Männer und Frauen

Parallel-Riesenslalom jetzt live im TV und Stream: Hier sehen Sie Olympia-Snowboard

  • Korbinian Kothny
    VonKorbinian Kothny
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Holen die deutschen Snowboarder bei Olympia im Riesenslalom Medaillen. Hier sehen Sie die Entscheidungen jetzt live im TV und Stream.

Am Sonntag, den 8. Februar 2026, fallen bei Olympia in Livigno einige wichtige Medaillenentscheidungen: Auch im Parallel-Riesenslalom der Snowboarderinnen und Snowboarder kämpfen die weltbesten Athleten heute um Gold. Für das deutsche Team ruhen die Hoffnungen besonders auf Ramona Hofmeister bei den Frauen sowie auf Stefan Baumeister und Elias Huber bei den Männern.

Ramona Hofmeister peilt eine Olympia-Medaille an.

Die 29-jährige Hofmeister vom WSV Bischofswiesen geht als eine der Mitfavoritinnen ins Rennen. Nach einer schweren Verletzung hat sich die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von 2018 rechtzeitig zurückgekämpft und zuletzt mit einem Podestplatz beim Weltcup-Finale in Rogla ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Neben ihr starten für Deutschland Cheyenne Loch, Melanie Hochreiter und die junge Mathilda Scheid, die jedoch eher Außenseiterchancen haben.

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Bei den Männern setzt Deutschland auf Stefan Baumeister, den Vize-Weltmeister von 2025 im Parallel-Riesenslalom. Der 32-Jährige vom SC Aising-Pang hatte nach dreijähriger Wartezeit beim Saisonauftakt in Mylin endlich wieder ein Podium erreicht, zuletzt lief es jedoch weniger konstant. Gute Chancen rechnet sich auch Elias Huber vom SC Schellenberg aus, der im letzten Jahr seinen ersten Weltcup-Sieg feierte. Yannik Angenend und Max Kühnhauser komplettieren das deutsche Männer-Aufgebot.

Der Wettkampftag beginnt um 10.00 Uhr mit den Elimination Runs der Frauen. Ab 13.00 Uhr starten die Achtelfinale sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern, gefolgt von den Viertelfinalen ab 13.45 Uhr. Die spannenden Halbfinals sind ab 14.10 Uhr angesetzt. Die Medaillenentscheidungen fallen dann um 14.26 Uhr mit dem kleinen und großen Finale der Frauen sowie um 14.36 Uhr bei den Männern.

Der lange Weg nach oben: Wie sich Ramona Hofmeister zu Deutschlands Snowboard-Königin krönte

Ramona Theresia Hofmeister wurde am 28. März 1996 in Bischofswiesen im Berchtesgadener Land geboren. Die alpine Umgebung prägte ihre sportliche Sozialisation früh. Mit vier Jahren stand sie das erste Mal auf dem Snowboard.
Ramona Theresia Hofmeister wurde am 28. März 1996 in Bischofswiesen im Berchtesgadener Land geboren. Die alpine Umgebung prägte ihre sportliche Sozialisation früh. Mit vier Jahren stand sie bereits das erste Mal auf dem Snowboard. © FrankHoermann/SVEN SIMON
Ihre sportliche Ausbildung begann Hofmeister beim WSV Bischofswiesen, für den sie bis heute startet. Der Verein bildete die Basis ihrer technischen Entwicklung und begleitet sie von den Nachwuchsjahren bis hin zum Weltcup.
Ihre sportliche Ausbildung begann Hofmeister beim WSV Bischofswiesen, für den sie bis heute startet. Der Verein bildete die Basis ihrer technischen Entwicklung und begleitet sie von den Nachwuchsjahren bis hin zum Weltcup. © imago sportfotodienst
Im Januar 2012 bestritt Hofmeister in Vratna ihre ersten Europacup-Rennen und konnte sich erstmals auf internationalem Niveau messen. Ihre Leidenschaft für das Snowboarden entdeckte sie, als sie ihren beiden älteren Schwestern dabei zuschaute.
Im Januar 2012 bestritt Hofmeister in Vratna ihre ersten Europacup-Rennen und konnte sich erstmals auf internationalem Niveau messen. Ihre Leidenschaft für das Snowboarden entdeckte sie, als sie ihren beiden älteren Schwestern dabei zuschaute. © Revierfoto
Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2013 in Predeal erreicht Hofmeister Rang sieben im Parallel-Riesenslalom. Sie setzte sich immer mehr in der europäischen Nachwuchsspitze fest.
Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2013 in Predeal erreicht Hofmeister Rang sieben im Parallel-Riesenslalom. Sie setzte sich immer mehr in der europäischen Nachwuchsspitze fest. © Copyright: xDreamstimexRedazione
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2013 in Erzurum sammelte Hofmeister ihre ersten WM-Erfahrungen. Solide Platzierungen zeigten ihr Entwicklungspotenzial, auch wenn der Sprung aufs Podium noch ausblieb.
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2013 in Erzurum sammelte Hofmeister ihre ersten WM-Erfahrungen. Solide Platzierungen zeigten ihr Entwicklungspotenzial, auch wenn der Sprung aufs Podium noch ausblieb.  © Frank Hoermann/SVEN SIMON
In der Saison 2013/14 gelang Hofmeister dann der sportliche (große) Schritt nach vorn. Mit fünf Top-10-Ergebnissen etablierte sie sich als feste Größe im Europacup.
In der Saison 2013/14 gelang Hofmeister dann der sportliche (große) Schritt nach vorn. Mit fünf Top-10-Ergebnissen etablierte sie sich als feste Größe im Europacup. © Thomas Reiner - ThomasReiner.pro
Der Sieg im Parallelslalom von Ratschings markierte ihren ersten internationalen Erfolg. Das Rennen galt damit als Wendepunkt auf dem Weg in den Weltcup.
Der Sieg im Parallelslalom von Ratschings markierte ihren ersten internationalen Erfolg. Das Rennen galt damit als Wendepunkt auf dem Weg in den Weltcup.  © Pierre Teyssot via www.imago-images.de
Im Februar 2014 gab die deutsche Snowboarderin im Sudelfeld dann ihr Debüt im Snowboard-Weltcup. Der Übergang in die höchste Wettkampfebene folgte.
Im Februar 2014 gab die deutsche Snowboarderin im Sudelfeld dann ihr Debüt im Snowboard-Weltcup. Der Übergang in die höchste Wettkampfebene folgte.  © Pierre Teyssot
Bei der Junioren-WM 2014 zeigte Hofmeister konstante Leistungen. Die schloss im einstelligen Bereich der Platzierungen ab und bestätigte ihre kontinuierliche Entwicklung auf internationaler Ebene.
Bei der Junioren-WM 2014 zeigte Hofmeister konstante Leistungen. Die schloss im einstelligen Bereich der Platzierungen ab und bestätigte ihre kontinuierliche Entwicklung auf internationaler Ebene. © Manfred Segerer via www.imago-images.de
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 im chinesischen Yabuli musste sie sich hohen organisatorischen und sportlichen Anforderungen stellen, sammelte aber hier wichtige Erfahrungen für die Profi-Laufbahn.
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 im chinesischen Yabuli musste sie sich hohen organisatorischen und sportlichen Anforderungen stellen, sammelte aber hier wichtige Erfahrungen für die Profi-Laufbahn. © Thomas Reiner - ThomasReiner.pro
In der Saison 2015/16 fuhr Hofmeister achtmal unter die besten Zehn im Europacup, lieferte eine starke Saison ab. Der dritte Platz in Stara Planina gehörte zu ihren besten Ergebnissen.
In der Saison 2015/16 fuhr Hofmeister achtmal unter die besten Zehn im Europacup, lieferte eine starke Saison ab. Der dritte Platz in Stara Planina gehörte zu ihren besten Ergebnissen.  © ESPA Photo Agency via www.imago-images.de
Mit Rang drei im Parallelslalom von Winterberg feierte Hofmeister im März 2016 ihr erstes Weltcup-Podium. Ihr internationaler Durchbruch.
Mit Rang drei im Parallelslalom von Winterberg feierte Hofmeister im März 2016 ihr erstes Weltcup-Podium. Ihr internationaler Durchbruch. © Copyright: xDreamstimexRedazione
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2016 in Rogla gewann Hofmeister die Goldmedaille im Parallelslalom. Der Titel bestätigte sie als eine der führenden Athletinnen ihres Jahrgangs.
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2016 in Rogla gewann Hofmeister die Goldmedaille im Parallelslalom. Der Titel bestätigte sie eine der führenden Athletinnen ihres Jahrgangs.  © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
In der Saison 2016/17 fuhr die Bischofswiesenerin regelmäßig unter die Top Ten im Weltcup. Damit etablierte sie sich immer mehr im internationalen Spitzenfeld.
In der Saison 2016/17 fuhr die Bischofswiesenerin regelmäßig unter die Top Ten im Weltcup. Damit etablierte sie sich immer mehr im internationalen Spitzenfeld. © Fotostand / Wassmuth via www.imago-images.de
Im Januar 2018 feierte Hofmeister endlich ihre ersten Weltcupsiege in Bad Gastein und Rogla.
Im Januar 2018 feierte Hofmeister endlich ihre ersten Weltcupsiege in Bad Gastein und Rogla. © Fotostand / Wassmuth via www.imago-images.de
2018 erfüllte sich Hofmeister einen Kindheitstraum und nahm erstmals an den Olympischen Winterspielen teil. Dafür ging es für sie und das deutsche Wintersportteam ins südkoreanische Pyeongchang.
2018 erfüllte sich Hofmeister einen Kindheitstraum und nahm erstmals an den Olympischen Winterspielen teil. Dafür ging es für sie und das deutsche Wintersportteam ins südkoreanische Pyeongchang. © Ramil Sitdikov via www.imago-images.de
Bei den Winterspielen feierte sie dann ihren größten Karriereerfolg: Die Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom.
Bei den Winterspielen feierte sie dann ihren größten Karriereerfolg: Die Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom.  © Frank Hoermann/SVEN SIMON
Im Sommer nach den Winterspielen erhielt Hofmeister das Silberne Lorbeerblatt für besondere Verdienste im Sport. Verliehen durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin.
Im Sommer nach den Winterspielen erhielt Hofmeister, das Silberne Lorbeerblatt für besondere Verdienste im Sport. Verliehen durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin. © IMAGO
In der Saison 2018/19 knüpfte Hofmeister an ihre starke Olympia-Leistung an. Die Weltcup-Rennen in Pyeongchang und im Secret Garden Resort gewann sie beide.
In der Saison 2018/19 knüpfte Hofmeister an ihre starke Olympia-Leistung an. Die Weltcup-Rennen in Pyeongchang und im Secret Garden Resort gewann sie beide.  © IMAGO/Fotostand / Wassmuth
Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Park City sicherte sich Hofmeister die Bronzemedaille im Parallelslalom.
Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Park City sicherte sich Hofmeister die Bronzemedaille im Parallelslalom. © IMAGO/Christian Einecke
Hofmeisters Dominanz hielt an. Mit drei Siegen in Folge im Parallel-Riesenslalom begann sie die Saison 2019/20 äußerst erfolgreich und setzte früh Maßstäbe in der Gesamtwertung.
Hofmeisters Dominanz hielt an. Mit drei Siegen in Folge im Parallel-Riesenslalom begann sie die Saison 2019/20 äußerst erfolgreich und setzte früh Maßstäbe in der Gesamtwertung. © IMAGO/Marcin Golba
Auch im Mixed-Format bewies Hofmeister immer wieder ihre Vielseitigkeit. Gemeinsam mit Stefan Baumeister (r.) gewann sie mehrere Team-Wettbewerbe, unter anderem im März 2022.
Auch im Mixed-Format bewies Hofmeister immer wieder ihre Vielseitigkeit. Gemeinsam mit Stefan Baumeister (r.) gewann sie mehrere Team-Wettbewerbe, unter anderem im März 2022. © IMAGO/Fotostand / Wassmuth
Die glorreiche Kristallkugel konnte sich die heute 29-Jährige ebenfalls sichern. Am Ende der Saison 2019/20 gewann sie den Parallelweltcup sowie den Parallel-Riesenslalom-Weltcup.
Die glorreiche Kristallkugel konnte sich die heute 29-Jährige ebenfalls sichern. Am Ende der Saison 2019/20 gewann sie den Parallelweltcup sowie den Parallel-Riesenslalom-Weltcup.  © IMAGO/Fotostand / Wassmuth
2020/21 gewann Hofmeister WM-Silber im Parallelslalom in Rogla. Dann folgten die nächsten Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Dort erreichte sie nur Rang fünf im Parallel-Riesenslalom.
2020/21 gewann Hofmeister WM-Silber im Parallelslalom in Rogla. Dann folgten die nächsten Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Dort erreichte sie nur Rang fünf im Parallel-Riesenslalom.  © Gian Mattia D Alberto - LaPresse via www.imago-images.de
Ihr jüngster Erfolg: Nach einer dreieinhalbmonatigen Verletzungspause kehrte Hofmeister zuletzt mit einem Weltcupsieg in Scuol zurück. Der Erfolg sicherte ihr unmittelbar das Olympia-Ticket für 2026.
Ihr jüngster Erfolg: Nach einer dreieinhalbmonatigen Verletzungspause kehrte Hofmeister zuletzt mit einem Weltcupsieg in Scuol zurück. Der Erfolg sicherte ihr unmittelbar das Olympia-Ticket für 2026. © IMAGO

Das ZDF überträgt die olympischen Snowboard-Wettbewerbe am Sonntag ab 10.15 Uhr live im Free-TV. Parallel dazu können Zuschauer alle Rennen auch im Livestream der ZDF-Mediathek verfolgen. Auch über Discovery+, HBO Max, DAZN (allesamt kostenpflichtig) und Eurosport ist der Parallel-Riesenslalom verfolgbar.

Als große Favoritinnen bei den Frauen gelten neben Hofmeister die tschechische Doppel-Olympiasiegerin Ester Ledecka sowie die Japanerin Tsubaki Miki. Bei den Männern sind vor allem die italienischen Lokalmatadoren Roland Fischnaller und Aaron March sowie der Österreicher Fabian Obmann zu beachten. Der Heimvorteil könnte den Italienern in die Karten spielen, doch die deutschen Athleten haben gezeigt, dass sie bei Großereignissen über sich hinauswachsen können. (kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Gabor Baumgarten

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