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Lavendel draußen überwintern: Zu viel Sonne kann für die Pflanze verhängnisvoll sein
VonInes Alms
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Wie winterhart Lavendel ist, hängt von der Art und Sorte ab. Viele lassen sich im Beet oder im Topf gut überwintern, man sollte sie aber vor Sonne und Nässe schützen.
Lavendel ist eins der beliebtesten Duftkräuter im Garten und auf dem Balkon. Wer die Pflanze gut pflegt und ab und an zurückschneidet, kann 20 bis 30 Jahre Freude an dem Halbstrauch haben. Allerdings nur, wenn man der mediterranen Pflanze in kalten Wintern einen Winterschutz bietet. Mit zu viel Sonne tut man dem Lavendel jedoch keinen Gefallen, da er dann ein Opfer der sogenannten Frosttrocknis werden kann.
Lavendel im Freiland richtig überwintern – zu viel Sonne führt zu Frosttrocknis
Nicht alle Lavendelarten sind winterhart und können draußen bleiben: Schopflavendel, Speiklavendel und Gezähnter Lavendel bekommen ab dem ersten Frost am besten ein Winterquartier in einem unbeheizten Raum im Haus. Die Sorten des Echten Lavendels kann man gut im Freiland lassen.
Ob im Beet oder im Topf – wer Lavendel im Freiland überwintert, sollte weniger die Kälte fürchten als eine zu starke Sonneneinstrahlung und zu viel Nässe. Die Kultur im Kübel setzt die Pflanze dabei noch mehr der Witterung aus. Da Lavendel seine Blätter im Winter nicht abwirft, betreibt die Pflanze bei Sonnenschein vermehrt Fotosynthese. Wenn der Boden gefroren ist, kann er aber kaum das für das Wachstum benötigte Wasser aufnehmen: Er leidet unter Frosttrocknis und kann verdursten. Ein Winterschutz aus Reisig und Tannenzweigen über der Pflanze oder eine Mulchschicht aus Laub kann dem entgegenwirken. Im Kübel sind zusätzlich eine Umhüllung des Topfs mit Luftpolsterfolie, Vlies oder Strohmatten und ein halbschattiger Standort sinnvoll. Vor Bodenfrost schützt eine Styropor- oder Holzunterlage.
Ist der Winter zu mild, droht dem Lavendel Staunässe
Ist der Boden wiederum nicht gefroren, droht die Gefahr von Staunässe. Eine durchlässige Erde und gute Drainageschicht ist daher vor allem im Topf wichtig, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Denn Staunässe führt bei Lavendel sehr schnell zum Faulen der Wurzeln – nur bei sehr großer Trockenheit ist mal ein Schuss Gießwasser in den Wurzelbereich sinnvoll.
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