Kinder spielen im Sommer an einem Kneipp-Becken
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Diese Sommer-Aktivitäten kosten keinen Cent. (Symbolbild)

Spaß für das kleinste Budget

Zehn kostenlose Aktivitäten mit Kindern in den Sommerferien

  • Sarah Diedenhoven
    VonSarah Diedenhoven
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Die langersehnten Sommerferien sind da und die Kids wollen täglich ein neues Abenteuer. Hier sind unsere liebsten Aktivitäten, für die es keinen Cent braucht.

Ein Besuch im Zoo, ein Ausflug zum Indoor-Spielplatz morgen und danach noch ein Kinobesuch? Die Sommerferien können mit Kindern schnell teuer werden. Dabei können sich viele Familien nicht mal mehr eine Woche Urlaub leisten. Glücklicherweise müssen nicht alle Alltags-Abenteuer Geld kosten.

Kostenlose Ausflugs-Ideen mit Kindern in den Sommerferien

Für Kinder gibt es nichts Schöneres wie sechs lange Wochen ohne Schule. Die Eltern dagegen müssen irgendwie die Sommerferien überbrücken. Dann heißt es jeden Morgen erneut „Mama, wo gehen wir heute hin?“, wie unsere Kolumnistin Nadja sich leidig an das letzte Jahr erinnert. Damit Eltern diesen Sommer auch ohne Ferien-Burnout überleben, kommen hier unsere zehn liebsten Ideen, was man mit Kindern in den Ferien unternehmen kann – ganz ohne den Geldbeutel zu sprengen.

Geocaching: Die Schatzsuche 2.0

Geocaching ist ein echter Insidertipp, besonders für Familien mit großen Geschwisterkindern. Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche. Alles, was Eltern dafür benötigen, ist ein Smartphone, die kostenfreie Geocaching-App und Kinder, die nicht unbedingt lauf-faul sind. Die meisten Schätze sind nämlich in Wäldern, auf Wiesen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten versteckt und müssen zu Fuß aufgespürt werden. Ältere Kinder übernehmen gerne selbst die Navigation per Smartphone. Für kleinere Kinder können Eltern zusätzlich eine Schatzkarte zeichnen, ganz wie für echte Piraten.

In den Sommerferien im eigenen Garten zelten

Ein ganz besonderes Erlebnis für die Sommerferien ist Camping für Kinder. Zumindest bis es Zeit zum Schlafen wird und die Kleinen doch lieber in ihr eigenes Bett kriechen möchten. Wer das Zelt im eigenen Garten statt auf einem Campingplatz aufstellt, spart nicht nur Geld, sondern kann die Kinder auch schnell wieder ins Haus bringen, wenn es nötig wird. Für die richtige Camping-Atmosphäre am Abend dürfen ein Lagerfeuer und das obligatorische Stockbrot natürlich nicht fehlen.

Kostenloser Besuch auf dem Lebenshof

Kinder lieben es, Tiere zu beobachten und im Streichelzoo zu füttern. Die Eintrittspreise für Zoos und Tierparks können jedoch recht hoch sein, insbesondere für Familien mit mehreren Kindern. Eine gute Alternative ist der Besuch eines sogenannten Lebenshofes oder Gnadenhofes. Hier gibt es zwar keine Tiger und Eisbären, aber glückliche Esel, Schweine und alle Tiere, die hier friedlich ihren Lebensabend verbringen dürfen. Viele Höfe verlangen keinen Eintritt und bitten stattdessen nur um eine kleine Spende.

Im Sommer den Wald entdecken

Sogar ein einfacher Waldspaziergang kann mit Kindern in den Sommerferien zu einem echten Abenteuer werden. Damit die Kleinen am Wegesrand auf Entdeckungsreise gehen können, benötigt man nur einen leeren Eierkarton und einige bunte, ungiftige Fingerfarben. Jede Mulde des Eierkartons wird von den Kindern mit einer anderen Farbe bemalt. Während des Spaziergangs versuchen die Kinder dann, zu jeder Farbe ein passendes Fundstück in der Natur zu finden und im Karton zu sammeln. Ein genialer Tipp, um auch kleine Stubenhocker nach draußen zu locken!

Ein buntes Sommer-Picknick mit der Familie

An Badeseen gibt es oft nur überteuertes Eis und lauwarme Getränke. Wir packen daher lieber unsere eigenen Lieblingssnacks ein und genießen ein Picknick im Freien. Unser Rezept für selbstgemachtes Wassereis kommt sogar ganz ohne Zucker aus. Bei schlechtem Wetter kann die Picknickdecke einfach im Wohnzimmer ausgebreitet und im Haus geschlemmt werden!

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Bunte Drachen steigen lassen

Drachen steigen klappt nicht nur im Urlaub am Nordsee-Strand, auch zu Hause gibt es im Sommer genügend windige Tage. Wer seinen Drachen selbst basteln möchte, hat damit gleich das Vormittagsprogramm der Kinder gesichert. Unser bunter Kinderdrachen aus nur einem Blatt Papier sieht mit seiner Papageien-Form sogar wunderbar sommerlich aus.

Ob genügend Wind weht, um den kleinen Drachen in die Lüfte zu heben, sollten Eltern allerdings im Vorfeld prüfen, damit der Ausflug nicht in Tränen endet. Windprognosen liefern der deutsche Wetterdienst und die gängigen Wetter-Apps auf dem Smartphone.

Mit einer Gratis-Stadtführung neue Ecken entdecken

Die eigene Region kann bei einer Stadtführung ganz neu entdeckt werden. Viele größere Städte bieten sogar kostenlose Führungen an, bei denen am Ende eine kleine Spende hinterlassen werden kann. Wichtig: Diese Stadtrundgänge werden zu Fuß durchgeführt. Eltern sollten also eine Trage oder einen Buggy bereithalten, wenn die kleinen Füße müde werden. Wer es unkomplizierter mag, kann sich an einem Farb-Spaziergang versuchen. Hierbei halten alle die Augen nach einer bestimmten Farbe offen und weisen auf alle Dinge hin, die ihnen über den Weg laufen. So kann jeder seine Heimat nochmal mit ganz neuen Augen entdecken.

Mit neuen Lieblingsbüchen für die Sommerferien eindecken

Möchte dein Kind immer das gleiche Buch lesen? Dann ist es Zeit, in der örtlichen Bücherei neue Lieblingsbücher zu entdecken! Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist die Ausleihe in den meisten Bibliotheken kostenlos.

„Pippi Langstrumpf“ und „Der kleine Prinz“: Die zehn besten Kinderbücher aller Zeiten

Das Cover eines Buchs.
Platz 10: Roald Dahl und Quentin Blake „Matilda“ Ein schlaues Mädchen, welches in eine nicht so schlaue Familie hineingeboren wird. Matilda hat es nicht leicht, auch nicht mit der Schuldirektorin Frau Knüppelkuh. Wäre da nicht die Klassenlehrerin Fräulein Honig. Außerdem entdeckt Matilda ihre Fähigkeiten. © Penguin LLC US
Das Cover eines Buchs.
Platz 9: E.B. White und Garth Williams „Charlotte‘s Web“ (deutsch Wilbur und Charlotte) © Penguin Books Ltd
Das Cover eines Buchs.
Platz 8: A.A. Milne und E.H. Shepard „Winnie-the-Pooh“ (1926) Winnie Puuh und seine Freunde Ferkel, Eule, Tigger und I-Aah erleben zusammen mit Christopher Robin Abenteuer. © Dutton Books for Young Readers
Das Cover eines Buchs.
Platz 7: C.S. Lewis „The Lion, The Witch and the Wardrobe“ (deutsch Der Löwe, die Hexe und der Kleiderschrank, 1950) Die klassische Geschichte hinter Narnia, dem Land hinter der Garderobe.  © Harper Collins Publishers
Das Cover eines Buchs.
Platz 6: Philip Pullman „Der Goldene Kompass“ (1995) „Lyra Belacqua führt ein unbeschwertes, wildes Leben bei den Gelehrten des Jordan College in Oxford. Immer an ihrer Seite ist Pantalaimon, ihr Tierdæmon. Doch mit der Ankunft von Lyras Onkel, dem düsteren Lord Asriel, beginnt für sie ein gefährliches Abenteuer. Denn es gibt geheime Pläne, die Lyras Welt ins Chaos stürzen: Es geht um gestohlene Kinder und verlorene Dæmonen, um Hexenclans und kämpfende Eisbären – und um eine rätselhafte, weltenverändernde Substanz namens Staub...“, schreibt Carlsen.de.  © Carlsen
Das Cover eines Buchs.
Platz 5: J. R. R. Tolkien „Der Hobbit“ (1937) „Es war ein schöner Morgen, als ein alter Mann bei Bilbo anklopfte. »Wir wollen hier keine Abenteuer, vielen Dank«, wimmelte er den ungebetenen Besucher ab. »Überhaupt, wie heißen Sie eigentlich?« - »Ich bin Gandalf«, antwortete dieser. Und damit dämmerte es Bilbo: Das Abenteuer hatte schon begonnen. Vor sechzig Jahren hat Tolkien die Geschichte von Bilbo und dem Drachenschatz für seine Kinder niedergeschrieben. Und seit dieser Zeit ist Bilbos gefährliche Reise ein Klassiker der Kinderliteratur. Sehr zum Verdruß Tolkiens übrigens: Um den Eindruck eines Kinderbuches zu korrigieren, hat er später vielfach Überarbeitungen vorgenommen“, schreibt Klett-Cotta.de. © Klett Cotta
Das Cover eines Buchs.
Platz 4: Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ (1943) „Der Kleine Prinz lebt zusammen mit seiner Rose auf dem Planeten Asteroid B 612 und besucht die Erde. Hier lernt er neben dem Erzähler, der mit seinem Flugzeug in der Wüste notlandete, unter anderem den Fuchs kennen, der ihm das Vertraut-machen erklärt: „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast“. Ein weltbekanntes Buch voller Weisheiten und mit vielen geläufigen Zitaten, wie „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ oder „Das Eigentliche ist unsichtbar“, schreibt der Karl Rauch Verlag auf seiner Homepage.  © Karl Rauch Verlag
Das Cover eines Buchs.
Platz 3: Astrid Lindgren „Pippi Langstrumpf“ (1945) Seit Generationen geistert die Figur „Pippi Langstrumpf“ durch die Kinderzimmer der Welt. Zu dem Buch schreibt Oetinger: „Pippi Langstrumpf ist das stärkste, liebste, lustigste und reichste Mädchen auf der ganzen Welt. Sie wohnt ganz allein in der Villa Kunterbunt mit ihrem Pferd und dem Affen Herrn Nilsson. Und einen großen Koffer voller Goldstücke nennt sie ihr eigen. Im Nachbarhaus wohnen Thomas und Annika, die das Leben viel lustiger finden, seit Pippi eingezogen ist!“ © Oetinger
Das Cover eines Buchs.
Platz 2: Lewis Carroll „Alices Abenteuer im Wunderland“ (Original: Alice‘s Adventures in Wonderland, 1865). „Alice im Wunderland, neugierig und selbstbewusst: Sie läuft einem weißen Kaninchen mit der Uhr hinterher. Sie verfolgt es bis in den Kaninchenbau. Hier landet sie am Eingang zu einer seltsamen Welt. Tief im Inneren der Erde purzelt sie von einem Abenteuer ins andere: es ist das geheimnisvollste, verzaubernd-zauberhafteste aller Kinderbücher, eine niemals auszudeutende Traumreise ins Innere, in die eigenen Träume, Wünsche und Ängste. Und all die wunderbaren Wesen und wilde Kerle, die ihr begegnen, feiern in Jonathan Wolstenholmes Bilderwelt eine fabelhafte Auferstehung: Das Kaninchen in Weiß, mit dem alles anfängt, die ratspendende und rauchende Raupe mit der Wasserpfeife, die Grinsekatze von der nur das Grinsen übrig bleibt, die Hummerquadrille und das Hohe Gericht am Spielkarten-Hof mit dem finale furioso“, beschreibt der Zweitausendeins Verlag auf seiner Homepage. © Zweitausendeins. Der Verlag
Das Cover des Buchs.
Platz 1: Maurice Sendak „Wo die wilden Kerle wohnen“ (Original: Where the Wild Things are) wurde im Original im April 1963 zuerst veröffentlicht. „Die Geschichte vom wilden Max, der von seiner Mutter ohne Essen ins Bett geschickt wird und darauf das Reich der wilden Kerle erobert“, schreibt der Verlag Diogenes zu dem Buch.  © Produktbild Amazon/Diogenes

Dafür benötigt man nur einen Bibliotheksausweis, den Eltern direkt vor Ort beantragen können. Dann können die Kleinen nach Belieben durch die Regale streifen, perfekt für verregnete Ferientage.

Sommerferien sind Bastel-Zeit

Wenn die Regentage anhalten, ist ein Nachmittag für alle sommerlichen Bastel-Ideen ideal. Dafür sind nicht einmal teure Materialien oder aufwändige Bastel-Sets nötig. Mit der richtigen Anleitung können Kinder sogar aus Müll coole Spielzeuge basteln und anschließend ausgiebig testen. Damit ist das Ferienprogramm schon mal für einen halben Tag gesichert.

Am Nachmittag ist dann noch Zeit für coole Experimente aus der Küche. Wie wäre es zum Beispiel mit selbstgemachtem Schleim aus Chiasamen oder DIY-Zaubersand aus Mehl und Babyöl? Damit werden Matschküche und Sandkasten an regnerischen Ferientagen einfach ins Haus geholt!

Einen Sommer-Strauß aus Wiesenblumen pflücken

Nach dem Regen kommt auch wieder die Sonne raus und die Natur blüht auf. Was gibt es dann Schöneres, als auf der Wiese herumzustreifen und einen riesigen Blumenstrauß zu pflücken? Dabei können schon die Kleinsten helfen. Wichtig: Nach dem Wiesen-Bad sollte man unbedingt nach Zeckenbissen bei den Kindern suchen und auch versteckte Stellen wie die Ohren absuchen.

Falls der passende Tipp noch nicht dabei war: Manchmal reichen einfache Ideen wie ein lustiges Outdoorspiel aus, um den Kindern einen schönen Tag zu bereiten!