im Ziel schon Tränen in den Augen. Schieder, im Moment ebenfalls auf Podest-Kurs, freut sich mit seinem Landsmann.
Rennen: Im letzten Jahr konnte James Crawford mit Startnummer 20 die Streif gewonnen. Jetzt startet er als 19. Läufer. Und gleich zeigt er, warum ihm die Strecke so liegt. In der Mausefalle springt er weit und ist enorm schnell, das Tempo kann er nach dem Steilhang aber überhaupt nicht halten. Jetzt wird es sogar eng mit den Top Ten. Tatsächlich, Crawford rauscht als Zwölfter ins Ziel.
Rennen: Der Vorjahresdritte Cameron Alexander legt einen guten Lauf hin. Der Sprung in die Mausefalle ist zwar nicht optimal, im Anschluss findet der Kanadier aber seine Spur. Das reicht gerade so für die Top Ten.
Rennen: Bryce Bennet ist an der Reihe. Der US-Amerikaner hat einige Rutschphasen und kann dadurch sein Tempo nicht optimal mitnehmen. Bennet hat Schwirigkeiten, hier seinen Rhythmus zu finden, die Zeit mit gut zwei Sekunden Rückstand wird nicht für die Top 15 reichen.
Rennen: Schreckmoment für Daniel Hemetsberger! Der Österreicher hat zu viel Innenlage und bleibt hängen. Was kurz nach einem brutalen Sturz in die Bande aussieht, kann der Hemetsberger überragend auffangen und sich im letzten Moment wieder aufrichten. Das Rennen ist für ihn trotzdem beendet.
Rennen: Die ersten 15 Fahrer sind durch. Giovanni Franzoni ist nach seinem überragenden Lauf jetzt der große Favorit auf den Sieg. Aber die Sicht auf der Strecke wird besser – das könnte hier weiterhin sehr eng zugehen.
Rennen: Jetzt wird es noch einmal richtig laut. Vincent Kriechmayr startet und der Österreicher gehört mindestens zum erweiterten Favoritenkreis. Vor drei Jahren konnte er die Abfahrt hier schon einmal gewinnen, gelingt das Kunststück hier erneut? Das ist schonmal ein sehr solider Start, aber er muss noch etwas Tempo gewinnen. Kriechmayr vermeidet zwar größere Fehler, kann die Spitzengruppe so aber trotzdem nicht unter Druck setzen. Platz neun, das wird ihn enttäuschen.
Rennen: Nils Allegre will es besser machen und fährt direkt eine Bestzeit im zweiten Sektor. Trotzdem bleibt Franzoni unangefochten, sein Tempo zwischen Alter Schneise und Zielschuss macht bisher den Unterschied. Bitter für Allegre: Nur eine Hundertstel hinter Schieder fährt er als Vierter hauchzart am Podest vorbei.
Rennen: Ein überragender Start des Schweizers, der hier den vielleicht saubersten Start hinlegt. Auch die Gleitphase gelingt ihm super, das ist ein toller Lauf. Kann von Allmen das ins Ziel bringen? Klasse Sprung in der Alten Schneise und auch ein starker Zieleinlauf. Und dann fast der Sturz! An der Hausbergkante verliert von Allmen die Balance und damit das Rennen. Das war eine starke Zeit, die nach dem Fast-Sturz nur für Platz acht reicht. Franzoni jubelt im Ziel mit seinem Team.
Rennen: Was für ein Drama! Auch in diesem Jahr kann Odermatt die Streif-Abfahrt nicht gewinnen! Ein Herzschlagfinale bei seinem Lauf. Es geht hier aber direkt weiter, Franjo von Allmen kommt.
Rennen: Jetzt kommt der Superstar: Marco Odermatt. Er will unbedingt den Doppel-Sieg feiern, nachdem er am Freitag schon den Super-G holte. Der Favorit sieht richtig scharf aus und startet sehr dynamisch. Natürlich greift er die Strecke hier ohne Kompromisse an. Holt er Franzoni ein? Ein guter Flug in die Alte Schneise hilft schonmal. Dann bremst ihn ein kurzer Strauchler etwas aus, das Tempo ist aber weiterhin halsbrecherisch. Aber Franzoni bleibt in Führung! Sieben Hundertstel Rückstand für Odermatt!
Rennen: Viele Experten trauen Dominik Paris, der jetzt dran ist, einiges zu. Kann der Italiener den Erwartungen gerecht werden? Man sieht, wie schwer die Strecke direkt im oberen Bereich ist, aber Paris hält stark seine Linie. Bis zur Seidlalm ist das Tempo sehr gut, mit einem starken Zieleinlauf kann das hier ein gutes Ergebnis werden. Aber das Podium verpasst er mit Platz vier letztlich knapp.
Rennen: Jetzt kommt der Vorjahreszweite Alexis Monney. Guter Sprung von ihm in die Mausefalle, aber dann fast der Sturz! Monney hat schon Bodenkontakt, kann sich aber irgendwie doch noch fangen. Was für eine Rettungstat! Er muss das jetzt sauber zu Ende bringen, aber eine Top-Zeit ist natürlich auch für ihn vom Tisch. Mit 1:54,41 Minuten fährt Monney sogar noch eine respektable Zeit ein.
Rennen: Nach kurzer Unterbrechung kommt Justin Murisier aus dem Starthaus. Ärgerlich für ihn ist, dass er sofort am Start abrutscht. Dann verliert er zweimal kurz die Balance, da fehlte nicht mehr viel zum Sturz. Das summiert sich natürlich zu einem Rückstand, der nicht mehr aufzuholen ist. Schade für ihn, insgesamt hat er fast drei Sekunden Rückstand. Wir nähern uns jetzt langsam aber sicher den weiteren Favoriten.
Rennen: Als erster US-Amerikaner kommt Ryan Cochran-Siegle auf die Strecke. Er rutscht allerdings direkt nach dem Start relativ viel und verliert wertvolle Zeit. Schnell hat sich fast eine Sekunde angehäuft. Das wird jetzt schwierig für ihn, am Ende stehen gut zwei Sekunden Rückstand.
Rennen: Der nächste Läufer kommt drauf, Miha Hrobat versucht sein Glück. Der Slowene hatte zuletzt ordentliche Probleme und will hier aus seinem Formtief klettern. Mit dem schnellsten zweiten Sektor setzt er direkt ein kleines Ausrufezeichen, ab der Seidlalm ist sein Tempo aber nicht mehr ganz spitzenreif. Mit 1:53,27 Minuten landet Hrobat trotzdem eine gute Zeit, die seinem Selbstvertrauen helfen wird.
Rennen: Es ist natürlich sehr schwer, hier die absolute Ideallinie zu finden. Der nächste, der das versucht, ist Florian Schieder. Auch er startet schnell und springt in der Mausefalle direkt mal 44 Meter. Das Tempo von Franzoni im zweiten Teil der Strecke hat hier aber noch keiner erreicht. Das bleibt auch bei Schieder so, der nach einem starken Lauf aber als Zweiter einreiht!
Rennen: Stefan Babinsky ist auf der Piste. Nach seinem starken Super-G gestern will er auch in der Abfahrt abliefern. Die Fans fiebern jedenfalls hörbar mit ihm mit. Das ist ein sehr solider Lauf, aber nicht Weltklasse. Reicht das für das Podium? Nein, das war gut zwei Sekunden langsamer als Franzoni.
Rennen: Es folgt gleich der nächste Schweizer. Niels Hintermann kommt aus dem Starthaus. Er muss noch etwas mehr Risiko nehmen als Rogentin, wenn er hier oben angreifen will. Und genau das macht er auch. Das ist hier eine wirklich tolle Linie in den Steilhang, das Tempo ist sehr hoch. Das wird eine gute Zeit, wenn er hier stabil bleibt. Ja, das gelingt ihm! Gute 1:53,02 Minuten sind es für ihn im Ziel.
Rennen: Das wird schwer zu knacken für die anderen, ein toller Lauf von Franzoni. Als nächstes ist Stefan Rogentin dran. Der Schweizer hat hier aber ebenfalls einiges vor und nimmt die Mausefall optimal. Der Grip auf der Strecke ist wirklich sehr gut. Das nutzt Rogentin aus und fährt sehr saubere Kurven. Ganz so schnell wie Franzoni ist er aber nicht. Vorerst Platz drei für ihn.
Rennen: Jetzt startet einer der großen Favoriten: Giovanni Franzoni. Was kann der Trainingssieger hier ausrichten? Der Start ist enorm schnell, auch die Sprünge gelingen ihm sehr gut. Was für ein Tempo bei Franzoni, das wird direkt eine super Zeit. Der Streckenrekord bleibt aber intakt – 1:52,31 ist die finale Zeit.
Rennen: Der Italiener zeigt gleich einmal, was die Streecke hier ausmacht. Brutales Tempo in der Mausefalle, sofort ein Sprung über mehr als 40 Meter. Das sind wirklich enorme Geschwindigkeiten, die heute möglich sind. Casse legt 1:53,71 Minuten vor.
Vor dem Rennen: Die Anspannung bei den 50.000 Zuschauern im Zielraum steigt! In wenigen Minuten geht es los. Mattia Casse wird den Anfang machen.
Vor dem Rennen: Die Pistenbedingungen sind optimal. Viele Fans hoffen, dass heute sogar der Abfahrtsrekord überboten wird. Der liegt noch immer bei Fritz Strobl, der 1997 mit 1:51,58 Minuten ins Ziel sauste.
Vor dem Rennen: Die Streif ist etwas ganz besonderes. Auf 1665 Metern Höhe starten die Athleten, bevor es 860 Höhenmeter ins Tal geht. An der Mausefalle erreicht die Neigung 85 Prozent, im Zielschuss können Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreicht werden.
Vor dem Rennen: Die drei deutschen Fahrer gehen nur mit Außenseiter-Chancen an den Start. Mit der Startnummer 28 wird Romed Baumann auf die Piste laufen, bevor Luis Vogt (Nummer 40) und Simon Jocher (Nummer 41) folgen.
Vor dem Rennen: Es gibt heute ein großes Favoriten-Trio: Zum einen natürlich Superstar Marco Odermatt, der nicht nur den Weltcup anführt, sondern auch den Super-G am Freitag gewann. Auch zu rechnen ist aber mit Franjo von Allmen und Giovanni Franzoni, der hier beide Abfahrts-Trainings gewinnen konnte.
Vor dem Rennen: Anders als über die Woche hinweg ist das Wetter heute bewölkt statt sonnig. Die Sicht ist dadurch schon schwieriger als etwa beim Super-G gestern, problematisch ist die Situation allerdings nicht.
Vor dem Rennen: Hallo und herzlich willkommen zur Streif-Abfahrt in Kitzbühel! Eines der spektakulärsten Rennen der Saison steht direkt vor der Tür. Um 11.30 Uhr fällt der Startschuss.
Die Hahnenkammrennen gehören in jedem Jahr zu den absoluten Highlights der alpinen Weltcupsaison. Auch in diesem Jahr werden die Rennen auf der ikonischen Streif wieder tausende Zuschauer an den Streckenrand locken und unzählige weitere vor den Fernsehgeräten in ihren Bann ziehen. Aus sportlicher Sicht ist die diesjährige Ausgabe besonders interessant.
Ski alpin jetzt im Liveticker: Franzoni nach Trainings-Demonstration großer Favorit
Denn während mit dem Gesamtweltcup-Führenden Marco Odermatt natürlich gerechnet werden muss, ist der Schweizer nicht unbedingt der große Favorit für den Sieg in der Abfahrt von Kitzbühel. Denn: Aktuell befindet sich Giovanni Franzoni in der Form seines Lebens. Der Italiener brillierte vor einer Woche in Wengen.
Dort konnte der 24-Jährige beim Super-G erst seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt bejubeln, bevor er auch in der Abfahrt auf den dritten Platz raste. In Kitzbühel gehört er nun zu den großen Favoriten, nachdem er in beiden Trainingsfahrten überragende Zeiten gefahren war und dabei das gesamte Feld abgehängt hatte.
Beim Super-G am Freitag schlug Odermatt allerdings zurück. Der Alpin-Dominator gewann wie schon im letzten Jahr den Auftakt der prestigeträchtigen Hahnenkamm-Rennen. Sein Teamkollege Franjo von Allmen hatte gerade mal drei Hundertstelsekunden Rückstand, Dritter war der Österreicher Stefan Babinsky.
Kükenalarm bei Olympia – die jüngsten Deutschen Athleten in Mailand und Cortina




Ski alpin jetzt im Liveticker: Jocher, Baumann und Vogt für den DSV am Start
Abseits vom Titelkampf werden die deutschen Fans auch die DSV-Vertreter genau im Blick haben. Derer gibt es in der Hahnenkamm-Abfahrt am Samstag genau drei. Simon Jocher (als einziger des Trios bei Olympia dabei) hat die besten Aussichten, außer ihm sind noch Romed Baumann und Luis Vogt am Start. Im Spitzenfeld werden die deutschen Stars voraussichtlich nicht mitfahren – Überraschungen sind beim DSV aber natürlich trotzdem gerne gesehen.
Die Rennen beim Weltcup in Kitzbühel sind Teil des offiziellen Weltcups 2025/26. Die Ergebnisse fließen in die Gesamtwertung ein. chiemgau24.de ist im Liveticker zum Ski alpin mit dabei. Hier geht es zur Startliste. (Quelle: chiemgau24.de, mbo)
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