Keine Rückkehr mehr in den Weltcup

Biathlon-Star Franziska Preuß beendet Karriere nach Olympia

  • VonLuca Hartmann
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Jetzt ist die Entscheidung um Franziska Preuß endgültig gefallen: Deutschlands Biathlon-Star beendet direkt nach dem Massenstart bei Olympia ihre Karriere.

Am Samstag im Massenstart bei Olympia (alle TV-Infos hier) soll es endlich klappen für Franziska Preuß mit der ersehnten Einzelmedaille bei Winterspielen – und das in ihrem letzten Rennen ihrer erfolgreichen Biathlon-Karriere. Preuß wird direkt nach dem Massenstart ihre Laufbahn beenden und nicht mehr in den Weltcup zurückkehren. Das gaben die 31-Jährige und der Deutsche Ski-Verband heute bekannt.

Der Olympia-Massenstart wird das letzte Karriere-Rennen für Biathlon-Star Franziska Preuß.

Noch 12,5 Kilometer Skilanglauf und 20 Schuss – dann ist endgültig Schluss für die Bayerin. Die Gesamtweltcupsiegerin von letzter Saison und zweifache Weltmeisterin verzichtet damit bewusst auf die verbleibenden Weltcupstationen in Kontiolathi, Otepää und das große Saisonfinale in Oslo.

Franziska Preuß beendet Karriere nach Olympia-Massenstart

Preuß blickt auf eine außergewöhnliche Laufbahn zurück: sechs Weltcup-Einzelsiege, zwei olympische Bronzemedaillen in der Staffel, elf WM-Medaillen inklusive zweier Weltmeistertitel. „Wenn ich heute auf meine Karriere zurückblicke, dann fühlt sich das einfach nur unglaublich an. Es war eine wahnsinnig spannende Zeit mit ganz vielen besonderen Momenten“, wird Preuß zitiert.

Immer wieder mussten die Fans dabei auch um ihre Gesundheit bangen. „Natürlich gab es auch Rückschläge. Gerade gesundheitlich musste ich immer wieder kämpfen“, sagte Preuß. Die vergangene Saison mit dem Gesamtweltcupsieg habe ihr noch einmal gezeigt, „was möglich ist, wenn ich gesund bleibe“.

Von Pechstein bis Preuß: Deutschlands Olympia-Fahnenträger zwischen Vergangenheit und Zukunft

Die olympischen Spiele 2026 in Mailand/Cortina werfen ihren Schatten voraus. Die große Eröffnungszeremonie findet am 6. Februar 2026 im Milano San Siro Olympic Stadium statt.
Die olympischen Spiele 2026 in Mailand/Cortina werfen ihren Schatten voraus. Die große Eröffnungszeremonie findet am 6. Februar 2026 im Milano San Siro Olympic Stadium statt.  © Mickael Chavet via www.imago-images.de
Die große Frage vor den Spielen, welche bislang ungeklärt ist, bleibt, wer die deutsche Fahne trägt. Seit einigen Jahren wählt Deutschland jeweils einen Sportler und eine Sportlerin aus. Hier sind die möglichen Kandidaten und Kandidatinnen als auch die ehemaligen Fahnenträgerinnen und Fahnenträger.
Die große Frage vor den Spielen, welche bislang ungeklärt ist, bleibt, wer die deutsche Fahne trägt. Seit einigen Jahren wählt Deutschland jeweils einen Sportler und eine Sportlerin aus. Hier sind die möglichen Kandidaten und Kandidatinnen als auch die ehemaligen Fahnenträgerinnen und Fahnenträger. © Mickael Chavet via www.imago-images.de
Möglicher Kandidat ist Vinzenz Geiger als zweimaliger Olympiasieger (Team-Gold 2018, Einzel-Gold 2022) und Gesamtweltcupsieger 2024/25. Als Fahnenträger würde er eine traditionsreiche Wintersportart repräsentieren, die nach der IOC-Streichung der Frauen-Kombination um ihr olympisches Überleben kämpft.
Möglicher Kandidat ist der Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger als zweimaliger Olympiasieger (Team-Gold 2018, Einzel-Gold 2022) und Gesamtweltcupsieger 2024/25. Als Fahnenträger würde er eine traditionsreiche Wintersportart repräsentieren, die nach der IOC-Streichung der Frauen-Kombination um ihr olympisches Überleben kämpft. © IMAGO/JULIA PIATKOWSKA
Johannes Lochner hat sich als ernsthafter Konkurrent von Francesco Friedrich etabliert und bereits das dritte Weltcup-Rennen der olympischen Saison 2025/26 gewonnen. Der Vizeweltmeister holte 2022 in Peking sowohl im Zweier- als auch im Viererbob jeweils Silber hinter Friedrich und kann 2026 durchaus um Gold mitfahren. Da Friedrich schon Fahnenträger war, kommt dieses Mal auch Lochner in die enge Auswahl.
Johannes Lochner hat sich als ernsthafter Konkurrent von Francesco Friedrich etabliert und bereits das dritte Weltcup-Rennen der olympischen Saison 2025/26 gewonnen. Der Vizeweltmeister holte 2022 in Peking sowohl im Zweier- als auch im Viererbob jeweils Silber hinter Friedrich und kann 2026 durchaus um Gold mitfahren. Da Friedrich schon Fahnenträger war, kommt dieses Mal auch Lochner in die enge Auswahl. © IMAGO/Oryk HAIST
Max Langenhan (Rodeln) hat die deutsche Dominanz von Felix Loch übernommen - der 26-Jährige ist zweimaliger Weltmeister und Gesamtweltcupsieger und gilt als Gold-Favorit 2026. Da Loch, der bei seinem letzten Olympia-Auftritt wohl nicht erneut die Fahne tragen wird, keine Option ist, könnte Langenhahn der Fahnenträger werden.
Max Langenhan (Rodeln) hat die deutsche Dominanz von Felix Loch übernommen - der 26-Jährige ist zweimaliger Weltmeister und Gesamtweltcupsieger und gilt als Gold-Favorit 2026. Da Loch, der bei seinem letzten Olympia-Auftritt wohl nicht erneut die Fahne tragen wird, keine Option ist, könnte Langenhahn der Fahnenträger werden. © Eibner/Memmler via www.imago-images.de
Franziska Preuß hat sich 2024/25 als erste Deutsche seit Laura Dahlmeier (2017) den Biathlon-Gesamtweltcup gesichert und gilt als heißeste deutsche Medaillenkandidatin für 2026. Die 31-Jährige gewann zusätzlich WM-Gold in der Verfolgung 2025. Eine wohl geeignete Kandidatin für das Tragen der deutschen Fahne.
Franziska Preuß hat sich 2024/25 als erste Deutsche seit Laura Dahlmeier (2017) den Biathlon-Gesamtweltcup gesichert und gilt als heißeste deutsche Medaillenkandidatin für 2026. Die 31-Jährige gewann zusätzlich WM-Gold in der Verfolgung 2025. Eine wohl geeignete Kandidatin für das Tragen der deutschen Fahne. © IMAGO/Terje Pedersen
Lena Dürr (Ski Alpin) zeigt sich pünktlich zur Olympia-Saison in Topform, mit einem zweiten Platz im Slalom von Copper Mountain und einem starken Riesenslalom könnte sie plötzlich Medaillenkandidatin in zwei Disziplinen werden. Und auch eine gute Kandidatin für die Fahne bei Olympia 2026.
Lena Dürr (Ski Alpin) zeigt sich pünktlich zur Olympia-Saison in Topform, mit einem zweiten Platz im Slalom von Copper Mountain und einem starken Riesenslalom könnte sie plötzlich Medaillenkandidatin in zwei Disziplinen werden. Und auch eine gute Kandidatin für die Fahne bei Olympia 2026. © IMAGO/Michael Madrid
Laura Nolte (Bob) geht als amtierende Weltmeisterin und Olympiasiegerin in die Saison und bildet mit Anschieberin Deborah Levi ein äußerst eingespieltes Gespann. Damit ist sie auch eine große Kandidatin als Fahnenträgerin.
Laura Nolte (Bob) geht als amtierende Weltmeisterin und Olympiasiegerin in die Saison und bildet mit Anschieberin Deborah Levi ein äußerst eingespieltes Gespann. Damit ist sie auch eine große Kandidatin als Fahnenträgerin. © IMAGO
Claudia Pechstein ist mit fünf Olympiasiegen und neun Olympiamedaillen eine der erfolgreichsten Winter-Olympionikinnen Deutschlands. Gemeinsam mit Francesco Friedrich, einem der erfolgreichsten Bobfahrer der Gegenwart, mit vier Olympiasiegen und elf Weltmeistertiteln, trug sie die Fahne bei den vergangenen Winterspielen in Peking.
Claudia Pechstein ist mit fünf Olympiasiegen und neun Olympiamedaillen eine der erfolgreichsten Winter-Olympionikinnen Deutschlands. Gemeinsam mit Francesco Friedrich, einem der erfolgreichsten Bobfahrer der Gegenwart, mit vier Olympiasiegen und elf Weltmeistertiteln, trug sie die Fahne bei den vergangenen Winterspielen in Peking. © MAXIM THORE via www.imago-images.de
2018 in Pyeongchang trug Eric Frenzel die Fahne. Dieser wurde 2014 in Sotschi Olympiasieger in der Nordischen Kombination und krönte damit seine außergewöhnliche Karriere, die ihn auch zu mehreren Weltmeistertiteln führte.
2018 in Pyeongchang trug Eric Frenzel die Fahne. Dieser wurde 2014 in Sotschi Olympiasieger in der Nordischen Kombination und krönte damit seine außergewöhnliche Karriere, die ihn auch zu mehreren Weltmeistertiteln führte. © Copyright: xzhukovskyx via imago
Neben Frenzel trug auch Christian Ehrhoff die deutsche Fahne in Pyeongchang, allerdings bei der Abschlussfeier. Der Eishockeyspieler spielte über 800 Spiele in der NHL und mehr als 300 in der DEL und war einer der wenigen deutschen Verteidiger, die sich in der besten Eishockeyliga der Welt etablieren konnten. Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang führte er das deutsche Eishockeyteam zur Silbermedaille - dem größten Erfolg in der Geschichte des deutschen Eishockeys.
Neben Frenzel trug auch Christian Ehrhoff die deutsche Fahne in Pyeongchang, allerdings bei der Abschlussfeier. Der Eishockeyspieler spielte über 800 Spiele in der NHL und mehr als 300 in der DEL und war einer der wenigen deutschen Verteidiger, die sich in der besten Eishockeyliga der Welt etablieren konnten. Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang führte er das deutsche Eishockeyteam zur Silbermedaille - dem größten Erfolg in der Geschichte des deutschen Eishockeys. © Peter Hartenfelser
Maria Höfl-Riesch trug die Fahne 2014 in Sotschi. Sie gewann drei olympische Goldmedaillen - zwei 2010 in Vancouver (Super-Kombination und Slalom) sowie eine 2014 in Sotschi (Super-Kombination) - und wurde zweimal Weltmeisterin. Die ehemalige Hauptwachtmeisterin der Bundeszollverwaltung holte zudem 2010/11 den Gesamtweltcup und etablierte sich als eine der vielseitigsten Skifahrerinnen ihrer Generation.
Maria Höfl-Riesch trug die Fahne 2014 in Sotschi. Sie gewann drei olympische Goldmedaillen - zwei 2010 in Vancouver (Super-Kombination und Slalom) sowie eine 2014 in Sotschi (Super-Kombination) - und wurde zweimal Weltmeisterin. Die ehemalige Hauptwachtmeisterin der Bundeszollverwaltung holte zudem 2010/11 den Gesamtweltcup und etablierte sich als eine der vielseitigsten Skifahrerinnen ihrer Generation. © imago sportfotodienst
Felix Loch durfte 2014 bei der Abschlussfeier in Sotschi die Fahne tragen. Er gewann 2008 mit nur 18 Jahren seinen ersten Weltmeistertitel und ist bis heute der jüngste Rennrodel-Weltmeister der Geschichte. Der gebürtige Sonneberger, der bereits im Alter von fünf Jahren von seinem Vater Norbert zur Rodelrennbahn mitgenommen wurde, etablierte sich sowohl im Einsitzer als auch im Team als einer der erfolgreichsten deutschen Rodleraller Zeiten.
Felix Loch durfte 2014 bei der Abschlussfeier in Sotschi die Fahne tragen. Er gewann 2008 mit nur 18 Jahren seinen ersten Weltmeistertitel und ist bis heute der jüngste Rennrodel-Weltmeister der Geschichte. Der gebürtige Sonneberger, der bereits im Alter von fünf Jahren von seinem Vater Norbert zur Rodelrennbahn mitgenommen wurde, etablierte sich sowohl im Einsitzer als auch im Team als einer der erfolgreichsten deutschen Rodler aller Zeiten. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Oliver Kremer
Andre Lange ist mit vier Olympiasiegen, acht Weltmeistertiteln und acht Europameistertiteln einer der erfolgreichsten Bobfahrer aller Zeiten. Bei seinen letzten Olympischen Spielen 2010 in Vancouver wurde er als Würdigung seiner prestigeträchtigen Laufbahn zum Fahnenträger ernannt und gewann noch einmal Gold im Zweierbob sowie Silber im Viererbob
Andre Lange ist mit vier Olympiasiegen, acht Weltmeistertiteln und acht Europameistertiteln einer der erfolgreichsten Bobfahrer aller Zeiten. Bei seinen letzten Olympischen Spielen 2010 in Vancouver wurde er als Würdigung seiner prestigeträchtigen Laufbahn zum Fahnenträger ernannt und gewann noch einmal Gold im Zweierbob sowie Silber im Viererbob © imago sportfoto
Magdalena Neuner wurde bei ihrer ersten und einzigen Olympiateilnahme 2010 in Vancouver zur erfolgreichsten deutschen Athletin der Spiele mit zwei Gold- und einer Silbermedaille. Außerdem trug sie auch die Fahne. Die jüngste Dreifachweltmeisterin der Biathlon-Geschichte beendete ihre Karriere bereits 2012 im Alter von nur 25 Jahren auf dem absoluten Höhepunkt.
Magdalena Neuner wurde bei ihrer ersten und einzigen Olympiateilnahme 2010 in Vancouver zur erfolgreichsten deutschen Athletin der Spiele mit zwei Gold- und einer Silbermedaille. Außerdem trug sie auch die Fahne. Die jüngste Dreifachweltmeisterin der Biathlon-Geschichte beendete ihre Karriere bereits 2012 im Alter von nur 25 Jahren auf dem absoluten Höhepunkt. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Kati Wilhelm, die ursprünglich als Langläuferin startete und 1999 zum Biathlon wechselte, sammelte in ihrer Karriere insgesamt sieben Olympiamedaillen und durfte in Turin die Fahne tragen. Bei ihren dritten Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gewann sie mit der Staffel ihre siebte und letzte Olympiamedaille (Bronze) und setzte damit einen würdigen Schlusspunkt unter ihre Karriere.
Kati Wilhelm, die ursprünglich als Langläuferin startete und 1999 zum Biathlon wechselte, sammelte in ihrer Karriere insgesamt sieben Olympiamedaillen und durfte in Turin 2006 die Fahne tragen. Bei ihren dritten Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gewann sie mit der Staffel ihre siebte und letzte Olympiamedaille (Bronze) und setzte damit einen würdigen Schlusspunkt unter ihre Karriere. © Imago
Claudia Pechstein ist mit fünf Olympiasiegen und neun Olympiamedaillen eine der erfolgreichsten Winter-Olympionikinnen Deutschlands und hält den Rekord als einzige dreimalige Fahnenträgerin bei Winterspielen. Auch 2006 in Turin durfte sie die Fahne tragen. Die 53-jährige Eisschnellläuferin beendete 2025 ihre außergewöhnliche Karriere, nachdem sie über drei Jahrzehnte die deutsche Wintersportszene geprägt hatte.
Claudia Pechstein ist mit fünf Olympiasiegen und neun Olympiamedaillen eine der erfolgreichsten Winter-Olympionikinnen Deutschlands und hält den Rekord als einzige dreimalige Fahnenträgerin bei Winterspielen. Auch 2006 in Turin durfte sie die Fahne tragen. Die 53-jährige Eisschnellläuferin beendete 2025 ihre außergewöhnliche Karriere, nachdem sie über drei Jahrzehnte die deutsche Wintersportszene geprägt hatte. © Imago
Die „Wilde Hilde“ aus dem bayerischen Lenggries feierte ihren größten Erfolg bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano, als sie sich im Slalom zur Olympiasiegerin krönte. 2002 in Salt Lake City trug sie auch die deutsche Fahne. Trotz schwerer Verletzungen entwickelte sich die vielseitige Fahrerin zur festen Größe in der Weltspitze und prägte den deutschen Skisport nachhaltig.
Die „Wilde Hilde“ aus dem bayerischen Lenggries feierte ihren größten Erfolg bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano, als sie sich im Slalom zur Olympiasiegerin krönte. 2002 in Salt Lake City trug sie auch die deutsche Fahne. Trotz schwerer Verletzungen entwickelte sich die vielseitige Fahrerin zur festen Größe in der Weltspitze und prägte den deutschen Skisport nachhaltig. © Imago
1998 in Nagano dufte Claudia Pechstein erstmals die deutsche Fahne tragen.
1998 in Nagano dufte Claudia Pechstein erstmals die deutsche Fahne tragen. © Imago
Uschi Disl ist als Olympiasiegerin, achtfache Weltmeisterin und 30-fache Weltcupsiegerin eine der erfolgreichsten Biathletinnen der deutschen Geschichte. Ihren Karrierehöhepunkt erlebte sie 2005 bei der WM in Hochfilzen, wo sie innerhalb von 24 Stunden zweimal Weltmeisterin wurde und dafür als „Sportlerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde. 1994 in Lillehammer wurde ihr die Ehre der Fahnenträgerin übergeben.
Uschi Disl ist als Olympiasiegerin, achtfache Weltmeisterin und 30-fache Weltcupsiegerin eine der erfolgreichsten Biathletinnen der deutschen Geschichte. Ihren Karrierehöhepunkt erlebte sie 2005 bei der WM in Hochfilzen, wo sie innerhalb von 24 Stunden zweimal Weltmeisterin wurde und dafür als „Sportlerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde. 1994 in Lillehammer wurde ihr die Ehre der Fahnenträgerin übergeben. © imago sportfotodienst
1992 in Albertville war Gunda Niemann die erste Fahnenträgerin des wiedervereinigten Deutschlands bei Winterspielen und läutete damit eine neue Ära ein. Die Eisschnellläuferin etablierte sich als eine der prägenden Figuren des deutschen Wintersports in den 1990er Jahren.
1992 in Albertville war Gunda Niemann die erste Fahnenträgerin des wiedervereinigten Deutschlands bei Winterspielen und läutete damit eine neue Ära ein. Die Eisschnellläuferin etablierte sich als eine der prägenden Figuren des deutschen Wintersports in den 1990er Jahren. © imago sportfotodienst
Die Bundesrepublik Deutschland stellte während der 20-jährigen Teilungsperiode sechs verschiedene Fahnenträger bei Olympischen Winterspielen. Hans Plenk aus Berchtesgaden eröffnete 1968 in Grenoble als Rodler die BRD-Fahnenträger-Ära. Es folgte Walter Demel (1972, Skilanglauf), der die westdeutsche Langlauftradition repräsentierte. Wolfgang Zimmerer führte 1976 als Bobfahrer aus Ohlstadt die Mannschaft an, gefolgt von Urban Hettich (1980), einem Nordischen Kombinierer, hier im Bild, aus dem Schwarzwald.
Die Bundesrepublik Deutschland stellte während der 20-jährigen Teilungsperiode sechs verschiedene Fahnenträger bei Olympischen Winterspielen. Hans Plenk aus Berchtesgaden eröffnete 1968 in Grenoble als Rodler die BRD-Fahnenträger-Ära. Es folgte Walter Demel (1972, Skilanglauf), der die westdeutsche Langlauftradition repräsentierte. Wolfgang Zimmerer führte 1976 als Bobfahrer aus Ohlstadt die Mannschaft an, gefolgt von Urban Hettich (1980), einem Nordischen Kombinierer, hier im Bild, aus dem Schwarzwald. © imago sportfotodienst
Einen historischen Meilenstein setzte Monika Holzner-Pflug 1984 in Sarajevo als erste weibliche BRD-Fahnenträgerin - die Eisschnellläuferin aus Inzell durchbrach damit die reine Männerdomäne. Den Abschluss bildete Peter Angerer, hier im Bild, 1988 in Calgary, ein erfolgreicher Biathlet, der später olympisches Gold gewann.
Einen historischen Meilenstein setzte Monika Holzner-Pflug 1984 in Sarajevo als erste weibliche BRD-Fahnenträgerin - die Eisschnellläuferin aus Inzell durchbrach damit die reine Männerdomäne. Den Abschluss bildete Peter Angerer, hier im Bild, 1988 in Calgary, ein erfolgreicher Biathlet, der später olympisches Gold gewann. © via www.imago-images.de
Die Deutsche Demokratische Republik präsentierte während der Teilungszeit ebenfalls sechs Fahnenträger, die das systematische und erfolgreiche Wintersportsystem der DDR verkörperten. Thomas Köhler, hier im Bild, aus Oberwiesenthal startete 1968 in Grenoble als Rodler die DDR-Fahnenträger-Geschichte. Klaus Bonsack setzte 1972 die Rodeltradition aus demselben Wintersportzentrum fort.
Die Deutsche Demokratische Republik präsentierte während der Teilungszeit ebenfalls sechs Fahnenträger, die das systematische und erfolgreiche Wintersportsystem der DDR verkörperten. Thomas Köhler, hier im Bild, aus Oberwiesenthal startete 1968 in Grenoble als Rodler die DDR-Fahnenträger-Geschichte. Klaus Bonsack setzte 1972 die Rodeltradition aus demselben Wintersportzentrum fort. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Meinhard Nehmer repräsentierte 1976 als Bobfahrer aus Oberhof die DDR-Bobhochburg, während Jan Hoffmann 1980 als Eiskunstläufer aus Chemnitz die künstlerische Seite des DDR-Wintersports verkörperte. Frank Ullrich, hier im Bild, führte 1984 als Biathlet aus Oberhof die Mannschaft an, bevor Frank-Peter Roetsch 1988 in Calgary als letzter DDR-Fahnenträger die Ära beendete - ebenfalls ein Biathlet aus Zinnwald.
Meinhard Nehmer repräsentierte 1976 als Bobfahrer aus Oberhof die DDR-Bobhochburg, während Jan Hoffmann 1980 als Eiskunstläufer aus Chemnitz die künstlerische Seite des DDR-Wintersports verkörperte. Frank Ullrich, hier im Bild, führte 1984 als Biathlet aus Oberhof die Mannschaft an, bevor Frank-Peter Roetsch 1988 in Calgary als letzter DDR-Fahnenträger die Ära beendete - ebenfalls ein Biathlet aus Zinnwald. © imago sportfotodienst

Die Olympischen Spiele in Antholz verliefen für die Bayerin allerdings überhaupt nicht nach Plan. Sie holte lediglich Bronze mit der Mixed-Staffel. Im Staffelrennen der Frauen schoss sie sogar eine Strafrunde, sie sprach anschließend offen von einem „Blackout“. Die erhoffte erste olympische Einzelmedaille blieb zuvor aus. Der Massenstart am Samstag ist nun ihre allerletzte Chance, diese Lücke in ihrer beeindruckenden Titelsammlung doch noch zu schließen.

„Ich spüre nach so vielen Jahren im Leistungssport, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen“, erklärte Preuß. Derzeit könne sie die nötigen hundert Prozent für weitere Weltcupstationen nicht mehr aufbringen. Ob sie zum Finale nach Oslo reist, um sich von Kolleginnen und Fans zu verabschieden, lässt sie offen – starten werde sie dort aber definitiv nicht mehr.

DSV-Sportdirektor Felix Bitterling würdigte Preuß als „Leaderin“ der deutschen Mannschaft: „Nicht durch große Worte, sondern durch Leistung.“ Man könne ihr nur zu einer großartigen Karriere gratulieren, gespickt mit Erfolgen, und das trotz aller gesundheitlichen Rückschläge. Den Sieg im Gesamtweltcup bezeichnete er als „absolutes Qualitätsmerkmal“ der Sportart, weil er zeige, wer über eine komplette Saison die beste Athletin sei. (LuHa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fotostand / Hettich

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