Weltcup Slalom in Courchevel
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Emma Aicher war nach ihrem Abfahrtssieg von St. Moritz auch im Slalom von Courchevel bestens aufgelegt.

Bitterer Ausgang für Dürr

Ski alpin: Aicher gelingt Podestplatz – Shiffrin bleibt unschlagbar

  • Korbinian Kothny
    VonKorbinian Kothny
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Emma Aicher hat sich beim Slalom der Damen in Courchevel den nächsten Podiumsplatz erkämpft. Mikaela Shiffrin gewinnt deutlich. Der Ticker zum Rennen.

Fazit: Für die deutschen Läuferinnen endet der Slalom der Damen am Dienstag in Courchevel mit gemischten Gefühlen. Während Emma Aicher es mit einem starken dritten Platz aufs Podium geschafft hat, endet das Rennen für Lena Dürr im 2. Durchgang nach einem bitteren Einfädler vorzeitig. Jessica Hilzinger hingegen hat es gar nicht erst in die zweite Runde geschafft.

Mikaela Shiffrin bleibt derweil unantastbar und sichert sich ihren 105. Weltcupsieg. Obwohl die US-Amerikanerin bei weitem nicht perfekt gefahren ist, hat sie der Konkurrenz keine Chance gelassen und letztlich 1,55 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Camille Rast.

1. Mikaela Shiffrin (USA)1:42.50 Minuten
2. Camille Rast (Schweiz)+ 1.55
3. Emma Aicher (Deutschland)+ 1.71
25. Lena Dürr (Deutschland)beim 2. Durchgang ausgeschieden
32. Jessica Hilzinger (Deutschland)nach dem 1. Durchgang ausgeschieden

Das gesamte Ergebnis

Ski alpin in Courchevel: Der Slalom der Damen im Live-Ticker

2. Durchgang: Für Aicher bedeutet das im Endresultat Platz drei. Die Deutsche sichert sich damit den sechsten Podestplatz in ihrer Karriere. Camille Rast fährt auf Platz zwei ein.

2. Durchgang: Und zum Schluss Bühne frei für Shiffrin. Sie ist und bleibt das Maß aller Dinge, fährt bei fast zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel und sichert sich damit einmal mehr Platz eins.

2. Durchgang: Was für ein Pech für Dürr. Die 34-Jährige kann ihre Leistung aus Durchgang eins nicht bestätigen, weil sie schon früh einfädelt und damit vorzeitig ausscheidet.

2. Durchgang: Es folgt der deutsche Doppelpack, den Beginn macht Emma Aicher. Nach ihrem vierten Platz beim 1. Durchlauf fährt die 22-Jährige einen noch besseren 2. Durchlauf und schnappt sich die Führung – Platz vier ist ihr sicher.

2. Durchgang: Katharina Truppe fährt mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung über die Ziellinie und hievt sich an die Spitze.

2. Durchgang: Den Sturz nach Zieleinlauf im 1. Durchgang scheint Wendy Holdener gut verkraftet zu haben, zumindest lässt ihr 2. Lauf das vermuten. Letztlich kostet die Schweizerin ein Fehler im Flachstück allerdings eine Sekunde auf die derzeit führende Moltzan.

2. Durchgang: Der nächste Führungswechsel wird von Paula Moltzan vollzogen – und was für einer. Die US-Amerikanerin fährt mit über einer Sekunde Vorsprung ein. Bei noch acht übrigen Läuferinnen geht es jetzt in die heiße Phase.

2. Durchgang: Für Katharina Huber ist der Traum von einem Top-Ten-Finish geplatzt. Die Österreicherin rutscht aus und stürzt die Piste herunter, zieht sich glücklicherweise aber keine Verletzung zu.

2. Durchgang: Es folgen zwei Französinnen: Während Caitlin Mcfarlane im Mittelteil einfädelt, hält Marion Chevrier die Hoffnungen für Frankreich hoch. Vorerst reiht sie sich auf Platz zwei ein.

2. Durchgang: 2023 gewann sie hier in Courchevel überraschend den Weltcup, doch heute kann Laurence St-Germain nicht an ihre damaligen Leistungen anknüpfen. Die Kanadierin schafft es nicht aufs Podest

2. Durchgang: Für Estelle Alphand ist die Fahrt schon früh vorbei, nachdem die Schwedin zu direkt auf eine Stange zufährt. Lara Della Mea erobert derweil mit einer halben Sekunde Vorsprung die Führung.

2. Durchgang: Die Fans sind trotz der Kälte noch immer heiß und machen jetzt richtig Lärm, als Marie Lamure an den Start geht. Die Lokalmatadorin enttäuscht aber und hält dem Druck nicht stand.

2. Durchgang: Dzenifera Germane zeigt bei ihrem Debüt hier in Courchevel einen richtig guten Auftritt und löst Hoerhager bei einer Zeit von 1:46,07 auf Platz eins ab.

2. Durchgang: Ein Drittel der 30 Damen sind gefahren. Bislang hat nur Westhoff im 2. Durchgang nicht das Ziel gesehen. Noch grüßt Hoerhager von der Spitze, fragt sich, nur wie lange noch.

2. Durchgang: Natalie Falch gesellt sich – zumindest vorerst – zu ihrer Landsfrau Hoerhager aufs Podium. Auch wenn es am Ende nur eine Moment-Aufnahme sein wird, sammelt die Österreicherin wichtige Weltcup-Punkte.

2. Durchgang: Durch einen engagierten und mutigen Auftritt springt Lisa Hoerhager vorerst an Platz eins und verdrängt Bucik Jogan.

2. Durchgang: Für ihre Landsfrau Bianca Bakke Westhoff ist der Lauf vorzeitig beendet, sie fädelt ein und schafft es nicht ins Ziel. Dabei war sie zuvor sogar auf Kurs Bestzeit. Sehr ärgerlich für die Norwegerin.

2. Durchgang: Mina Fuerst Holtmann kann keinen Profit aus ihrer frühen Startnummer schlagen, die Norwegerin landet hinter Bucik Jogan.

2. Durchgang: Ana Bucik Jogan hat sich als Letzte für den Finallauf qualifiziert und eröffnet somit den 2. Durchgang. Im Vergleich zum 1. Durchgang ist sie knapp zwei Sekunden schneller. Was das am Ende wert ist, wird sich zeigen.

Vor dem 2. Durchgang: Mit Lena Dürr und Emma Aicher sind zwei deutsche Läuferinnen unter den letzten 30 verbliebenen. Dürr hat die Startnummer 28, Aicher die 27.

Vor dem 2. Durchgang: Wenig überraschend führt Mikaela Shiffrin nach dem 1. Durchgang bei einer Zeit von 49,77 Sekunden. Der Abstand auf Platz zwei (Rast) und drei (Dürr) ist überschaubar – kann die Top-Favoritin ihre Führung über die Ziellinie bringen?

Vor dem 2. Durchgang: Um 20.45 Uhr geht es mit dem Finale in Courchevel weiter. Für Dürr gilt es dann, ihren Podiumsplatz zu festigen. Aicher hofft darauf, noch unter die besten drei zu kommen.

Ski alpin heute im Liveticker: Der Zwischenstand nach dem 1. Durchgang in Courchevel

1. Mikaela Shiffrin (USA)49.77 Sekunden
2. Camille Rast (Schweiz)+ 0.83
3. Lena Dürr (Deutschland)+ 1.16
4. Emma Aicher (Deutschland)+ 1.29
32. Jessica Hilzinger (Deutschland)+ 4.55

1. Durchgang: Bereits wenig später hat Hilzinger Gewissheit: Sie ist nicht unter den ersten 30 und wird beim Finaldurchgang somit nicht antreten.

1. Durchgang: Mit Jessica Hilzinger geht jetzt die letzte deutsche Läuferin an den Start. Die 28-Jährige leistet sich zu viele Fehler und fährt bei einer Zeit von 54,32 Sekunden vorerst auf Platz 28 ins Ziel. Allerdings kommen noch einige Athletinnen, die Hilzinger überholen können. Es wird wohl wieder einmal nichts mit dem Finaldurchgang.

1. Durchgang: Auch die Kroatin Leona Popovic und die Österreicherin Franziska Gritsch verabschieden sich frühzeitig. Für Popovic wird die vertikale Ausfahrt zum Verhängnis, Gritsch scheitert im Mittelabschnitt.

1. Durchgang: Für Katharina Gallhuber endet das Rennen vorzeitig. Die Österreicherin bleibt an einem Tor zu lange auf der Kante hängen und scheidet aus. Damit kann sie ihr Ergebnis aus den USA nicht bestätigen.

1. Durchgang: Mit Laurence St Germain greift die erste Kanadierin ins Geschehen ein. Nach einem Fehler im Flachstück muss sie viel Zeit einbüßen und hat bei 52,54 Sekunden einen gehörigen Rückstand auf die Podiumsplätze.

1. Durchgang: Sara Hector kann nicht ganz mit der Zeit ihrer Landsfrau Swenn Larsson mithalten. Die Riesenslalom-Olympia-Siegerin rangiert bei einer Zeit von 51,24 Sekunden vorerst auf Platz sieben.

1. Durchgang: Die Schwedin Anna Swenn Larsson attackiert die Stangen aggressiv und kann sich nur wenig vorwerfen lassen. Am Ende reicht es bei einer Zeit von 51,23 Sekunden dennoch nur für Platz fünf.

1. Durchgang: Als Zehnte geht Emma Aicher an den Start. Die 22-Jährige beginnt sehr stark, hat im Verlauf aber mehrere kleine Fehler drin. Mit 1,29 Sekunden Rückstand auf Shiffrin fährt Aicher auf Platz vier ein.

1. Durchgang: Mikaela Shiffrin wird ihrer Favoritenrolle gerecht und legt einen nahezu perfekten Lauf hin. Bei 49,77 Sekunden springt die US-Amerikanerin an Platz eins. Es müsste schon viel passieren, damit die Dominatorin ihren Platz an der Spitze noch abgibt.

1. Durchgang: Auch die Österreicherin Katharina Liensberger scheidet frühzeitig aus, nachdem sie bei der Einfahrt ins Flachstück stürzt.

1. Durchgang: Wendy Holdener sorgt anschließend für einen kurzen Schock-Moment. Die Schweizerin fährt zwar zunächst auf Rang drei ein, stürzt im Ziel aber böse. Letztlich war der Schock wohl größer als die Verletzung.

1. Durchgang: Lara Colturi attackiert die bisherige Bestzeit von Rast, hat aber zunächst Probleme, die 19-Jährige fädelt ein und scheidet aus.

1. Durchgang: Die Schweizerin Camille Rast lässt den Ski besser laufen als Dürr und ist 33 Hundertstelsekunden vor der Deutschen.

1. Durchgang: Es geht los hier in Courchevel. Dürr legt los und fährt bei perfekten Bedingungen mutig und hat keine großen Fehler drin. Der Hang hält keine großen Tücken bereit und die Deutsche ist nach 50,93 Sekunden im Ziel – ganz zufrieden ist sie aber dennoch nicht.

Vor dem Rennen: Zunächst ein Blick auf die Startnummern: Lena Dürr eröffnet auf der 1, Emma Aicher hat die 10 und Jessica Hilzinger die 38.

Vor dem Rennen: Hallo und herzlich willkommen im Liveticker zum Ski alpin heute in Courchevel. Gleich geht es los mit dem Slalom der Damen.

Ski alpin heute im Liveticker: Der Vorbericht zum Slalom der Damen

Erstmeldung: Courchevel – Nach den Speed-Rennen in St. Moritz wird der alpine Ski-Weltcup der Damen heute in Frankreich fortgesetzt. chiemgau24.de ist auch heute im Liveticker in Courchevel dabei. Der Nacht-Slalom steht dort auf dem Programm. Um 17.45 Uhr startet der erste Lauf, um 20.45 Uhr folgt dann das Finale im zweiten Lauf.

Beim Slalom in Frankreich sind mit Emma Aicher, Lena Dürr und Jessica Hilzinger auch drei deutsche Fahrerinnen am Start – und haben durchaus Erfolgsaussichten. Aicher fuhr beim Slalom-Auftakt in Levi auf den dritten Rang, während Dürr in Copper Mountain (USA) den zweiten Rang belegte. Die 34-Jährige belegt zudem aktuell den dritten Platz in der Slalom-Gesamtwertung.

Ski alpin heute im Liveticker: Aicher und Dürr mit Podestchancen

Die alles überragende Slalom-Fahrerin in dieser Saison ist allerdings Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin gewann bislang alle drei Rennen – mit teils astronomisch großem Vorsprung. Kann in Courchevel jemand Shiffrin das Wasser reichen? Nach dem Slalom in Courchevel geht es für die Damen am Samstag in Val d‘Isere mit der Abfahrt weiter.

Aus deutscher Sicht sind die Augen vor allem natürlich auf Emma Aicher gerichtet. Die 22-Jährige gewann am Samstag die Abfahrt in St. Moritz, stürzte allerdings einen Tag später im Super-G. Bei einem Sprung verlor die 22-Jährige die Kontrolle, konnte sich nicht mehr auf den Skiern halten und rutschte auf dem Bauch ein Stück den Hang hinunter. „Ich habe die Sprungbewegung einfach nicht gescheit gemacht und habe hinten dringesessen. Dumm einfach“, sagte Aicher in der ARD.

Dabei erlitt die Siegerin der Abfahrt vom Samstag keine schlimmeren Blessuren und konnte nach einer kurzen Pause selbstständig den Berg hinunterfahren. „Ich habe eigentlich gleich gewusst, dass mir nichts fehlt“, sagte Aicher. Der Airbag sei aufgegangen und sie habe deswegen schwer atmen können.

Wie die Mutter, so die Tochter: Deutsche Ski-Ikone Martina Ertl und Shooting-Star Romy

Die Skikarriere von Martina Ertl nahm bei den Olympischen Spielen in Albertville 1992 Fahrt auf. Im Slalom erreichte sie den 15. Platz.
Die Skikarriere von Martina Ertl nahm bei den Olympischen Spielen in Albertville 1992 Fahrt auf. Im Slalom erreichte sie den 15. Platz. © imago sportfotodienst
Zuvor feierte sie erste Erfolge bei den Juniorenweltmeisterschaften 1991 in den norwegischen Orten Geilo und Hemsedal, wo sie Zweite im Riesenslalom und Dritte in der Kombination wurde.
Zuvor feierte sie erste Erfolge bei den Juniorenweltmeisterschaften 1991 in den norwegischen Orten Geilo und Hemsedal, wo sie Zweite im Riesenslalom und Dritte in der Kombination wurde. ©  IMAGO / HJS
Ihre ersten Weltcuprennen bestritt sie in der Saison 1991/92. Am 8. Dezember 1991 fuhr sie erstmals in die Punkteränge, als sie den Riesenslalom in Santa Caterina auf dem zehnten Platz beendete.
Ihre ersten Weltcuprennen bestritt sie in der Saison 1991/92. Am 8. Dezember 1991 fuhr sie erstmals in die Punkteränge, als sie den Riesenslalom in Santa Caterina auf dem zehnten Platz beendete. © imago sportfotodienst
In der Saison 1992/93 gelang Ertl dann der große Durchbruch. Hier in der Saison auf der kommenden Olympia-Piste von Cortina d‘Ampezzo.
In der Saison 1992/93 gelang Ertl dann der große Durchbruch. Hier in der Saison auf der kommenden Olympia-Piste von Cortina d‘Ampezzo. ©  IMAGO / HJS
Der erste große Wurf: Bei den Weltmeisterschaften 1993 im japanischen Shizukuishi gewann sie im Riesenslalom die Bronzemedaille.
Der erste große Wurf: Bei den Weltmeisterschaften 1993 im japanischen Shizukuishi gewann sie im Riesenslalom die Bronzemedaille. © WEREK Pressebildagentur via www.imago-images.de
Neben der Bronzemedaille konnte Martina Ertl in der Saison in allen fünf alpinen Disziplinen punkten.
Neben der Bronzemedaille konnte Martina Ertl in der Saison in allen fünf alpinen Disziplinen punkten. © WEREK Pressebildagentur via www.imago-images.de
In der darauffolgenden Saison gab es eine weitere Leistungssteigerung. Am 11. Dezember 1993 (Riesenslalom in Veysonnaz) erzielte sie auch im Weltcup den ersten Podestplatz.
In der darauffolgenden Saison gab es eine weitere Leistungssteigerung. Am 11. Dezember 1993 (Riesenslalom in Veysonnaz) erzielte sie auch im Weltcup den ersten Podestplatz. ©  IMAGO / WEREK
Die olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer wurden dann das nächste Highlight von Martina Ertl. Hier bei der Eröffnungsfeier gemeinsam mit Hilde Gerd.
Die olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer wurden dann das nächste Highlight von Martina Ertl. Hier bei der Eröffnungsfeier gemeinsam mit Hilde Gerg. ©  IMAGO / Norbert Schmidt
Sie wurde Zweite im Riesenslalom und verpasste als Vierte der Abfahrt eine weitere Medaille nur knapp.
Sie wurde Zweite im Riesenslalom und verpasste als Vierte der Abfahrt eine weitere Medaille nur knapp. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Ebenfalls im Riesenslalom gelang ihr am 19. März 1994 in Vail der erste Weltcupsieg.
Ebenfalls im Riesenslalom gelang ihr am 19. März 1994 in Vail der erste Weltcupsieg.  © IMAGO / WEREK
In der Saison 1994/95 kamen zwei weitere Riesenslalom-Siege hinzu.
In der Saison 1994/95 kamen zwei weitere Riesenslalom-Siege hinzu. © Imago/ Sven Simon
Mit drei Siegen und zwei weiteren Podestplätzen erwies sich Ertl in der Saison 1995/96 als beste Riesenslalomläuferin und entschied die Weltcup-Disziplinenwertung für sich, hinzu kam der erste Sieg in einem Super-G.
Mit drei Siegen und zwei weiteren Podestplätzen erwies sich Ertl in der Saison 1995/96 als beste Riesenslalomläuferin und entschied die Weltcup-Disziplinenwertung für sich, hinzu kam der erste Sieg in einem Super-G. ©  via www.imago-images.de
Bei den Weltmeisterschaften 1996 in der Sierra Nevada, konnte sie ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden. Im Riesenslalom wurde sie Dritte (nach dem ersten Lauf hatte sie noch auf dem 14. Platz gelegen, sie hatte die Zeitnehmung zu früh ausgelöst).
Bei den Weltmeisterschaften 1996 in der Sierra Nevada, konnte sie ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden. Im Riesenslalom wurde sie Dritte (nach dem ersten Lauf hatte sie noch auf dem 14. Platz gelegen, sie hatte die Zeitnehmung zu früh ausgelöst). © imago sportfotodienst
1996/97 konnte Ertl sich mehr privat zeigen. Denn: Zwei Innenbandanrisse ließen sie mehrere Wochen pausieren und sie konnte nicht ihr gewohntes Leistungsniveau erreichen. Bei den Weltmeisterschaften 1997 in Sestriere kam sie nicht über einen 12. Platz hinaus.
1996/97 konnte Ertl sich mehr privat zeigen. Denn: Zwei Innenbandanrisse ließen sie mehrere Wochen pausieren und sie konnte nicht ihr gewohntes Leistungsniveau erreichen. Bei den Weltmeisterschaften 1997 in Sestriere kam sie nicht über einen 12. Platz hinaus. © imago sportfoto
Nach vier Siegen im Januar 1998 galt sie vor den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano in mehreren Disziplinen als Favoritin. Mit der Silbermedaille in der Kombination und zwei vierten Plätzen blieb sie jedoch unter den hohen Erwartungen.
Nach vier Siegen im Januar 1998 galt sie vor den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano in mehreren Disziplinen als Favoritin. Mit der Silbermedaille in der Kombination und zwei vierten Plätzen blieb sie jedoch unter den hohen Erwartungen. © IMAGO / SprintPress
Nach dem Rücktritt von Katja Seizinger wurde Martina Ertl zur Teamleaderin, hatte jedoch Schwierigkeiten mit dieser Rolle und blieb in der Saison 1998/99 ohne Weltcupsieg; die Weltmeisterschaften endeten enttäuschend, und Verletzungen zwangen sie zum vorzeitigen Saisonende. In der folgenden Saison beeinträchtigten erneute Knieprobleme und die Umstellung auf die Carvingtechnik ihre Leistungen spürbar
Nach dem Rücktritt von Katja Seizinger wurde Martina Ertl zur Teamleaderin, hatte jedoch Schwierigkeiten mit dieser Rolle und blieb in der Saison 1998/99 ohne Weltcupsieg; die Weltmeisterschaften endeten enttäuschend, und Verletzungen zwangen sie zum vorzeitigen Saisonende. In der folgenden Saison beeinträchtigten erneute Knieprobleme und die Umstellung auf die Carvingtechnik ihre Leistungen spürbar. © IMAGO / Ulmer
Martina Ertl gewann im Oktober 2000 überraschend das erste Rennen der Saison in Sölden, musste nach einem schweren Sturz in Semmering aber pausieren. Trotz Verletzung wurde sie 2001 in St. Anton Weltmeisterin in der Kombination, doch die Nachbehandlung führte zu einem Trainingsrückstand und ihrer schwächsten Weltcupsaison.
Martina Ertl gewann im Oktober 2000 überraschend das erste Rennen der Saison in Sölden, musste nach einem schweren Sturz in Semmering aber pausieren. Trotz Verletzung wurde sie 2001 in St. Anton Weltmeisterin in der Kombination, doch die Nachbehandlung führte zu einem Trainingsrückstand und ihrer schwächsten Weltcupsaison. © imago sportfoto
Umso überraschender kam daher der Gewinn der Kombinations-Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002. Dafür wurde sie am 6. Mai 2002 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.
Umso überraschender kam daher der Gewinn der Kombinations-Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002. Dafür wurde sie am 6. Mai 2002 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. © IMAGO / Ulmer
Zu Beginn der Saison 2003/04 gewann Ertl den Riesenslalom in Sölden, dabei handelte es sich um ihren letzten Sieg in einem Weltcuprennen.
Zu Beginn der Saison 2003/04 gewann Ertl den Riesenslalom in Sölden, dabei handelte es sich um ihren letzten Sieg in einem Weltcuprennen. © IMAGO / Magic
Der letzte Karriereerfolg: Bei den Weltmeisterschaften 2005 in Santa Caterina verpasste Ertl als Vierte im Riesenslalom knapp eine Medaille, gewann aber am letzten Tag mit der deutschen Mannschaft – gemeinsam mit ihrem Bruder Andreas – die Goldmedaille im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb
Der letzte Karriereerfolg: Bei den Weltmeisterschaften 2005 in Santa Caterina verpasste Ertl als Vierte im Riesenslalom knapp eine Medaille, gewann aber am letzten Tag mit der deutschen Mannschaft – gemeinsam mit ihrem Bruder Andreas – die Goldmedaille im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb. © imago sportfoto
Das letzte Weltcuprennen, den Riesenslalom am 18. März 2006 in Åre, beendete sie als Achte. Mit insgesamt 430 gefahrenen Weltcuprennen hält Ertl den Weltrekord. In 188 dieser Rennen klassierte sie sich unter den besten Zehn.
Das letzte Weltcuprennen, den Riesenslalom am 18. März 2006 in Åre, beendete sie als Achte. Mit insgesamt 430 gefahrenen Weltcuprennen hält Ertl den Weltrekord. In 188 dieser Rennen klassierte sie sich unter den besten Zehn. © IMAGO/JANERIK HENRIKSSON / TT
Martina Ertl heiratete 2005 den Sportartikelhändler und ehemaligen Triathleten Sven Renz, mit dem sie zwei Kinder bekam und gemeinsam ein Sportgeschäft in München führte. Nach ihrer Karriere trat sie als Ertl-Renz auf. 2020 gab sie die Trennung von ihrem Mann bekannt, die einvernehmlich erfolgte.
Martina Ertl heiratete 2005 den Sportartikelhändler und ehemaligen Triathleten Sven Renz, mit dem sie zwei Kinder bekam und gemeinsam ein Sportgeschäft in München führte. Nach ihrer Karriere trat sie als Ertl-Renz auf. 2020 gab sie die Trennung von ihrem Mann bekannt, die einvernehmlich erfolgte. © imago sportfotodienst
Nach der eigenen Karriere ist vor der Karriere der Tochter. Romy Ertl, hier bei den olympischen Jugendspielen 2024. Dort gewann sie Bronze in der alpinen Kombination.
Nach der eigenen Karriere ist vor der Karriere der Tochter. Romy Ertl, hier bei den olympischen Jugendspielen 2024. Dort gewann sie Bronze in der alpinen Kombination. © IMAGO/OIS/Joel Marklund/Shutterstock
Vor ihrem ersten Weltcup-Rennen erinnerte sich Romy Ertl an die ersten Tage auf Skiern. Mit dabei natürlich auch Mama Martina.
Nach ihrem ersten Weltcup-Rennen erinnerte sich Romy Ertl an die ersten Tage auf Skiern. Mit dabei natürlich auch Mama Martina. © Instagram/romy.ertl
Romy Ertl bei ihrem Weltcup-Debüt (l.) und gemeinsam mit Mutter Martina Ertl (r.). Romy schied nach wenigen Sekunden im Slalom aus.
Romy Ertl bei ihrem Weltcup-Debüt (l.) und gemeinsam mit Mutter Martina Ertl (r.). Romy schied nach wenigen Sekunden im Slalom aus. © WITTERS und Instagram/_martina_ertl

Ski alpin heute im Liveticker: Aicher hat nach Sturz nächste Chance

Die Enttäuschung über das Missgeschick und die verpasste Chance auf ein erneutes Ausrufezeichen konnte das sonst so coole Top-Talent des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur schwer verbergen. „Das fasst mich schon ein bisschen an“, gab Aicher zu. Sie habe das Rennen mit „Vollgas“ angehen wollen. „Es wäre eigentlich schon ein geiler Lauf gewesen. Aber ich bin ja nicht weit gekommen“, sagte sie mit einem Anflug von Galgenhumor. In Courchevel hat Aicher nun die nächste Chance. Hier geht es zur Startliste. (Quellekk, chiemgau24.de, dpa)