63-Euro-Ticket

Mit dem Deutschlandticket in den Urlaub: Diese Ziele im Ausland sind 2026 möglich

  • VonSarah Isele
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Mit dem Deutschlandticket endet die Reise nicht immer an der Grenze: Auf ausgewählten Nahverkehrsstrecken erreichst du 2026 auch einige Urlaubsziele im Ausland.

Schon gewusst? Mit dem Deutschlandticket kann man nicht nur mit dem öffentlichen Nahverkehr innerhalb Deutschlands fahren, sondern auf ausgewählten Strecken auch ins Ausland. SÜDWEST24 verrät, wohin dich das Ticket bringt – und worauf Reisende 2026 achten sollten.

Mit dem Deutschlandticket ins Ausland – unsere Liste zeigt Länder, in die du fahren kannst.

Für 63 Euro international unterwegs: Deutschlandticket auch im Ausland gültig

Grundsätzlich kann man mit dem Deutschlandticket deutschlandweit Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen sowie Regionalzüge und S-Bahnen im Nahverkehr nutzen. Fernverkehrszüge wie ICE, IC oder EC sind weiterhin ausgeschlossen – dafür braucht man wie gehabt ein separates Ticket. Und wie sieht es mit Fahrten über die Grenze aus?

Die Antwort lautet: Ja, das ist möglich – allerdings nicht pauschal in jedem Nachbarland und nicht automatisch im gesamten Nahverkehr des Ziellands. Ob das Deutschlandticket im Ausland noch gilt, hängt weniger von geografischen Grenzen ab als von Tarif- und Verbundgrenzen: Einige deutsche Verkehrsverbünde und Nahverkehrsverbindungen reichen bis zu bestimmten Bahnhöfen im benachbarten Ausland. Entscheidend ist deshalb immer die konkrete Strecke und der konkrete Zielbahnhof – nicht nur das Land.

Welche Ziele im Ausland kann man mit dem Deutschlandticket erreichen?

In der Praxis sind Fahrten ins Ausland vor allem in grenznahen Regionen möglich. Häufig genannte Zielländer sind Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Dänemark, Polen und Tschechien – jeweils aber nur auf bestimmten grenzüberschreitenden Nahverkehrsverbindungen und zu ausgewählten Bahnhöfen.

Wichtig: Nicht jede Verbindung, die „irgendwie Richtung Ausland“ fährt, ist automatisch abgedeckt. Wer sicher gehen will, prüft vorab die Verbindung im Fahrplan und achtet darauf, dass es sich um Nahverkehr handelt und der Abschnitt im Ausland tatsächlich zum anerkannten Geltungsbereich gehört.

  • Österreich
  • Niederlande
  • Belgien
  • Schweiz
  • Polen
  • Frankreich
  • Dänemark
  • Luxemburg
  • Tschechien

Mit dem Deutschlandticket ins Ausland: So geht’s nach Dänemark

Da man mit dem Deutschlandticket nur den Nahverkehr nutzen kann, ist das Umsteigen oft Teil der Reise. Für Dänemark ist grenznah insbesondere die Verbindung von Niebüll nach Tønder relevant. Wer aus dem Norden anreist, fährt typischerweise erst bis Niebüll und steigt dann in die grenzüberschreitende Regionalverbindung um. Vor Fahrtantritt lohnt sich ein kurzer Check, ob die Verbindung im gewählten Zeitraum wie geplant fährt und ob sich am Betreiber oder an der Anerkennung etwas geändert hat.

Mit dem Deutschlandticket eine Reise in die Niederlande unternehmen

Für einen Abstecher in die Niederlande gibt es mehrere grenznahe Nahverkehrsstrecken, die in der Praxis besonders relevant sind. Dazu zählen Verbindungen nach Venlo, Hengelo, Enschede und Arnhem. Wer sich in NRW oder Niedersachsen aufhält, kann so mit Regionalzügen bis zu bestimmten Bahnhöfen hinter der Grenze kommen. Auch hier gilt: Die Anerkennung endet nicht „im ganzen Land“, sondern an konkreten Punkten – wer weiterfahren will, braucht ab dort meist ein niederländisches Ticket.

Mit dem Deutschlandticket nach Belgien: nicht pauschal abgedeckt

Belgien ist im Alltag häufig ein Sonderfall: Es gibt grenznahe Bus- und Verbundangebote, die je nach Region und Tarifkonstellation bis ins Ausland reichen können. Eine pauschale Aussage „Deutschlandticket gilt in Belgien“ wäre 2026 aber irreführend. Wer konkret nach Belgien fahren möchte, sollte deshalb vorab im jeweiligen Verkehrsverbund prüfen, ob das Deutschlandticket auf der gewünschten Linie bis zum Ziel anerkannt wird – und ab welchem Punkt ein zusätzliches Ticket nötig ist.

Reisefreundliches Luxemburg: ein Ziel mit dem Deutschlandticket

Luxemburg ist für viele ein dankbares Ziel, weil dort der öffentliche Nahverkehr grundsätzlich sehr nutzerfreundlich organisiert ist. Für Deutschlandticket-Nutzer ist außerdem relevant, dass es grenzüberschreitende Bus- und Bahnlinien gibt, auf denen das Ticket in einem definierten Zeitraum anerkannt wird. In der Praxis bedeutet das: Du kommst mit dem Deutschlandticket auf bestimmten Verbindungen bis an bzw. über die Grenze – und kannst dann je nach Strecke unkompliziert weiterfahren.

Mit dem Deutschlandticket Frankreich besuchen

Wer Richtung Westen nach Frankreich möchte, kann grenznah vor allem Ziele im Elsass ansteuern. Besonders relevant sind Verbindungen, die von der Pfalz aus bis zu französischen Grenzbahnhöfen führen – etwa nach Lauterbourg oder Wissembourg. Für viele ist das praktisch für einen Tagesausflug, weil man ohne Auto bis zu diesen Bahnhöfen kommt. Weiter hinein nach Frankreich geht es dann in der Regel nur mit einem zusätzlichen Ticket nach französischem Tarif.

Mit dem Deutschlandticket zum Rheinfall in die Schweiz

Auch die Schweiz ist für grenznahe Fahrten interessant – insbesondere rund um Basel und Schaffhausen. Auf bestimmten Regionalstrecken ist es möglich, mit dem Deutschlandticket bis Basel (Basel Badischer Bahnhof und teils weiter) oder in Richtung Schaffhausen zu fahren, wenn die Verbindung im anerkannten Geltungsbereich liegt. Wer den Rheinfall in Schaffhausen als Ziel hat, sollte bei der Planung darauf achten, dass die Route aus Nahverkehr besteht und die Anerkennung nicht mitten auf der Strecke endet.

Österreich mit dem Deutschlandticket erkunden

Für Österreich gilt: grenznahe Fahrten sind möglich, aber das Ticket ersetzt keinen österreichischen Inlandstarif. Klassiker sind Verbindungen von Bayern nach Salzburg (über Freilassing) sowie grenznahe Fahrten Richtung Kufstein. Wichtig bleibt die Faustregel: Das Deutschlandticket gilt auf bestimmten Strecken „von und nach Deutschland“, nicht als Freifahrtschein für Fahrten innerhalb Österreichs.

Für nur 63 Euro mit dem Deutschlandticket nach Tschechien

In Sachsen ist grenzüberschreitender Nahverkehr nach Tschechien für viele besonders interessant. Es gibt Verbindungen, die bis zu bestimmten tschechischen Bahnhöfen führen – etwa im Raum Zittau/Hrádek nad Nisou. Auch hier gilt: Das ist streckenbezogen. Wer weiter ins Landesinnere möchte, braucht ab dem jeweiligen Übergangspunkt in der Regel ein Ticket nach tschechischem Tarif.

Mit dem Deutschlandticket eine Reise nach Polen wagen

Für Polen ist vor allem die Strecke auf Usedom relevant, auf der man bis Świnoujście Centrum kommen kann, wenn man die passende Regionalverbindung nutzt. Gleichzeitig ist Polen ein gutes Beispiel dafür, dass die Anerkennung oft an einer bestimmten Stelle endet: Je nach Linie kann es sein, dass du nur bis zur letzten Station im anerkannten Bereich fahren darfst und ab dort ein Zusatzticket brauchst.

Wo kann man mit dem Deutschlandticket nicht hinfahren?

Wer mit dem Deutschlandticket ins Ausland fährt, sollte immer im Hinterkopf behalten: Im Zielland kann man in der Regel nicht „einfach überall“ den Nahverkehr nutzen wie in Deutschland. Meist gilt das Ticket nur bis zu bestimmten grenzüberschreitenden Bahnhöfen oder auf einzelnen Streckenabschnitten. Ab dort ist häufig ein Ticket des jeweiligen Landes, Verkehrsverbunds oder eine Anschlussfahrkarte nötig.

Die genannten Ziele sind nur eine Auswahl typischer Grenzverbindungen. Für die Planung gilt deshalb: Verbindung vorab im Fahrplan prüfen, darauf achten, dass es Nahverkehr ist, und im Zweifel bei Verbund/Betreiber nachlesen, bis wohin das Deutschlandticket anerkannt wird. (rah)

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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