Kind und Mama spielen auf einem Klettergerüst
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Ein „Ja-Tag“ in den Ferien bringt Kinderaugen zum Strahlen.

Kind ist König

Der „Ja-Tag“-Trend sorgt für unvergessliche Erlebnisse in den Sommerferien

  • Sarah Diedenhoven
    VonSarah Diedenhoven
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Einen ganzen Ferien-Tag über alles bestimmen dürfen? Der „Ja-Tag“-Trend macht das möglich und geht im Netz durch die Decke.

Die Idee ist einfach: Einen ganzen Tag lang sagen die Eltern „Ja“ zu allem, was ihre Kinder möchten. Von ungewöhnlichen Essenswünschen über spontane Ausflüge bis hin zu verrückten Spielideen – an diesem Tag sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

An „Ja-Tagen“ sind die Kinder König

Der Trend sogenannter „Yes-Days“ oder auf Deutsch „Ja-Tage“ begeistert Eltern und Kinder in den sozialen Medien. An diesem Tag darf das Kind (oder die Geschwister gemeinsam) alles aussuchen und die Eltern müssen zu allem „Ja“ sagen. Ein ähnliches Prinzip, wie die „Ja-Schublade“, die mittlerweile viele Familien nutzen. In unzähligen Videos auf TikTok berichten Eltern, welche Wünsche und Forderungen die Kleinen so gestellt haben. Die funkelnden Kinderaugen zeugen vom Erfolg dieses besonderen Tages.

Von Klassikern bis modernen Lieblingen: Die zehn schönsten Kinderbuch-Verfilmungen aller Zeiten

Szene aus „Rico, Oskar und die Tieferschatten“
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (2014): Die Geschichte folgt dem zehnjährigen Rico, der sich selbst als „tiefbegabt“ bezeichnet, und seinem hochbegabten Freund Oskar. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach einem Kindesentführer in Berlin. Dabei überwinden sie nicht nur ihre eigenen Ängste, sondern erleben auch, wie stark ihre Freundschaft ist. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Andreas Steinhöfel, das 2009 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. ©  picture alliance/dpa | Twentieth Century Fox
„Ronja Räubertochter“ (1985)
„Ronja Räubertochter“ (1985): Die schwedische Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Astrid Lindgren erzählt die Geschichte von Ronja, der Tochter eines Räuberhauptmanns, die in einer Burg im tiefen Wald aufwächst. Gemeinsam mit ihrem Freund Birk, dem Sohn eines rivalisierenden Räuberhauptmanns, entdeckt sie die Geheimnisse und Gefahren des Waldes. Der Film beeindruckt durch tolle Naturaufnahmen und die kraftvolle Darstellung von Freundschaft und Mut. © United Archives/Imago
Szene aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“
„Harry Potter und der Stein der Weisen“ (2001): Der Waisenjunge Harry Potter erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er ein Zauberer ist. Er kommt auf die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, wo er neue Freunde findet und lernt, mit seinen magischen Fähigkeiten umzugehen. Die sieben Bücher von Joanne K. Rowling wurden in insgesamt acht Filmen auf die große Leinwand gebracht und machten das Trio Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson weltberühmt. © picture alliance/dpa | Dpa-Film Warner
Szene aus „Pünktchen und Anton“
„Pünktchen und Anton“ (1999): Ein warmherziger Film über Freundschaft, Einsamkeit und Kindsein, basierend auf dem Kinderbuchklassiker von Erich Kästner. Luise, genannt Pünktchen, stammt aus einer wohlhabenden Familie, ist aber unglücklich, da ihre Eltern wenig Zeit für sie haben. Eines Tages trifft sie Anton, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt und seiner kranken Mutter helfen muss, Geld zu verdienen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft freunden sich die beiden Kinder an und erleben spannende Abenteuer zusammen. © United Archives/Imago
Szene aus „Paddington"
„Paddington“ (2014): Bereits 1958 erfand der britische Schriftsteller Michael Bond die Figur des tapsigen Bären, der nach dem gleichnamigen Bahnhof in London benannt ist. Die Verfilmung von 2014 folgt Paddington, wie er seine Heimat Peru verlässt und in die britische Hauptstadt reist. Dort wird er von der Familie Brown aufgenommen und erlebt allerlei lustige Abenteuer.  © picture alliance/dpa | Laurie Sparham
Szene aus „Das fliegende Klassenzimmer“
„Das fliegende Klassenzimmer“ (2003): Auch dieser Film nimmt sich eine Buchvorlage von Erich Kästner zum Vorbild und interpretiert sie relativ frei. Die Geschichte spielt im Internat des berühmten Thomanerchors in Leipzig und folgt einer Gruppe von Schülern, die das Stück „Das fliegende Klassenzimmer“ einstudieren. Die Proben schweißen die Schüler zusammen, doch gleichzeitig kommt es zu Spannungen mit den sogenannten „Externen“, den städtischen Jugendlichen. © United Archives/Imago
Szene aus „Die kleine Hexe"
„Die kleine Hexe“ (2018): Diese deutsche Produktion brachte den Charme von Otfried Preußlers beliebtem Kinderbuch auf die große Leinwand. Mit liebevoll gestalteten Kulissen und Kostümen wurde die Geschichte der kleinen Hexe (gespielt von Karoline Herfurth) lebendig. Auch der sprechende Rabe Abraxas durfte in der Verfilmung natürlich nicht fehlen. © picture alliance/Studiocanal GmbH/Claussen+Putz Film/dpa | Walter Wehner
Szene aus „Die Schule der magischen Tiere"
„Die Schule der magischen Tiere“ (2021): Stolze 14 Bände der erfolgreichen Bestsellerreihe von Margit Auer sind bereits erschienen. Vor drei Jahren kam dann auch die Filmadaption heraus. Und darum geht’s: Ida zieht mit ihrer Familie in eine neue Stadt und kommt auf die Wintersteinschule. Dort findet sie zunächst keinen Anschluss – bis die Schüler über eine neue Lehrerin magische Tiere bekommen.  © Leonine/Wolfgang Aichholzer/dpa
Verfilmung von „Die unendliche Geschichte"
„Die unendliche Geschichte“ (1984): Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Ende und gilt als einer der besten Kinderfilme aller Zeiten. Die Geschichte handelt von dem Jungen Bastian, der in die magische Welt von Phantásien hineingezogen wird. Dort muss er dem jungen Atreju helfen, das Nichts zu besiegen und die Welt zu retten. © dpa
Szene aus „Das Dschungelbuch"
„Das Dschungelbuch“ (1967): Wer erinnert sich nicht an berühmte Disney-Songs wie „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ oder „Ich wäre gern wie du“? Der Animationsfilm aus den 60er Jahren hat auch heute noch Kultstatus. Grund dafür ist die gelungene Übersetzung vom Englischen ins Deutsche. Der Film basiert auf der Buchvorlage von Rudyard Kipling. © Film Buena Vista/dpa

Speziell für Familien, die sich keinen Urlaub leisten können, ist der „Ja-Tag“ eine wundervolle Gelegenheit, den Kindern unvergessliche Ferienmomente zu bescheren. Mit kostenlosen Ausflugsideen für die Sommerferien bleibt außerdem mehr Geld für ein schönes Familienessen oder ein kleines Andenken an den besonderen Tag übrig.

Regeln für den „Ja-Tag“

Bevor der „Ja-Tag“ beginnt, sollten ein paar Regeln festgelegt werden. Zum Beispiel ein paar Sicherheitsaspekte. Das bedeutet, dass die Eltern nicht „Ja“ sagen müssen, wenn das Kind gefährliche Forderungen stellt, wie die Bitte vom Klettergerüst zu springen. Eventuell ist auch ein zeitlicher Rahmen sinnvoll, damit trotzdem die routinemäßige Schlafenszeit eingehalten wird. Zu dem Wunsch heute mal eine Stunde länger aufzubleiben oder ausnahmsweise noch einen Film zu schauen, dürfen Eltern natürlich trotzdem „Ja“ sagen. Der Schlafbedarf der Kinder kann in den Ferien zum Glück nachgeholt werden.

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Budget für den „Ja-Tag“ festlegen

Auch eine finanzielle Grenze oder ein vorgegebenes Budget, das nicht überschritten werden darf, ist sinnvoll. So umgehen Eltern übertriebene Wünsche, wie den Tag im Disneyland zu verbringen. Zur Überraschung vieler Eltern bleiben die Kinder aber mit ihren Wünschen sehr bescheiden, wie die Videos auf TikTok zeigen. Süßigkeiten zum Frühstück sind dabei scheinbar eine der beliebtesten Forderungen, sowie eine kleine Shopping-Tour durch den Spielwarenladen. Wünsche nach gemeinsamen Unternehmung wie Bowling oder Töpfern zeigen, worum es den Kindern wirklich geht: Quality-Time als Familie zu verbringen.