Nominierung für Sprint und Verfolgung
Biathlon: Damen-Aufstellung steht – Olympia-Debüt und Talentetausch mit Folgen
VonTobias Rufschließen- Thomas Böslschließen
Im Sprint der Damen in Antholz kommt es zum nächsten Olympia-Debüt im Team des Deutschen Skiverbandes (DSV). Julia Tannheimer bekommt ihren ersten Einsatz unter den Ringen.
Es ist der Traum eines jeden Sportlers, einmal unter den olympischen Ringen an einem Wettkampf teilzunehmen. Nach Janina Hettich-Walz und Selina Grotian geht dieser nun auch für Julia Tannheimer in Erfüllung.
Das 20-jährige Supertalent aus Ulm musste lange auf seinen ersten Einsatz bei Olympia 2026 warten, nun darf Tannheimer endlich starten. Sie wurde für den Sprint am Samstag nominiert. Ihre große Stärke liegt auf der Loipe. Dort kann sie bereits in jungen Jahren mit den Besten der Welt mithalten. Am Schießstand zeigte Tannheimer dagegen zuletzt immer wieder größere Schwächen. Kann sie diese in Antholz abstellen, könnte es für sie sogar um Medaillen gehen.
Biathlon bei Olympia: Bitteres Einzel-Aus für Grotian
Für Selina Grotian, die für Tannheimer aus dem Aufgebot genommen wird, ist die Nichtnominierung im Sprint dagegen enorm bitter. Sie wird bei Olympia keinen weiteren Einzelwettkampf bestreiten, da der Sprint die Ausgangslage für den Verfolger am Sonntag bildet.
Auch im Massenstart, der am 21. Februar den Schlusspunkt im Biathlon bei den Olympischen Spielen in Italien darstellt, ist sie nicht startberechtigt. Dort treten die besten 15 Athletinnen des Gesamtweltcups und alle Medaillengewinnerinnen an. Aufgefüllt wird das 30 Starterinnen umfassende Feld dann mit den Biathletinnen, die während Olympia in allen drei Einzelwettkämpfen die besten Leistungen erbracht haben. Grotian bestritt nur den Einzel, wurde dort 55.
Biathlon bei Olympia: Hettich-Walz stark auf der Strecke - Voigt baut auf Verfolger
Gesetzt bleiben weiterhin Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt und Franziska Preuß. Hettich-Walz präsentierte sich bei ihrem Olympia-Debüt im Einzel stark und wurde trotz zweier Schießfehler am Ende Achte. Vor allem auf der Strecke überzeugte die 29-Jährige einmal mehr. Wenn sie es schafft, am Schießstand sicherer zu werden, kann sie um Edelmetall mitlaufen.
Für Vanessa Voigt wird es im Sprint mehr darum gehen, sich in eine gute Ausgangslage für den Verfolger zu bringen. Für den Sprint mit zwei Schießeinlagen ist ihre Laufleistung vermutlich zu schwach, um ganz nach vorne zu laufen. Im Verfolger, in dem viermal geschossen wird und die Strecke mit 10 Kilometern kurz ist, könnte sie bei einem guten Sprintergebnis aber die Medaillen angreifen.
Biathlon bei Olympia: Preuß kämpft um Medaille - Weidel wieder nur Zuschauer
Franziska Preuß hingegen gehört im Sprint zu den Medaillenfavoriten. Bereits im Einzel lag sie lang auf Goldkurs, dann kam sie beim letzten Schießen jedoch aus dem Rhythmus, setzte zwei Schüsse daneben und landete nur auf Rang neun. Im Sprint will sie nun einen neuen Anlauf auf ihre erste Einzelmedaille bei Olympischen Spielen nehmen. Wenn sie am Schießstand ohne Fehler bleibt, ist dieses Ziel durchaus erreichbar.
Für Anna Weidel könnte sich der Traum von einem Olympiaeinsatz mit ihrer Nichtnominierung im Sprint und damit dem Aus im Verfolger und Massenstart bereits zerschlagen haben. Ein Einsatz im Staffel-Rennen am Mittwoch ist unwahrscheinlich. Der 29-Jährigen bleibt daher nur die Zuschauerrolle.
Biathlon bei Olympia 2026 begann am 8. Februar und endet am 21. Februar. Insgesamt werden in Antholz elf Wettbewerbe ausgetragen. Die Ergebnisse fließen in den Medaillenspiegel ein. Alle Rennen sind live im TV, Livestream und Liveticker zu verfolgen (hier gibt es das komplette Angebot). (Quelle: chiemgau24.de, tb, truf)
