Überschläge, Abflüge & Co.

Spektakuläre Bilder: Die schwersten Formel-1-Unfälle der letzten Jahre

Bahrain 2020: Der Haas-Bolide von Romain Grosjean steht in Flammen
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Bahrain 2020: Romain Grosjean (Haas) kracht kurz nach dem Start in die Leitplanke. Sein Bolide geht in Flammen auf, der Franzose kann sich nach wenigen Sekunden aus eigener Kraft aus dem Wrack retten. Er trägt leichte Brandverletzungen an der Hand davon.
Silverstone 2022: Alfa-Romeo-Pilot Guanyu Zhou überschlägt sich bei einem Startunfall
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Silverstone 2022: Guanyu Zhou (Sauber) überschlägt sich bei einem Startunfall. Der Chinese rutscht kopfüber in die Auslaufzone, wo er noch einmal hochschleudert und kopfüber zwischen Reifenstapel und Fangzaun liegen bleibt. Er ist unverletzt.
Hockenheim 2001: Luciano Burti (Prost) überschlägt sich
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Hockenheim 2001: Luciano Burti (Prost) überschlägt sich, nachdem er bei Michael Schumacher (Ferrari) ins Heck fährt. Der Brasilianer steigt anschließend in das Ersatzauto und fährt das Rennen nach dem Neustart wieder mit, kommt aber nicht ins Ziel.
Monaco 2022: Mick Schumacher (Haas) verunfallt heftig, sein Auto wird in zwei Teile gerissen
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Monaco 2022: Mick Schumacher (Haas) schlägt in der 27. Runde des Rennens heftig in die Begrenzung ein. Das Auto wird dabei in zwei Teile gerissen, die Unfallstelle gleicht einem Trümmerfeld. Rennunterbrechung! Schumacher bleibt unverletzt.
Kanada 2007: Das Wrack des BMW-Sauber von Robert Kubica
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Kanada 2007: Robert Kubica (BMW-Sauber) kracht nahezu ungebremst in eine Betonmauer, überschlägt sich und rutscht quer über die Strecke. Er muss das nächste Rennen in den USA aussetzen. Sein Ersatz damals: Der junge Sebastian Vettel.
Australien 2016: Fernando Alonso sitzt vor seinem zerstörten McLaren
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Australien 2016: Fernando Alonso (McLaren) überschlägt sich spektakulär, sein Wrack bleibt kopfüber im Kiesbett liegen. Der Spanier klettert benommen aus dem Auto, bleibt kurz daneben sitzen – ein Bild mit Symbolcharakter. Alonso bleibt unverletzt.
Felipe Massa fährt mit einem Ferrari geradeaus in die Streckenbegrenzung
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Ungarn 2009: Felipe Massa (Ferrari) bekommt die Sprungfeder des Brawn-Boliden von Rubens Barrichello an den Kopf. Der Brasilianer wird bewusstlos, fährt geradeaus in die Reifenstapel. Er wird schwer verletzt, muss notoperiert werden und fällt für den Rest der Saison aus.
Das Red-Bull-Wrack von Mark Webber nach dem Überschlag in Valencia 2010
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Valencia 2010: Mark Webber (Red Bull) fährt im Zweikampf auf den Lotus von Heikki Kovalainen auf, hebt daraufhin ab und überschlägt sich spektakulär in der Luft. Der Australier knallt heftig in die Reifenstapel, bleibt allerdings unverletzt.
Brasilien 2003: Fernando Alonso (Renault) steigt seinem Crash aus dem zerstörten Boliden
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Brasilien 2003: Fernando Alonso (Renault) knallt im Regenchaos von São Paulo auf einen Reifen, den Mark Webber (Jaguar) kurz zuvor nach einem Unfall verloren hatte. Der Spanier schlägt heftig ein, wirkt benommen. Das Rennen wird abgebrochen.
Monza 2018: Sauber-Pilot Marcus Ericsson überschlägt sich im Formel-1-Training
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Monza 2018: Marcus Ericsson (Sauber) verliert im Freien Training beim Anbremsen auf die erste Schikane die Kontrolle über sein Auto, biegt in die Leitplanken ab und überschlägt sich. Der Schwede steigt selbstständig aus.
  • Sönke Brederlow
    VonSönke Brederlow
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Die Formel 1 bleibt brandgefährlich! Heftige Unfälle sorgten in den letzten Jahren für Schreckmomente und zeigten eindrucksvoll: Triumph und Tragödie liegen dicht beisammen.

Unfälle gehören seit den Anfängen der Formel 1 untrennbar zum Sport. Die Kombination aus enormer Geschwindigkeit, technischer Komplexität und menschlichem Ehrgeiz macht den Reiz, aber auch das Risiko der Königsklasse des Motorsports aus. Trotz stetiger Fortschritte in Sicherheitstechnik, Fahrzeugdesign und Streckeninfrastruktur bleibt die Gefahr allgegenwärtig.

Jeder Formel-1-Fahrer, der in sein Auto steigt, ist sich bewusst, dass er an die Grenzen geht – und manchmal darüber hinaus. In den Anfangsjahren der Formel 1 waren schwere Unfälle beinahe alltäglich. Geringe Sicherheitsstandards, fehlende Auslaufzonen und kaum geschützte Cockpits führten zu tragischen Verlusten. Mit der Zeit wuchs jedoch das Bewusstsein für Sicherheit.

Nach dramatischen Unfällen wie dem Feuerunfall von Niki Lauda 1976 auf dem Nürburgring oder dem tragischen Wochenende von Imola 1994, als Ayrton Senna und Roland Ratzenberger ums Leben kamen, folgten tiefgreifende Reformen. Diese umfassten die Einführung von strengeren Crashtests, optimierten Monocoques aus Kohlefaser und stetig verbesserten Helmen.

Auch die Strecken wurden dank größerer Auslaufzonen und optimierter Barrieren sicherer. Dennoch zeigt die Formel 1 immer wieder, dass absolute Sicherheit eine Illusion bleibt. Spektakuläre Unfälle wie jener von Romain Grosjean 2020 in Bahrain, bei dem das Auto in Flammen aufging, aber der Fahrer dank moderner Sicherheitsvorkehrungen überlebte, verdeutlichen die Bedeutung dieser Entwicklungen.

Das letzte Todesopfer der Formel 1 ist Jules Bianchi, der 2014 beim Großen Preis von Japan verunglückte und 2015 an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. Sein Tod führte zu weiteren Maßnahmen, darunter die Einführung des Halo-Systems, das seither mehrere Leben gerettet hat. Heute gilt die Formel 1 als so sicher wie nie zuvor – doch ein Risiko wird immer bleiben. (SoBre)

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