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Olympia-Entscheidung um deutschen Ski-Weltmeister nach Verletzung gefallen
VonChristoph Klaucke
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Noch vor wenigen Wochen stand er auf Krücken. Jetzt ist eine Entscheidung über einen Olympia-Einsatz bei Deutschlands Riesenslalom-Ass gefallen.
Die Erleichterung ist groß: Alexander Schmid wird trotz seiner Knöchelverletzung bei Olympia an den Start gehen. Der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte die Teilnahme des 31-Jährigen im Riesenslalom am kommenden Samstag (10.00 und 13.30 Uhr). Damit endet ein Wettlauf gegen die Zeit, der vor wenigen Wochen noch ungewiss schien.
Mitte Januar hatte sich der Parallel-Weltmeister von 2023 bei einem unterklassigen FIS-Rennen in Gsies in Südtirol einen Haarriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Bei der offiziellen Einkleidung der deutschen Olympia-Teilnehmer in München erschien Schmid nur wenige Tage später mit Schiene und Krücken. Doch schon damals zeigte sich der Allgäuer vom SC Fischen optimistisch: Drei Spezialisten hätten ihm versichert, dass eine Genesung bis zu den Winterspielen möglich sei.
Olympia-Entscheidung um deutschen Ski-Weltmeister Schmid gefallen
Diese Prognose hat sich nun bewahrheitet. „Die Blessur ist überwunden“, sagte Schmid laut einer Mitteilung des DSV. Der 31-Jährige betonte: „Es ist für mich eine riesige Motivation, überhaupt am Start stehen zu können.“ Nach intensivem Training am Oberjoch fühle er sich bereit für den olympischen Wettkampf in Bormio. Allerdings räumte Schmid ein: „Da ich aktuell nicht zu den Favoriten zähle, kann ich befreit auffahren.“ Den Hang in Bormio kenne er nicht, er lasse sich überraschen.
Für Schmid ist es bereits die dritte Olympia-Teilnahme nach 2018 und 2022. In Peking gewann er vor vier Jahren im Team-Parallel-Event die Silbermedaille. Seit Jahren gilt er als bester deutscher Riesenslalom-Fahrer. Neben Schmid starten am Samstag auch Fabian Gratz und Anton Grammel in der alpinen Kerndisziplin für Deutschland.
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Die aktuelle Knöchelverletzung reiht sich in eine lange Leidensgeschichte ein. Schmid hatte erst in dieser Saison sein Comeback nach einer schweren Knieverletzung gegeben. Im Dezember 2024 hatte er sich das Kreuzband gerissen, bereits 2023 erlitt er dieselbe Verletzung. Erst im Oktober 2025 feierte der Riesenslalomspezialist sein Weltcup-Comeback in Sölden.
Trotz der gesundheitlichen Rückschläge hatte Schmid neben Fabian Gratz, Linus Straßer und Simon Jocher die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geforderte Olympia-Norm erfüllt. Dass er nun tatsächlich in Bormio an den Start gehen kann, ist für den erfahrenen Techniker ein kleines Wunder. Mit der Motivation eines Kämpfers, der sich zurückgekämpft hat, will Schmid am Samstag zeigen, was in ihm steckt. (ck)