Deutschland hat wieder eine Top-Skifahrerin. Emma Aicher wird immer besser. Nun gewann sie wieder einmal ein Weltcuprennen.
Tarvis – Emma Aicher hat beim Super-G in Tarvisio eine absolute Meisterleistung gezeigt und sich ihren vierten Weltcupsieg geholt. Die 22-jährige deutsche Skirennläuferin dominierte das Rennen im italienischen Tarvisio mit einer fehlerfreien Fahrt und verwies dabei prominente Konkurrentinnen auf die Plätze.
Emma Aicher gewann wieder einmal ein Weltcuprennen.
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Mit Startnummer acht ging Aicher ins Rennen und lieferte eine Fahrt ab, die Expertin Viktoria Rebensburg sofort als „Siegfahrt“ erkannte. Wie auf Schienen navigierte die junge Allrounderin durch den Kurs und setzte mit einer Zeit von 1:14.04 Minuten eine Marke, an der sich alle nachfolgenden Fahrerinnen die Zähne ausbeißen sollten. Besonders im Flachteil zeigte Aicher Top-Speed und baute einen beeindruckenden Vorsprung auf. Schon am Tag zuvor landete sie auf Platz fünf in der Abfahrt. Dort sprang die andere deutsche Top-Fahrerin Kira Weidle-Winkelmann mit Platz zwei aufs Podest.
Starke deutsche Ausbeute in Tarvisio durch Aicher und Weidle-Winkelmann Selbst US-Superstar Lindsey Vonn, die mit 83 Weltcupsiegen zu den erfolgreichsten Skirennläuferinnen aller Zeiten gehört, musste sich der Deutschen geschlagen geben. Die 41-jährige Amerikanerin fuhr zwar einen souveränen Lauf, landete aber 0,27 Sekunden hinter Aicher auf dem zweiten Platz. Ester Ledecká raste auf Rang drei (+0,94s) Auch andere Speed-Asse wie Sofia Goggia (+1,13s), Romane Miradoli (+1,04s) und Kajsa Vickhoff Lie (+1,17s) konnten Aichers Fabelzeit nicht gefährden. Kira Weidle-Winkelmann landete am Ende auf Platz acht (+1,22s).
Für Aicher ist es bereits der zweite Weltcup-Erfolg in der laufenden Saison 2025/26 nach ihrem Abfahrtssieg in St. Moritz im Dezember 2025, wo sie ebenfalls Lindsey Vonn hinter sich ließ. Die vielseitige Fahrerin, die in allen vier Disziplinen antritt, hat sich mit fünf Top-10-Ergebnissen auf Platz fünf im Gesamtweltcup etabliert und gilt als beste deutsche Allrounderin.
Vom Wunderkind zur Weltcup-Siegerin: Wie Emma Aicher zum nächsten deutschen Ski-Star wurde Emma Aicher ist zurzeit eine der größten DSV-Hoffnungen. Wie sie vom Wunderkind zum Ski-Star wurde. © IMAGO/Sergio Bisi/IPA Sport/Sammy Minkoff/Eibner-Pressefoto/Memmler (Montage) Aicher wurde am 13. November 2003 in Sundsvall in Schweden geboren. Während ihre Mutter aus Schweden stammt, ist ihr Vater Deutscher. Aicher hat einen jüngeren Bruder. © IMAGO/Igor Kupljenik / SPP Die Aichers, beide selbst passionierte Skifahrer, brachten ihre Kinder schon früh auf die Piste. © Screenshot Instagram @emmaaicher In ihrer Jugend zieht Aicher mit ihrer Familie für einige Jahre nach Engelberg in die Schweiz. Dort trainiert sie im lokalen Skiklub. © Eibner-Pressefoto/EXPA/Feichter Als Teenagerin ist Aicher übrigens nicht nur auf der Piste aktiv, sondern auch leidenschaftliche Fußballerin. Als Teenagerin ist Aicher übrigens nicht nur auf der Piste aktiv, sondern auch leidenschaftliche Fußballerin. © Screenshot Instagram @emmaaicher Im Alter von 15 Jahren setzt Aicher ein echtes Ausrufezeichen und gewinnt den Slalom beim FIS Children Cup in Tschechien – damals noch unter schwedischer Flagge. Im Alter von 15 Jahren setzt Aicher ein echtes Ausrufezeichen und gewinnt den Slalom beim FIS Children Cup – damals noch unter schwedischer Flagge. © Screenshot Instagram @emmaaicher Seit 2020 startet Aicher für Deutschland. Den Wechsel vom schwedischen Verband begründet sie mit den besseren Trainingsmöglichkeiten in den Alpen. Seit 2020 startet Aicher für Deutschland. Den Wechsel vom schwedischen Verband begründet sie mit den besseren Trainingsmöglichkeiten in den Alpen. © IMAGO/FrankHoermann/SVEN SIMON Im Januar 2021 fährt sie im Europacup-Slalom erstmals aufs Podium – ein frühes Signal ihres Talents auf internationalem Niveau. Im Januar 2021 fährt sie im Europacup-Slalom erstmals aufs Podium – ein frühes Signal ihres Talents auf internationalem Niveau. © dpa/Michael Kappeler Im Februar 2021 wird Aicher (2. v. li.) überraschend und kurzfristig für die Weltmeisterschaft in Cortina nachnominiert. Dort schafft sie im Teamwettbewerb mit Andrea Filser (li.), Stefan Luitz (2. v. r.) und Alexander Schmid besonderes und holt die Bronzemedaille. Im Februar 2021 wird Aicher (2. v. li.) überraschend und kurzfristig für die Weltmeisterschaft in Cortina nachnominiert. Dort schafft sie im Teamwettbewerb mit Andrea Filser (li.), Stefan Luitz (2. v. r.) und Alexander Schmid Besonderes und holt die Bronzemedaille. © IMAGO/Sammy Minkoff Für die erst 17-jährige Aicher (li.) ist es der erste große Auftritt auf der Weltbühne. Für die erst 17-jährige Aicher (li.) ist es der erste große Auftritt auf der Weltbühne. © IMAGO/Sammy Minkoff Im November des selben Jahres debütiert Aicher im Weltcup. In Lech fährt sie im Parallelrennen auf einen beachtlichen 19. Platz. Im November desselben Jahres debütiert Aicher im Weltcup. In Lech fährt sie im Parallelrennen auf einen beachtlichen 19. Platz. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder Nur wenige Wochen später erlebt Aicher das erste große Highlight ihrer Karriere: Die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Nur wenige Wochen später erlebt Aicher das erste große Highlight ihrer Karriere: Die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder Im Slalom fährt sie auf den 18. Platz, im Riesenslalom (Bild) beendet sie das Rennen auf Rang 21. Doch das ist nicht alles ... Im Slalom fährt sie auf den 18. Platz, im Riesenslalom (Bild) beendet sie das Rennen auf Rang 21. Doch das ist nicht alles ... © IMAGO/Kenjiro Matsuo Denn im Mannschaftswettbewerb gewinnt Aicher (li.) mit nur 18 Jahren ihre erste olympische Medaille. Gemeinsam mit Julian Rauchfuss, Lena Dürr, Alexander Schmid und Linus Strasser holt sie Silber. Denn im Mannschaftswettbewerb gewinnt Aicher (li.) mit nur 18 Jahren ihre erste olympische Medaille. Gemeinsam mit Julian Rauchfuss, Lena Dürr, Alexander Schmid und Linus Strasser holt sie Silber. © IMAGO/RICK T WILKING Im Januar 2023 fährt Aicher in Flachau zum ersten Mal in die Top bei einem Weltcup-Rennen. Ein weiterer Schritt Richtung Weltspitze ist getan. Im Januar 2023 fährt Aicher in Flachau zum ersten Mal in die Top Zehn bei einem Weltcup-Rennen. Ein weiterer Schritt Richtung Weltspitze ist getan. © IMAGO/Sammy Minkoff Einige Wochen später wird sie bei der Ski-WM in Meribel Achte in der Kombination. Einige Wochen später wird sie bei der Ski-WM in Meribel Achte in der Kombination. © IMAGO/@ Siegfried Dammrath Zum Abschluss der Weltcup-Saison 2022/23 landet Aicher in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Slalom unter den Top 30. Zum Abschluss der Weltcup-Saison 2022/23 hat Aicher in Abfahrt, Super-G und Slalom mehrfach Top-30-Resultate eingefahren und sich damit in allen Disziplinen im Weltcup etabliert. © IMAGO/DANIEL STILLER Zu Beginn der nächsten Saison fährt Aicher, kurz nach ihrem 20. Geburtstag, in St. Moritz in der Abfahrt auf den sechsten Platz. Es ist ihr bis dato bestes Ergebnis. Zu Beginn der nächsten Saison fährt Aicher, kurz nach ihrem 20. Geburtstag, in St. Moritz in der Abfahrt auf den sechsten Platz. Es ist ihr bis dato bestes Ergebnis. © IMAGO/Sergio Bisi/IPA Sport / ipa-agen 2025 gelingt Aicher endgültig der Durchbruch. Bei der Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm wird sie in der Abfahrt und im Super-G Sechste – und fährt damit jeweils das beste deutsche Ergebnis ein. 2025 gelingt Aicher endgültig der Durchbruch. Bei der Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm wird sie in der Abfahrt und im Super-G Sechste – und fährt damit jeweils das beste deutsche Ergebnis ein. © IMAGO/Cornelius Poppe Nur wenige Wochen später folgen die ersten Weltcup-Erfolge. In Kvitfjell fährt sie im Februar 2025 in der Abfahrt auf Platz zwei und damit ihr erstes Podium. Nur wenige Wochen später folgen die ersten Weltcup-Erfolge. In Kvitfjell fährt sie im Februar 2025 in der Abfahrt auf Platz zwei und damit ihr erstes Podium. © IMAGO/Geir Olsen Nur einen Tag später ist es dann soweit: Aicher gewinnt in der Abfahrt ihren erstes Weltcup-Rennen. Nur einen Tag später ist es dann so weit: Aicher (m.) gewinnt in der Abfahrt ihr erstes Weltcup-Rennen. © IMAGO/Geir Olsen Wiederum nur knapp zwei Wochen später gewinnt die DSV-Athletin ihren ersten Super-G-Weltcup in La Thuile und verweist dabei die Top-Stars Sofia Goggia und Federica Brignone in ihre Schranken. Wiederum nur knapp zwei Wochen später gewinnt die DSV-Athletin ihren ersten Super-G-Weltcup in La Thuile und weist dabei die Top-Stars Sofia Goggia und Federica Brignone in ihre Schranken. © IMAGO/R4924_italyphotopress Ihre bis dato erfolgreichste Saison schließt Aicher als 15. des Gesamtweltcups ab. Doch das soll erst der Anfang sein. Ihre bis dato erfolgreichste Saison schließt Aicher als 15. des Gesamtweltcups ab. Doch das soll erst der Anfang sein. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON Im Dezember 2025 gewinnt Aicher (li.) in der Abfahrt von St. Moritz ihr drittes Weltcup-Rennen – vor Ski-Legende Lindsey Vonn (m.). Im Dezember 2025 gewinnt Aicher (li.) in der Abfahrt von St. Moritz ihr drittes Weltcup-Rennen – vor Ski-Legende Lindsey Vonn (m.). © IMAGO/Ervin Monn Nach ihren Weltcup-Siegen ist Aicher zum Shootingstar des DSV aufgestiegen. Die Hoffnungen ruhen im Alpinsport primär auf den Schultern der inzwischen 22-jährigen Ausnahmesportlerin. Nach ihren Weltcup-Siegen ist Aicher zum Shootingstar des DSV aufgestiegen. Die Hoffnungen ruhen im Alpinsport primär auf den Schultern der inzwischen 22-jährigen Ausnahmesportlerin. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler Bei den Olympischen Winterspielen 2026 gewinnt Emma Aicher die erste deutsche Medaille. Die 22-Jährige holte Silber in der Abfahrt, Gold ging an die US-Amerikanerin Breezy Johnson. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 gewinnt Emma Aicher die erste deutsche Medaille. Die 22-Jährige holte Silber in der Abfahrt, Gold ging an die US-Amerikanerin Breezy Johnson. © IMAGO/Revierfoto Die zweite olympische Medaille holt sich Aicher in der Teamkombination mit Kollegin Kira Weidle-Winkelmann. Die zweite olympische Medaille holt sich Aicher in der Teamkombination mit Kollegin Kira Weidle-Winkelmann. © IMAGO / Eibner In der laufenden Saison verpasst sie die kleine Kugel im Abfahrtsweltcup verpasst sie im letzten Rennen um 83 Punkte an die Italienerin Laura Pirovano. In der laufenden Saison verpasst sie die kleine Kugel im Abfahrtsweltcup verpasst sie im letzten Rennen um 83 Punkte an die Italienerin Laura Pirovano. © IMAGO/NTB Bis zum letzten Rennen macht es Aicher spannend und hat noch immer Chancen den Saisonrennen zu gewinnen. Vor dem letzten Riesenslalom fehlen ihr auf Mikaela Shiffrin 85 Punkte. Bis zum letzten Rennen macht es Aicher spannend und hat noch immer Chancen den Gesamtweltcup zu gewinnen. Vor dem letzten Saisonrennen fehlen ihr auf Mikaela Shiffrin 85 Punkte. © IMAGO/ZUMA Press Nur 19 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo unterstreicht dieser Triumph Aichers Ambitionen auf eine olympische Medaille. In Cortina d‘Ampezzo, wo sie 2021 bereits WM-Bronze im Teamwettbewerb gewann, reist sie diesmal nicht mehr als Unbekannte, sondern als Mitfavoritin an. (tb )
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