Eigene Regeln in Antholz
Biathlon: Änderungen bei Olympia – Nachteil für die Sportler, neue Optik und eine fehlende Tradition
VonTobias Rufschließen
Im Biathlon gibt es bei Olympia einige Änderungen im Vergleich zum Weltcup. Eine Disziplin ist nicht im Programm, die Topteams müssen ihre Startplätze reduzieren und eine bekannte Tradition fällt weg. Für die Sportler gibt es einen besonderen Nachteil.
Am 8. Februar beginnen die Biathlon-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo. Wenn in Antholz der Startschuss für Biathlon bei Olympia 2026 fällt, müssen sich die Fans und Athleten an einige Änderungen gewöhnen.
Bei Biathlon-Weltmeisterschaften werden zwölf Wettbewerbe ausgetragen. Bei Olympia 2026 sind es nur deren elf. Die Damen und Herren laufen jeweils im Einzel, im Sprint, in der Verfolgung, im Massenstart und in der Staffel. Zudem gibt es eine Mixed-Staffel. (Hier gibt es das komplette Programm im Überblick)
Biathlon bei Olympia: Eine Disziplin fehlt – Optik ändert sich zum Leidwesen der Sportler
Die Single-Mixed-Staffel ist hingegen kein Teil des Biathlon-Programms bei Olympia 2026. „Wir haben beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) den Wunsch hinterlegt, die Single-Mixed-Staffel ins Programm zu nehmen. Bisher wurde es aber abgelehnt“, sagte Daniel Böhm, Sportdirektor beim Biathlon-Weltverband, im Gespräch mit chiemgau24.de.
Im Gegensatz zum Weltcup ist bei Olympia das IOC der offizielle Veranstalter. Daher treten die Führenden der Gesamt- und Einzelwertungen auch nicht in den bekannten Trikots an. Damit aber nicht genug – die größte optische Änderung betrifft die Outfits der Teams. Da bei Olympia das Präsentieren von Team- oder Einzelsponsoren untersagt ist, treten die Mannschaften in eigens für Olympia gestalteten Kollektionen an. Insbesondere für die Athleten ist dies ein harter Einschnitt in der Selbstvermarktung. Sie finanzieren ihre Karriere auch über private Sponsoren, die sie auf der größten Bühne nicht präsentieren dürfen.
Biathlon bei Olympia: Änderung bei der Medaillenzeremonie – Weniger Startplätze für die Teams
Eine weitere Änderung betrifft eine olympische Tradition. In der Vergangenheit wurden die Medaillengewinner bei speziellen Zeremonien geehrt, die einen Tag nach den Wettbewerben stattfanden. In Antholz finden die Siegerehrungen unmittelbar nach den Wettbewerben in der Südtirol Arena statt.
Auch das Teilnehmerfeld kommt in veränderter Konstellation daher. Bei Olympia haben die Topnationen nur vier Startplätze pro Rennen zur Verfügung – im Weltcup sind es derer sechs. Eine Ausnahme bildet der Massenstart. Dort sind alle Medaillengewinner automatisch qualifiziert. Sollte eine Nation mehr als vier Medaillengewinner haben, wären diese entsprechend startberechtigt. (Quelle: chiemgau24.de, truf)