Slalom am Montag
Ski alpin in Alta Badia: Norweger triumphiert – Straßer verpasst knapp die Top-10
- VonMaximilian Bohneschließen
Am Montag wurde der Ski-alpin-Weltcup 2025/26 mit dem Slalom der Herren in Alta Badia fortgesetzt. Linus Straßer verpasst die Top-10 nur knapp, Sebastian Holzmann kann sich freuen.
Alta Badia – Linus Straßer hat einen Platz unter den ersten Zehn auf der Gran Risa nur um 32 Hundertstel verpasst und kam beim Slalom in Alta Badia auf Rang 17 ins Ziel. „Das ist Hochgeschwindigkeits-Arschwackeln hier runter, das ist einfach nicht meins“, bekannte Straßer, der beim Bayerischen Rundfunk aber noch anmerkte: „Ich bin heute mit meinem Material einen guten Schritt weitergekommen.“
Den Sieg holte sich letzten Endes Atle Lie McGrath aus Norwegen. Er ist der vierte verschiedene Weltcupsieger beim vierten Slalom-Weltcup in diesem Winter. Clément Noël (Frankreich), der im 1. Durchgang noch in Führung gelegen hatte, wurde Zweiter. Der Schweizer Loïc Meillard vervollständigte das Stockerl. Der zweite deutsche Starter Sebastian Holzmann schaffte es auf Rang 24.
Ski alpin: Der Endstand beim Slalom von Alta Badia
| 1. Atle Lie McGrath (Norwegen) | 1:44.50 Sekunden |
| 2. Clément Noël (Frankreich) | +0.30 Sekunden |
| 3. Loïc Meillard (Schweiz) | +0.39 Sekunden |
| 17. Linus Straßer (Deutschland) | +1.33 Sekunden |
| 24. Sebastian Holzmann (Deutschland) | +1.68 Sekunden |
Im Rennen: Clément Noël fährt nicht so sauber und fehlerfrei nach unten wie der Norweger vor ihm – und kann deswegen seine Führung aus dem 1. Lauf nicht verteidigen! McGrath holt sich den Sieg in Alta Badia!
Im Rennen: Der Schweizer behält die Pole Position nicht lange: Der Norweger Atle Lie McGrath gibt ordentlich Gas und bringt in seinem Fabellauf 39 Hundertstel zwischen sich und Meillard.
Im Rennen: Podium gesichert! Loïc Meillard fährt im zweiten Sektor so überragend, dass er Haugan einholen kann, obwohl dieser sonst in den anderen drei Sektoren schneller als der Schweizer war. Nach 1:44,89 Minuten ist er im Ziel.
Im Rennen: Timon Haugan fliegt förmlich durch die Stangen und ist der erste seit langem, der hier Pinheiro Braathen von ganz oben stoßen kann. Der Norweger ist nach 1:45,03 Minuten im Ziel und schiebt sich vor den früheren Landsmann, der nun für Brasilien startet und insgesamt sieben Ränge gutgemacht hat im zweiten Durchgang.
Im Rennen: Guter Lauf nun von Paco Rassat, der im zweiten Sektor zwar an Zeit verliert, im dritten dann aber wieder zulegen kann. Der Franzose kommt als Zweiter ins Ziel. Pinheiro Braathen hat mittlerweile schon fünf Plätze gut gemacht und bleibt ganz oben.
Im Rennen: „Das ist Hochgeschwindigkeits-Arschwackeln hier runter, das ist einfach nicht meins. Auch wenn‘s vielleicht nicht so ausgehen hat: Ich bin heute mit meinem Material einen guten Schritt weitergekommen. Das Selbstverständnis, die letzten paar Prozent fehlen noch. Es sind kleine Schritte, die ich aktuell mache, aber das sind ganz wichtige“, analysierte Linus Straßer beim Bayerischen Rundfunk sein heutiges Rennen.
Im Rennen: Das sah richtig flüssig aus: Lucas Pinheiro Braathen rast den Kurs schwungvoll nach unten und sichert sich die souveräne Führung.
Im Rennen: „Ich kann mir überhaupt nichts vorwerfen. Wer attackiert, kann auch Fehler machen. Ich habe weniger Ski-Tage als die anderen, da kann dann auch noch nicht alles passen. Mein Fokus war von vornherein, alles auf den Januar zu legen. Es ist ein harter Weg zurück“, sagte Sebastian Holzmann, der im Comeback-Rennen nach seinem Kreuzbandriss überzeugte, beim Bayerischen Rundfunk.
Im Rennen: Oscar Sandvik bolzt die Piste nach unten und kann auf den letzten Metern gerade noch vor den ersten Dreien ins Ziel kommen – der Norweger schreit seine Freude heraus und übernimmt die Gesamtführung.
Im Rennen: Das war ganz eng – und unfassbar bitter! Marco Schwarz legt einen richtig guten Lauf hin, wird im dritten und vierten Sektor enorm schnell und verpasst dann das vorletzte Tor des Kurses. Statt Platz zwei mit nur 0,12 Sekunden Rückstand auf Landsmann Feller wird er disqualifiziert.
Im Rennen: Linus Straßer kommt gut aus dem Starthäuschen, kommt mit ordentlicher Geschwindigkeit in den zweiten Sektor. Dort kann er den Speed aber nicht so recht mitnehmen. Gegen Ende hin riskiert der Münchener mehr, gibt nochmal Gas und holt am Ende Rang vier mit 1:45,83 Minuten.
Im Rennen: Dave Ryding packt nun einen aus und ist seit geraumer Zeit mal wieder ein Fahrer, der es in die Top-3 schafft: Der Brite verdrängt seinen Landsmann Laurie Taylor vom dritten Rang und ist nach 1:45,73 Minuten im Ziel. Wie gut Holzmanns Lauf war zeigt sich daran, dass der Deutsche immer noch die sechstbeste Zeit hat.
Im Rennen: Manuel Feller brennt hier eine richtig gute Zeit auf die Gran Risa und kann im letzten Sektor Sala überholen, weil dieser kurz vor dem Ziel einen kleineren Fahrfehler drin hatte.
Im Rennen: Bitter – Sebastian Holzmann fährt ein paar kleinere Fehler im zweiten Sektor und kommt deswegen als zwischenzeitlicher Vierter ins Ziel.
Im Rennen: So schlecht war der Lauf von Sturm gewiss nicht: Der Österreicher hat Daniel Yule und Armand Marchant überholt, Laurie Taylor aus Großbritannien hat sich nun aber vor Sturm gesetzt.
Im Rennen: Der Österreicher Joshua Sturm fährt im 2. Durchgang vier Sekunden schneller als noch im 1. Lauf und kommt nach 1:46,00 Minuten im Ziel an. Gleich wird sich zeigen, was diese Zeit wert ist.
Vor dem Finale: Die ersten fünf Slalomfahrer trennt gerade mal eine halbe Sekunde. Von Platz 13 auf den Führenden Clément Noël ist es eine Sekunde – der zweite Durchgang verspricht Spannung!
Rennen: Alexander Schmid gibt heute den Besenwagen, ist als Letzter auf der Gran Risa. Der Oberstdorfer bot einen ordentlichen ersten und vierten Sektor, schaffte es letztlich mit 56,68 Sekunden aber nur auf Rang 56.
Rennen: Der dritte Deutsche ist nun dran: Anton Tremmel verschenkt schon beim Start fast eine Sekunde und hat auch im zweiten Sektor Probleme. Im unteren, flacheren Teil macht er es dann besser – der Rückstand ist aber schon zu groß: Der Athlet vom SC Rottach-Egern kommt auf Rang 42 ins Ziel und hat somit den zweiten Durchgang verpasst.
Rennen: Jesper Pohjolainen (Finnland) und Matthias Iten (Schweiz) sind seit Langem mal wieder zwei Slalomfahrer, die auf der Gran Risa für kleinere Ausrufezeichen sorgen: Die beiden reihen sich vor Sebastian Holzmann ein, der aktuell auf Platz 25 rangiert.
Rennen: „Harte Arbeit wird belohnt. Ich bin sehr gelöst, muss mich sammeln, damit ich im zweiten Durchgang meine Leistung bringen kann. Ich bin super happy und hoffe, dass ich im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauflegen kann. Die Saison geht jetzt erst richtig los“, freute sich Sebastian Holzmann nach seinem Lauf beim Bayerischen Rundfunk.
Rennen: Gutes Rennen von Sebastian Holzmann, vor allem im dritten Sektor! Der Allgäuer bleibt unter 55 Sekunden und fährt in 54,90 Sekunden auf den zwischenzeitlichen 22. Rang. Der zweite Durchgang ist hier durchaus drin!
Rennen: Klasse Leistung von Oskar Sandvik! Der Norweger fährt aggressiv, traut sich was und kommt zeitgleich mit dem Österreicher Marco Schwarz ins Ziel: 54,53 Sekunden – Rang 16!
Rennen: Zwei Slalomfahrer haben bislang eingefädelt und sind damit raus: Johannes Strolz (Österreich) kurz vor dem Ziel und Benjamin Ritchie (USA).
Rennen: Unter 54 Sekunden bleibt aktuell keiner mehr. Auch nicht Michael Matt, der mit 54,21 Sekunden nun als Elfter ist Ziel kommt. Dadurch schiebt er Straßer auf Rang 18.
Rennen: „Es war nicht perfekt, aber es war ein guter Lauf. Die Strecke ist einfach, aber der Schnee ist ein bisschen langsam. Alles ist möglich im zweiten Durchgang“, antwortete Clément Noël, der in Führung liegende Franzose, eben dem Bayerischen Rundfunk – und zwar auf Deutsch.
Rennen: 20 Fahrer sind mittlerweile im Ziel angekommen. Die Top-3 bleibt weiterhin unverändert, Straßers Zeit reicht aktuell zu Rang 16.
Rennen: „Ich bin ganz gut reingekommen. Man muss hier sehr viel arbeiten. Ich bin bei ein paar Schwüngen sehr weit geworden, das ist unten dann tödlich. Skifahrerisch war das aber brauchbar. Im zweiten Durchgang kann ich dann richtig Gas geben“, sagte Straßer eben im Bayerischen Rundfunk.
Rennen: Manuel Feller, der 2020 Zweiter in Alta Badia wurde, staubt immer wieder recht deutlich auf. Der Österreicher hat im unteren flachen Teil Probleme, verschenkt Zeit und kommt mit 1.53 Sekunden Rückstand auf den Führenden ins Ziel. Damit liegt er aktuell zwei Ränge hinter Straßer.
Rennen: Jetzt ist Straßer an der Reihe. Der Münchener kommt gut aus dem Starthäuschen, hat im zweiten Sektor aber große Probleme und verliert hier schon über eine halbe Sekunde auf Noël. Nach 54,66 Sekunden ist der Deutsche dann im Ziel. Nur der Brite Dave Ryding war bislang langsamer.
Rennen: Überraschung und fast auch Entsetzen im Gesicht von Lucas Pinheiro Braathen: Der norwegisch-brasilianische Skirennläufer hat ebenfalls eine vier an der falschen Stelle der Zielzeit: 54,30 Sekunden – und damit genau eine Sekunde langsamer als der weiterhin führende Franzose Noël.
Rennen: Henrik Kristoffersen schaut sich verdutzt im Ziel um: Der Norweger ist nach sechs Startern letzter und der einzige, der nicht unter 54 Sekunden geblieben ist. 54,17 Sekunden seine Zeit.
Rennen: Nun kommt der erste Athlet vor dem Schweizer ins Ziel: Clément Noël kommt sehr sauber und schwungvoll durch, ist nach 53,30 Sekunden im Ziel.
Rennen: Weiter geht‘s mit Timon Haugan, der es extrem aggressiv angeht. Weil er im dritten Sektor einmal ganz kurz quersteht, verliert er Zeit auf Meillard und kommt knapp hinter dem Schweizer mit 53,66 Sekunden ins Ziel.
Rennen: Loïc Meillard eröffnet den Slalom! Der Schweizer kommt gut durch die Stangen und legt mit 53,56 Sekunden eine ordentliche Zeit vor.
Vor dem Rennen: Linus Straßer hat die Startnummer elf. Sebastian Holzmann (Nummer 35), Anton Tremmel (57) Alexander Schmid als Letzter (76) sind die weiteren deutschen Starter auf der Gran Risa.
Vor dem Rennen: Bei drei Slaloms in dieser Saison gab es bislang drei verschiedene Gewinner. Insgesamt standen bei diesen drei Weltcups gar neun verschiedene Fahrer auf dem Siegerpodest. Die ersten drei Sieger in diesem Winter – und damit Teil des Favoritenkreises heute – sind Timon Haugan (Norwegen), Paco Rassat (Frankreich) und Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien).
Vor dem Rennen: Die große Frage aus deutscher Sicht: Kann Linus Straßer sein erstes Top-Ergebnis in diesem Winter einfahren? Der Ski-Löwe konnte nach seinem Materialwechsel im Sommer erst zwei Mal im Slalom punkten: Mit seinen Platzierungen als 15. und Achter war er aber bislang weit von den Podestplätzen entfernt.
Vor dem Rennen: Hallo und herzlich willkommen im Liveticker zum Ski alpin heute in Alta Badia! In einer halben Stunde beginnt der 1. Durchgang.
Ski alpin heute im Liveticker: Der Vorbericht zum Slalom der Herren in Alta Badia
Das letzte Rennen des Ski-Weltcups vor der Weihnachtspause steht auf dem Programm. Das Rennen auf der Gran Risa ist unter anderem für DSV-Starter Linus Straßer eine gute Chance, die bisher eher enttäuschenden Ergebnisse aufzuhübschen. Bislang war der 33-Jährige nämlich noch weit von seiner Bestform entfernt.
Ski alpin heute im Liveticker: DSV-Ass Linus Straßer will versöhnliches Weihnachts-Finish
Im Sommer hatte Straßer sein Material gewechselt, seither stehen die gewünschten Resultate noch aus. Im Slalom gelangen ihm bisher lediglich ein 15. und ein achter Platz. Trotzdem gab er sich nach dem letzten Rennen in Val d‘Isère zuversichtlich und sagte: „Ich bin grundsätzlich gut drauf und von daher glaube ich, es kommen noch ein paar gute Rennen.“
Ein gutes Omen könnte sein, dass die Saison bisher ähnlich verläuft wie im letzten Winter. Auch damals war Straßer schwach in den Weltcup gestartet, konnte seine Leistungen dann aber immer weiter steigern und holte zum Saisonende noch die Bronzemedaille bei der Ski-Weltmeisterschaft. In Alta Badia sammelte er in bisher vier Auftritten allerdings erst einmal Punkte, wurde 2020 hier 18.
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Ski alpin im Liveticker: Kein echter Top-Favorit im Slalom – Haugan gewann in der Vorwoche
Kristallklare Favoriten gibt es im Slalom in dieser Weltcup-Saison ansonsten noch nicht. Bei den bisherigen drei Rennen konnten sich drei verschiedene Fahrer den Sieg holen, niemand tauchte zweimal auf dem Podest auf. Das Rennen ist also denkbar offen. In der Vorwoche konnte in Val d‘Isère der Norweger Timon Haugan die schnellste Zeit setzen.
Die Rennen beim Weltcup in Alta Badia sind Teil des offiziellen Weltcups 2025/26. Die Ergebnisse fließen in die Gesamtwertung ein. chiemgau24.de ist im Liveticker zum Ski alpin mit dabei. Hier geht es zu Startliste. (Quelle: chiemgau24.de, mbo)
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