Team-Kombination der Männer am Montag

Irres Slalom-Finale in der Team-Kombination: Schweiz jubelt – Deutschland geht leer aus

  • Christoph Klaucke
    VonChristoph Klaucke
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Deutschland verpasst die nächste Olympia-Medaille im Ski alpin. Die Schweiz jubelt in der Team-Kombination. Der Liveticker von Home of Sports zum Nachlesen.

Die Schweiz jubelt! Franjo von Allmen gewinnt auch dank Tanguy Nef, der den Slalom seines Lebens fährt, zum zweiten Mal Olympia-Gold. Auch Marco Odermatt darf sich über eine Medaille freuen, nachdem es in der Abfahrt nur Blech gab. Österreich dürfte mit Silber ebenfalls mehr als zufrieden sein. Das deutsche Kombinations-Team um Simon Jocher und Linus Straßer zeigte einen guten Wettkampf – mehr als Platz zehn war aber nicht drin.

Ski alpin bei Olympia: Der Endstand nach dem Slalom in der Team-Kombination

1. von Allmen/Nef (SUI)2:44.04
2. Kriechmayr/Feller (AUT)+0.99
2. Odermatt/Meillard (SUI)+0.99
10. Jocher/Straßer (GER)+1.69

Das gesamte Ergebnis

Rennen: Alex Vinatzer für Italien bringt es auch nicht runter, er verliert viel Zeit gegenüber Nef. Doch es geht noch um die Medaille. Es reicht nur zu Platz sieben, bitter für Italien! Vinatzer ist am Boden zerstört. Die Schweiz jubelt.

Rennen: Jetzt geht es um Gold! Daniel Yule hat nach einem fehlerhaftem Lauf keine Chance. Das Schweizer Team fällt zurück und hat fast zwei Sekunden Rückstand.

Rennen: Loic Meillard setzt zu kurze Schwünge und rettet sich und Odermatt für die Schweiz gerade noch auf Rang zwei mit knapp einer Sekunde Rückstand – zeitgleich mit Österreich.

Rennen: Tanguy Nef ist on fire! Der Schweizer zaubert hier, fliegt regelrecht durch die Stangen. Am Ende ein kleiner Fehler, trotzdem fast eine Sekunde Vorsprung.

Rennen: Tommaso Sala erwischt einen schlechten Start und verliert direkt eine halbe Sekunde. Die Linie ist nicht optimal, doch dann steigert er sich. Doch es reicht nicht – Rang drei, zeitgleich mit den Franzosen.

Rennen: Clement Noel ist enttäuscht, der Franzose schafft es nur auf Rang drei.

Rennen: Und der nächste Österreicher legt nach: Manuel Feller geht ans Limit und wird belohnt. Wer weiß, was dieser Lauf noch wert ist?

Rennen: Michael Matt macht es besser. Der Österreicher vermeidet Fehler und geht in Führung.

Rennen: Marco Schwarz hat große Probleme im Slalom, das reicht nur für den vierten Platz. Deutschland bleibt auf dem Bronze-Rang, doch noch kommen acht starke Teams.

Rennen: Fabio Gstrein bringt Österreich in Führung und verdrängt Deutschland auf den dritten Rang.

Rennen: Linus Straßer für Deutschland! Eine starke Fahrt, der Münchner riskiert alles. Doch nach einem kleinen Fehler im unteren Teil verspielt Straßer den Vorsprung und hat minimal Rückstand im Ziel.

Linus Straßer und Simon Jocher verpassen in der Team-Kombination eine Olympia-Medaille.

Rennen: Tommaso Saccardi ist noch ohne Weltcup-Punkt. Heute geht es aber bei Olympia um Medaillen. Dem Italiener bricht der halbe Stock ab, trotzdem schlägt er sich tapfer und fährt auf den dritten Rang.

Rennen: Eduard Hallberg streut ein paar Fehler ein. Doch der Finne gibt bis zum Schluss alles und geht in Führung.

Rennen: Matthias Itten unterläuft im Flachstück ein großer Fehler, der Schweizer verliert daraufhin viel Tempo – im Ziel ist es über eine Sekunde Rückstand.

Rennen: Atle Lie McGrath gehört zu den Top-Slalomfahrern. Der Norweger will hier natürlich Zeit gutmachen. McGrath ist am Limit und setzt Norwegen mit knapp einer halben Sekunde an die Spitze.

Rennen: Die USA mit River Radamus schlägt sich tapfer. Doch er ist kein Slalom-Spezialist und hat im Ziel fast eine Sekunde Rückstand auf die Franzosen.

Rennen: Direkt der nächste Franzose hinterher. Steven Amiez hat ein paar Probleme, das sah im unteren Teil nicht ganz rund aus.

Rennen: Paco Rassat zeigt eine fehlerfreie Fahrt und bringt Frankreich mit einer halben Sekunde an die Spitze.

Rennen: Timon Haugan für Norwegen ist dran. Einer der besten Slalomfahrer der Welt liefert eine Ansage und hat im Ziel fast vier Sekunden Vorsprung.

Rennen: Den Anfang macht Marek Muller. Die Tschechen werden hier nicht um die Medaillen mitsprechen.

Vor dem Rennen: Linus Straßer geht als Zehnter in den Stangenwald.

Vor dem Rennen: Deutschland könnte mit ein bisschen Glück eine Medaille abstauben. Simon Jocher hat mit seiner famosen Abfahrt den Grundstein dafür gelegt. Der Rückstand auf Italien beträgt lediglich 1.33 Sekunden. Linus Straßer muss nun im Slalom liefern.

Vor dem Slalom: Um 14.00 Uhr geht es mit dem Slalom in der Team-Kombination weiter. Wir sind um 13.45 Uhr im Liveticker zurück.

Nach der Abfahrt: Das Niveau der Abfahrt in der Team-Kombination bei Olympia ist extrem hoch. Deutschland schafft es mitzuhalten und liegt in Lauerstellung auf die Medaillenränge. Simon Jocher zeigt einen sensationellen Lauf. Mit 1.33 Sekunden Rückstand auf Italien lässt er Linus Straßer im Slalom alle Möglichkeiten, vorne reinzufahren.

Simon Jocher legt in der Abfaht der Team-Kombination vor, Linus Straßer will im Slalom dann eine Olympiamedaille holen.

Rennen: Direkt der nächste Norweger steht am Start. Simen Sellaeg kommt stark rein, am Ende geht dem Youngster bei knapp drei Sekunden Rückstand ein wenig die Luft aus.

Rennen: Adrian Smiseth Sejersted hat einige Probleme und will den Rückstand mit Hinblick auf seinen starken Slalom-Kollegen Atle Lie McGratz in Grenzen halten. Der Norweger haut sich voll rein, die Kraft schwindet – im Ziel sind es knapp zwei Sekunden.

Rennen: Der nächste Österreicher versucht sein Glück. Raphael Haaser wird leicht hinten reingedrückt und verliert dadurch an Tempo. Trotzdem eine sehr ansprechende Abfahrt, am Ende wächst der Rückstand aber auf 1.27 Sekunden.

Rennen: Stefan Babinsky überrascht mit einer mutigen Abfahrt, hat nur wenig Rückstand. Im unteren Teil verlieren die Fahrer aktuell enorm auf Franzoni. Babinsky landet knapp vor Simon Jocher.

Rennen: Kyle Negomir hält die US-Flagge hoch. Das ist zunächst eine starke Fahrt. Bei einem Tor steht er plötzlich nur auf einem Ski, kann sich aber retten. Am Ende sind es dann doch über zwei Sekunden Rückstand, das ist bitter.

Rennen: Mattia Casse kämpft für Italien um eine Medaille. Eine gute Fahrt mit kleinen Wacklern, auf die Spitze und Landsmann Franzoni sind es dann aber doch fast eineinhalb Sekunden Rückstand.

Rennen: Franjo von Allmen lässt es aufstauben, trotzdem ist der Schweizer schnell unterwegs. Der Olympiasieger sorgt bei der Landung für eine kleine Schrecksekunde, als ihm der Ski fast weggeht. Er gibt alles, doch im Ziel sind es nach zwischenzeitlicher Führung doch über vier Zehntel Rückstand.

Rennen: Alexis Monney ist nicht zu unterschätzen, überhaupt haben die Schweizer viele starke Ski-Duos am Start. Sehr starke Linie, beim Sprung muss er heftig mit den Armen rudern – und liegt in der Zwischenzeit knapp vorne. Im unteren Teil bleibt Monney leicht am Tor hängen, sodass es nicht ganz für die Bestzeit reicht.

Rennen: Dominik Paris kennt die Stelvio in Bormio wie kaum ein anderer. Jetzt will er vorlegen und angreifen. Der Bronzemedaillengewinner geht wie gewohnt voll ans Limit. Einige Male sieht das nicht ganz sauber aus, doch der Italiener ist verdammt schnell. Am Ende sind es knapp sechs Zehntel Rückstand auf seinen Landsmann.

Rennen: Nils Allegre kann nicht so viel Geschwindigkeit aufbauen wie die Besten seiner Vorgänger. Eine starke Fahrt am Ende mit unter einer Sekunde Rückstand auf Franzoni.

Rennen: Vincent Kriechmayr verliert im unteren Teil viel Zeit, nach einer eigentlich tollen Abfahrt. Der Österreicher muss sich mit über einer Sekunde geschlagen geben.

Rennen: Jetzt kommt Giovanni Franzoni, der Silbermedaillengewinner. Der Italiener geht direkt ans Limit und fährt eine extrem enge Linie. Beim Sprung steht er leicht quer. Nach zwischenzeitlicher Führung, verliert er leicht auf Odermatt. Unten zaubert Franzoni und geht in Führung – Wahnsinn!

Rennen: Florian Schieder kommt schon früh in der Abfahrt nach einem Schlag auf den Außenski zu Sturz. Doch der Italiener kann nach einer längeren Rutschphase über die Piste schnell wieder aufstehen.

Rennen: Jetzt wird sich zeigen, was Jochers Zeit wert ist. Marco Odermatt will es jetzt wissen nach seinem enttäuschenden vierten Platz in der Abfahrt am Samstag. Der Schweizer Ausnahmefahrer ist brutal schnell und zieht nicht zurück. Platz eins mit fast einer Sekunde Vorsprung – das ist eine echte Ansage!

Rennen: Das erste Team aus Österreich legt los. Daniel Hemetsberger kratzt an der Bestzeit von Jocher. Er ist gut auf Zug und schnell unterwegs, am Ende geht er ganz knapp in Führung.

Rennen: Nils Alphand versucht es als nächster Franzose. Nach einem Fahrfehler im oberen Abschnitt wird der Rückstand auf Jocher aber immer größer, am Ende sind es wie bei seinem Landsmann über eine Sekunde.

Rennen: Maxence Muzaton kann das Niveau von Jocher nicht ganz mitgehen und kassiert über eine Sekunde Rückstand.

Rennen: Jetzt gilt es für Deutschland. Simon Jocher steht am Start. Er ist gut dabei und kommt heute besser auf Zug. Jocher findet für sich eine gute Linie, springt fast 50 Meter weit und hat zwischenzeitlich einen hohen Vorsprung auf Rogentin. Am Ende verliert er ein wenig, doch das ist Platz eins für Deutschland!

Rennen: Jan Zabystran ist als Nächstes an der Reihe. Der Tscheche konnte ebenfalls mit der Abfahrt am Samstag nicht zufrieden sein. Die Bedingungen sind heute übrigens herausrragend. Doch Zabystran ist chancenlos – über zwei Sekunden Rückstand auf Rogentin.

Rennen: Rogentin, der mit Rang 23 eine enttäuschendes persönliches Ergebnis in der Abfahrt hatte, will es heute besser machen. Das sehr ordentlich aus, für was es reicht, wird sich aber erst im späteren Rennverlauf zeigen.

Vor dem Rennen: Die Schweizer mit Stefan Rogentin machen heute den Anfang in der Team-Kombination der Männer. Marco Odermatt hat die Startnummer sieben, Giovanni Franzoni die neun, Franjo von Allmen die 14.

Vor dem Rennen: Simon Jocher geht für Deutschland mit der Startnummer drei an den Start. Eine gute Ausgangsposition könnte das heute sein.

Simon Jocher will in der Abfahrt die Basis für eine erfolgreiche Team-Kombination bei Olympia legen.

Wenn am Montag um 10.30 Uhr die Abfahrer auf der legendären Stelvio-Piste in Bormio starten, beginnt ein historisches Kapitel im alpinen Skisport. Erstmals wird bei Olympischen Winterspielen die Team-Kombination der Männer ausgetragen. Das neue Format ersetzt die klassische Einzel-Kombination und verspricht Spannung pur: Jede Nation nominiert zwei Spezialisten, einen Abfahrer und einen Slalomfahrer, deren addierte Zeiten das Gesamtergebnis ergeben.

Ski alpin bei Olympia heute im Liveticker: Jocher und Straßer wollen Medaille in der Team-Kombination

Für Deutschland gehen Simon Jocher in der Abfahrt und Linus Straßer im Slalom an den Start. Der 29-jährige Jocher vom SC Garmisch zeigte bei der olympischen Abfahrt am Samstag mit Rang 21 eine enttäuschende Leistung und lag 2,40 Sekunden hinter Sieger Franjo von Allmen zurück. „Ich habe mich schneller gefühlt als ich war“, sagte Jocher im Zielraum. Sein Blick richtete sich danach sofort auf die Team-Kombination. „Auf den schnellen Schwüngen, die ich heute auch schon drin hatte, aufbauen und mehr davon produzieren“, kündigte der einzige deutsche Abfahrer bei diesen Spielen an.

Deutlich besser sind die Aussichten im Slalom-Teil, der um 14 Uhr beginnt. Linus Straßer hat nach einer schwierigen Phase seine Form rechtzeitig vor Olympia wiedergefunden. Der 33-Jährige vom TSV 1860 München gehört zu den besten Slalom-Spezialisten der Welt und könnte im Stangenwald wertvolle Zeit gutmachen. Auf ihm ruhen die deutschen Hoffnungen, den Rückstand aus der Abfahrt zu minimieren. Für die DSV-Männer wäre schon eine Top-5-Platzierung ein Achtungserfolg.

Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Linus Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren. Er wuchs mit drei Brüdern auf und verbrachte schon früh viel Zeit in den Alpen. Die Nähe zu den Bergen spielte eine entscheidende Rolle für seine sportliche Entwicklung. Skifahren gehörte dabei immer zum Familienalltag.
Linus Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren. Er wuchs mit drei Brüdern auf und verbrachte schon früh viel Zeit in den Alpen. Die Nähe zu den Bergen spielte eine entscheidende Rolle für seine sportliche Entwicklung. Skifahren gehörte dabei immer zum Familienalltag. © imago sportfotodienst
Schon im Alter von zwei Jahren stand Straßer auf Skiern. Regelmäßige Aufenthalte in Tirol und den bayerischen Alpen sorgten dafür, dass er früh ein Gefühl für Schnee und Gelände entwickelte. Besonders technische Passagen lagen ihm schon als Kind. Sein außergewöhnliches Talent wurde schnell erkannt.
Schon im Alter von zwei Jahren stand Straßer auf Skiern. Regelmäßige Aufenthalte in Tirol und den bayerischen Alpen sorgten dafür, dass er früh ein Gefühl für Schnee und Gelände entwickelte. Besonders technische Passagen lagen ihm schon als Kind. Sein außergewöhnliches Talent wurde schnell erkannt. © imago sportfotodienst
Straßer nahm schon früh an regionalen Ski-Rennen teil. Dort fiel er vor allem im Slalom durch saubere Technik und hohe Risikobereitschaft auf. Die Ergebnisse bestätigten sein Potenzial. Der Leistungssport rückte früh in den Fokus.
Straßer nahm schon früh an regionalen Ski-Rennen teil. Dort fiel er vor allem im Slalom durch saubere Technik und hohe Risikobereitschaft auf. Die Ergebnisse bestätigten sein Potenzial. Der Leistungssport rückte früh in den Fokus. © imago sportfotodienst
Seine leistungsorientierte Ausbildung startete er beim örtlichen TSV 1860 München. Dort wurde er gezielt im alpinen Rennsport gefördert. Schule, Training und Wettkämpfe bestimmten zunehmend seinen Alltag. Das Fundament seiner späteren Weltcup-Karriere.
Seine leistungsorientierte Ausbildung startete er beim örtlichen TSV 1860 München. Dort wurde er gezielt im alpinen Rennsport gefördert. Schule, Training und Wettkämpfe bestimmten zunehmend seinen Alltag. Das Fundament seiner späteren Weltcup-Karriere. © imago sportfotodienst
Im Nachwuchsbereich feierte Straßer erste internationale Erfolge im FIS-Zirkus. 2011 gewann er den Junioren-Slalomtitel – spätestens zu diesem Zeitpunkt galt er als eines der größten deutschen Technik-Talente.
Im Nachwuchsbereich feierte Straßer erste internationale Erfolge im FIS-Zirkus. 2011 gewann er den Junioren-Slalomtitel – spätestens zu diesem Zeitpunkt galt er als eines der größten deutschen Technik-Talente. © imago sportfotodienst
In den frühen Jahren seiner Karriere blieb Straßer nicht von Rückschlägen verschont. Einige Verletzungen bremsten ihn zeitweise aus. Diese Phasen nutzte er, um technisch und mental an sich zu arbeiten.
In den frühen Jahren seiner Karriere blieb Straßer nicht von Rückschlägen verschont. Einige Verletzungen bremsten ihn zeitweise aus. Diese Phasen nutzte er, um technisch und mental an sich zu arbeiten.  © IMAGO/IPA Sport/ABACA
Am 27. Oktober 2013 gab Linus Straßer sein Weltcup-Debüt in Sölden – die höchste Ebene des alpinen Skisports. Schritt für Schritt arbeitete er sich im Slalom nach vorne.
Am 27. Oktober 2013 gab Linus Straßer sein Weltcup-Debüt in Sölden – der höchsten Ebene des alpinen Skisports. Schritt für Schritt arbeitete er sich im Slalom nach vorne. © imago sportfotodienst
Zwischen 2014 und 2016 pendelte Straßer zwischen Europacup und Weltcup. Er sammelte erste Weltcup-Punkte und verbesserte kontinuierlich seine Platzierungen. Besonders im Slalom zeigte sich sein Potenzial. Die Konstanz ließ jedoch noch auf sich warten.
Zwischen 2014 und 2016 pendelte Straßer zwischen Europacup und Weltcup. Er sammelte erste Weltcup-Punkte und verbesserte kontinuierlich seine Platzierungen. Besonders im Slalom zeigte sich sein Potenzial. Die Konstanz ließ jedoch noch auf sich warten. © IMAGO/Mattia Radoni/IPA Sport / ipa-agency.net
Im Januar 2017 feierte Straßer seinen ersten Weltcupsieg beim Parallel-Slalom-City-Event in Stockholm. Der Erfolg markierte seinen Durchbruch auf internationalem Niveau. Er bewies, dass er nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen kann. Der Sieg verschaffte ihm weltweite Aufmerksamkeit.
Im Januar 2017 feierte Straßer seinen ersten Weltcupsieg beim Parallel-Slalom-City-Event in Stockholm. Der Erfolg markierte seinen Durchbruch auf internationalem Niveau. Er bewies, dass er nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen kann. Der Sieg verschaffte ihm weltweite Aufmerksamkeit. © IMAGO/Mine Kasapoglu
In den folgenden Jahren konzentrierte sich Straßer zunehmend auf den klassischen Slalom. Seine Technik, Linienwahl und Rennintelligenz wurden zu seinem Markenzeichen. Er etablierte sich dauerhaft in der erweiterten Weltspitze.
In den folgenden Jahren konzentrierte sich Straßer zunehmend auf den klassischen Slalom. Seine Technik, Linienwahl und Rennintelligenz wurden zu seinem Markenzeichen. Er etablierte sich dauerhaft in der erweiterten Weltspitze.  © IMAGO/Mattia Radoni
Am 6. Januar 2021 gewann Straßer den Weltcup-Slalom in Zagreb. Es war der erste deutsche Slalom-Weltcupsieg seit vielen Jahren. Dieser Triumph hatte große Bedeutung für den deutschen Skisport. Straßer bestätigte damit endgültig seinen Status als Top-Slalomfahrer.
Am 6. Januar 2021 gewann Straßer den Weltcup-Slalom in Zagreb. Es war der erste deutsche Slalom-Weltcupsieg seit vielen Jahren. Dieser Triumph hatte große Bedeutung für den deutschen Skisport. Straßer bestätigte damit endgültig seinen Status als Top-Slalomfahrer. © Slavko Midzor/PIXSELL via www.imago-images.de
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann Straßer Silber im Mixed-Team-Event. Gemeinsam mit dem deutschen Team zeigte er starke Leistungen in den K.o.-Duellen. Es war seine erste olympische Medaille.
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann Straßer Silber im Mixed-Team-Event. Gemeinsam mit dem deutschen Team zeigte er starke Leistungen in den K.o.-Duellen. Es war seine erste olympische Medaille. © IMAGO/RICK T WILKING
Nach Olympia blieb Straßer ein fester Bestandteil der Weltspitze. Er sammelte regelmäßig Top-10-Platzierungen und Podestplätze. Besonders seine geringe Ausfallquote hob ihn von vielen Konkurrenten ab – Konstanz wurde zu seiner größten Stärke.
Nach Olympia blieb Straßer ein fester Bestandteil der Weltspitze. Er sammelte regelmäßig Top-10-Platzierungen und Podestplätze. Besonders seine geringe Ausfallquote hob ihn von vielen Konkurrenten ab – Konstanz wurde zu seiner größten Stärke. © IMAGO/Andrea Solero
Die Saison 2023/24 gilt als eine der erfolgreichsten seiner Karriere. Straßer zeigte konstant starke Leistungen über den gesamten Winter hinweg. Er zählte zu den besten Slalomfahrern der Gesamtwertung.
Die Saison 2023/24 gilt als eine der erfolgreichsten seiner Karriere. Straßer zeigte konstant starke Leistungen über den gesamten Winter hinweg. Er zählte zu den besten Slalomfahrern der Gesamtwertung.  © IMAGO/IPA Sport/ABACA
Im Januar 2024 gewann Straßer den Slalom am Ganslernhang in Kitzbühel. Kitzbühel zählt zu den prestigeträchtigsten Weltcup-Stationen. Der Sieg hatte historischen Charakter für den deutschen Skisport. Straßer reagierte im Ziel hoch emotional.
Im Januar 2024 gewann Straßer den Slalom am Ganslernhang in Kitzbühel. Das Hahnenkammrennen zählt zu den prestigeträchtigsten Weltcup-Stationen. Der Sieg hatte historischen Charakter für den deutschen Skisport. Straßer reagierte im Ziel hoch emotional. © IMAGO/Mine Kasapoğlu
Nur wenige Tage später gewann Straßer auch den Nachtslalom in Schladming. Zwei Siege auf den schwierigsten Slalom-Pisten der Welt in einer Saison sind außergewöhnlich. Damit erreichte er den Höhepunkt seiner Weltcup-Karriere. International wurde er endgültig als absolute Spitze anerkannt.
Nur wenige Tage später gewann Straßer auch den Nachtslalom in Schladming. Zwei Siege auf den schwierigsten Slalom-Pisten der Welt in einer Saison sind außergewöhnlich. Damit erreichte er den Höhepunkt seiner Weltcup-Karriere. International wurde er endgültig als absolute Spitze anerkannt. © IMAGO/Oryk HAIST
Felix Neureuther, Deutschlands erfolgreichster Slalomfahrer vor Straßer, hat dessen Karriere über viele Jahre aufmerksam begleitet. Bereits nach Straßers ersten Weltcupsiegen lobte Neureuther öffentlich dessen Technik und Rennintelligenz. Seine Anerkennung machte deutlich, dass Straßer nicht nur Nachfolger, sondern eigenständige Größe im Slalom ist. Der Vergleich steht sinnbildlich für den Generationenwechsel im deutschen Technik-Skisport.
Felix Neureuther, Deutschlands erfolgreichster Slalomfahrer vor Straßer, hat dessen Karriere über viele Jahre aufmerksam begleitet. Bereits nach Straßers ersten Weltcupsiegen lobte Neureuther öffentlich dessen Technik und Rennintelligenz. Seine Anerkennung machte deutlich, dass Straßer nicht nur Nachfolger, sondern eigenständige Größe im Slalom ist. Der Vergleich steht sinnbildlich für den Generationenwechsel im deutschen Technik-Skisport. © imago sportfoto
Privates hält Straßer weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Bekannt ist, dass Familie und enger Freundeskreis für ihn eine wichtige Rolle spielen – besonders seine Ehefrau Maria Haimmerer und seine beiden Kinder.
Privates hält Straßer weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Bekannt ist, dass Familie und enger Freundeskreis für ihn eine wichtige Rolle spielen – besonders seine Ehefrau Maria Haimmerer und seine beiden Kinder. © IMAGO/Robert Szaniszló
Für seine Leistungen wurde Straßer 2024 zum deutschen Skisportler des Jahres gewählt. Zusätzlich erhielt er den Goldenen Ski. Seine Saison wurde auch national stark gewürdigt.
Für seine Leistungen wurde Straßer 2024 zum deutschen Skisportler des Jahres gewählt. Zusätzlich erhielt er den Goldenen Ski. Seine Saison wurde auch national stark gewürdigt. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/G. Santemiz
Bei der alpinen Ski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm gewann Straßer Bronze im Slalom. Es war seine erste Einzelmedaille bei einer Weltmeisterschaft. Nach mehreren verpassten Chancen bei Großereignissen hatte dieser Erfolg besondere Bedeutung.
Bei der alpinen Ski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm gewann Straßer Bronze im Slalom. Es war seine erste Einzelmedaille bei einer Weltmeisterschaft. Nach mehreren verpassten Chancen bei Großereignissen hatte dieser Erfolg besondere Bedeutung. © IMAGO/MAXIM THORE
Das WM-Bronze bestätigte Straßers Qualität auch unter maximalem Druck. Der Slalom bei Weltmeisterschaften gilt als besonders nervenaufreibend. Straßer überzeugte mit einem starken zweiten Lauf. Die Medaille stärkte seine Position für die Olympiasaison.
Das WM-Bronze bestätigte Straßers Qualität auch unter maximalem Druck. Der Slalom bei Weltmeisterschaften gilt als besonders nervenaufreibend. Straßer überzeugte mit einem starken zweiten Lauf. Die Medaille stärkte seine Position für die Olympiasaison. © IMAGO/Pierre Teyssot
Im Mai 2025 wechselte Straßer nach vielen Jahren den Ski-Ausrüster und schloss sich HEAD an. Der Schritt wurde bewusst im Hinblick auf Olympia 2026 gewählt. Ziel war eine technische Weiterentwicklung und neue Impulse.
Im Mai 2025 wechselte Straßer nach vielen Jahren den Ski-Ausrüster und schloss sich HEAD an. Der Schritt wurde bewusst im Hinblick auf Olympia 2026 gewählt. Ziel war eine technische Weiterentwicklung und neue Impulse. © IMAGO/Ulrich Wagner
Der Beginn der Saison 2025/26 verlief nicht konstant. Gute Läufe wechselten sich mit Rückschlägen ab. Straßer kämpfte um Stabilität im hochklassigen Slalom-Feld. Seine Erfahrung half ihm, trotz Schwankungen konkurrenzfähig zu bleiben.
Der Beginn der Saison 2025/26 verlief nicht konstant. Gute Läufe wechselten sich mit Rückschlägen ab. Straßer kämpfte um Stabilität im hochklassigen Slalom-Feld. Seine Erfahrung half ihm, trotz Schwankungen konkurrenzfähig zu bleiben. © imago sportfotodienst
Kurz vor den Winterspielen gelang Straßer wieder ein Podestplatz im Weltcup-Slalom am Hahnenkamm. Besonders der starke zweite Lauf sorgte für Aufmerksamkeit. Das Ergebnis galt als wichtiges Signal. Straßer meldete sich rechtzeitig zurück im Kreis der Medaillenkandidaten.
Kurz vor den Winterspielen gelang Straßer wieder ein Podestplatz im Weltcup-Slalom am Hahnenkamm. Besonders der starke zweite Lauf sorgte für Aufmerksamkeit. Das Ergebnis galt als wichtiges Signal. Straßer meldete sich rechtzeitig zurück im Kreis der Medaillenkandidaten. © IMAGO/Franz Wolfgang Rainer
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind der klare Karriere-Fixpunkt – Straßer fährt dabei zu seinen dritten Spielen. Nach Team-Silber 2022 ist das Ziel eine Einzelmedaille.
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind der klare Karriere-Fixpunkt – Straßer fährt dabei zu seinen dritten Spielen. Nach Team-Silber 2022 ist das Ziel eine Einzelmedaille.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Franz Feiner

Als haushohe Favoriten gelten die Schweizer. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Saalbach feierten sie einen historischen Dreifachsieg in der Team-Kombination. Gold ging damals an das Duo Franjo von Allmen und Loïc Meillard. Die Eidgenossen verfügen über eine Luxusauswahl an Spezialisten und sind der Konkurrenz in diesem Format überlegen. Neben der Schweiz haben auch Österreich, Norwegen und Italien realistische Medaillenchancen im Kampf um olympisches Edelmetall auf der anspruchsvollen Stelvio-Piste. Am Sonntag verpasste Emma Aicher in der Abfahrt einen Gold-Coup nur ganz knapp.

Die Team-Kombination bei Olympia ist das dritte offizielle Ski-Alpin-Rennen bei den Olympischen Winterspielen 2026. Anders als im Weltcup fließen die Ergebnisse nicht in die Gesamtwertung ein, es geht stattdessen um Gold, Silber und Bronze. Home of Sports ist im Liveticker zum Ski alpin mit dabei. Hier geht es zur Startliste. (Quelle: chiemgau24.de, ck)

Rubriklistenbild: © Julia Demaree Nikhinson/Imago

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