Biathlon: Franziska Preuß tritt bei der olympischen Staffel nicht als Schlussläuferin an.
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Biathlon: Franziska Preuß tritt bei der olympischen Staffel nicht als Schlussläuferin an.

Staffelrennen in Antholz

Biathlon bei Olympia: Damen-Aufstellung steht - Überraschung um Preuß

  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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  • Thomas Bösl
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Die Aufstellung für die Damen-Staffel im Biathlon bei Olympia in Antholz steht. Personell gibt es keine Überraschungen, doch Franziska Preuß läuft auf einer ungewohnten Position.

Die Biathlon-Wettkämpfe bei Olympia gehen langsam dem Ende entgegen. Zwei Wettkämpfe stehen den Damen noch bevor, der erste davon ist das Staffel-Rennen über 4x6 Kilometer. Nun hat der Deutsche Skiverband (DSV) die Aufstellung bekannt gegeben.

Personell gibt es dabei keine Überraschungen. Eröffnet wird das Rennen von Julia Tannheimer. Die 20-Jährige zeigte bei ihrem Debüt im Sprint eine solide Leistung und wurde am Ende 20. Im Verfolger fiel sie dann auf Rang 34 zurück. Auf der Strecke konnte sie bislang auch in Antholz mit der Weltspitze mithalten. Probleme bereitet ihr das Schießen. Im Sprint waren es zwei Fehler liegend, im Verfolger ließ sie gleich fünf Scheiben stehen. Bekommt sie das unter Kontrolle, kann sie Deutschland in eine gute Ausgangslage bringen.

Biathlon bei Olympia: Preuß mit überraschender Position - Hettich-Walz kehrt zurück

Überraschend an Position zwei läuft Franziska Preuß. Bislang war die erfahrenste deutsche Biathletin als Schlussläuferin gesetzt. Doch ihre Probleme im letzten Stehendschießen in sämtlichen Rennen bei Olympia sorgen nun wohl für ein Umdenken bei den Trainern. Preuß selbst gab zu, dass sie sich beim Stehendschießen derzeit schwertut. Vielleicht nimmt ihr die frühere Startposition nun den Druck.

Übergeben wird Preuß an Janina Hettich-Walz. Bei der 29-Jährigen verhält es sich ähnlich wie bei Julia Tannheimer. Bleibt sie am Schießstand fehlerfrei, kann sie ihre Mannschaft weit nach vorne bringen. Läuferisch ist sie nach ihrer Mutterschaftspause bereits wieder in einer starken Verfassung. Den Einzel beendete sie trotz zweier Strafminuten auf Rang acht. Danach setzten sie jedoch Magen-Darm-Probleme außer Gefecht und kosteten sie den Einsatz im Sprint und der Verfolgung. Es bleibt abzuwarten, ob sie die Erkrankung noch beeinflusst.

Biathlon bei Olympia: Voigt als Schlussläuferin - Französinnen favorisiert

Schlussläuferin wird bei der olympischen Staffel Vanessa Voigt sein. Sie ist das Gegenstück zu Tannheimer und Hettich-Walz. Bis zur Verfolgung hatte sich Voigt keinen einzigen Fehlschuss geleistet. Dort patzte sie jedoch dreifach und kam so in ihrer Paradedisziplin nur auf Rang 19 ins Ziel. Normalerweise ist Voigt jedoch extrem sicher am Schießstand, was sie allerdings auch sein muss. Denn läuferisch kann die 28-Jährige nicht mit der Weltspitze mithalten.

Für drei der vier DSV-Damen ist die Staffel die vorletzte Chance auf eine Medaille. Preuß, Voigt und Hettich-Walz haben sich für den Massenstart qualifiziert. Tannheimer konnte die Voraussetzungen nicht erfüllen. Das deutsche Quartett könnte jedoch, wenn alles perfekt funktioniert, durchaus um Edelmetall kämpfen. Die Konkurrenz ist jedoch groß. Vor allem die Französinnen präsentierten sich in Antholz in Topform. Auch Schweden, Italien und Norwegen wollen sicher ein Wörtchen um den Sieg mitreden.

Biathlon bei Olympia 2026 begann am 8. Februar und endet am 21. Februar. Insgesamt werden in Antholz elf Wettbewerbe ausgetragen. Die Ergebnisse fließen in den Medaillenspiegel ein. Alle Rennen sind live im TV, Livestream und Liveticker zu verfolgen (hier gibt es das komplette Angebot). (Quelle: chiemgau24.de, tb, truf)

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