Schwere Verletzung bestätigt

Ski-Superstar Vonn verkündet Horror-Diagnose – und will Olympia-Traum trotzdem nicht begraben

  • VonIsabella Strehmann
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Lindsey Vonn vergoss nach ihrem Sturz von Crans-Montana bittere Tränen. Ihre Olympia-Teilnahme war lange ungewiss. Jetzt spricht die 41-Jährige Klartext.

Lindsey Vonn hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gab – das meiste davon mehrfach. Mit 41 Jahren hatte sie noch einen letzten Traum: Ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2026. Nach ihrem schweren Sturz von Crans-Montana bangte sie um ihre Reise nach Italien. Doch nun verkündet sie: Sie wird an den Start gehen können, obwohl sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat!

Lindsey Vonn stürzte wenige Tage vor Olympia schwer.

Auf einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz war ihr die Erleichterung anzusehen, als sie die „gute“ Nachricht überbrachte. Einmal Gold und zweimal Bronze, diese olympische Bilanz will die US-Amerikanerin auf italienischem Boden ausbauen. Vor allem in der Abfahrt gilt Vonn als Medaillenkandidatin, nach dieser Saison stellt sie die Skier dann endgültig in die Ecke.

Ski-Superstar Lindsey Vonn will trotz Kreuzbandriss bei Olympia starten

Auf der PK verriet Vonn: „Letzten Freitag habe ich mein Kreuzband gerissen. Aber mein Knie ist nicht geschwollen. Daher will ich es am Sonntag probieren. Ich weiß, dass ich nicht mehr die gleichen Chancen habe. Aber ich will es versuchen.“ In Crans-Montana war sie mit dem Hubschrauber abtransportiert worden, die schwere der Verletzung war damals noch unklar.

Am Sonntag (8. Februar) steigt das Abfahrtsrennen der Damen. Hier hoffte der Superstar vor dem schlimmen Sturz eigentlich noch auf Edelmetall, nun fällt die Hoffnung natürlich etwas gedämpfter aus. Starten wird Vonn mit einer Spezialschiene. Trotz Horror-Diagnose stand sie bereits wieder auf Skiern. „Das ist offensichtlich nicht das, was ich gehofft habe. Ich habe heute trainiert, muss aber noch das Abfahrtstraining versuchen.“

Comebacks, Rekorde, Olympia-Drama: Die Berg-und-Talfahrt-Karriere der Ski-Queen Lindsey Vonn

Im April 2000 gewann Vonn (damals noch Kildow) mit 15 Jahren ihr erstes FIS-Rennen. Im November desselben Jahres folgte der erste Renn-Sieg beim Nor-Am-Cup.
Im April 2000 gewann Vonn (damals noch Kildow) mit 15 Jahren ihr erstes FIS-Rennen. Im November desselben Jahres folgte der erste Renn-Sieg beim Nor-Am-Cup. © imago sportfotodienst
Am 18. November 2000 nahm die US-Amerikanerin zum ersten Mal an einem Weltcuprennen teil. Beim Slalom von Aspen konnte sie sich allerdings nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.
Am 18. November 2000 nahm die US-Amerikanerin zum ersten Mal an einem Weltcuprennen teil. Beim Slalom von Aspen konnte sie sich allerdings nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.  © imago sportfotodienst
Ihre ersten Weltcup-Punkte holte Vonn am 15. Dezember 2001. Beim Super-G von Val-d’Isère stand sie am Ende auf Platz 26 und fuhr damit fünf Punkte ein.
Ihre ersten Weltcup-Punkte holte Vonn am 15. Dezember 2001. Beim Super-G von Val-d’Isère stand sie am Ende auf Platz 26 und fuhr damit fünf Punkte ein. © imago sportfotodienst
Dann ihr erster großer Erfolg: Vonn qualifizierte sich für die Olympischen Winterspiele 2002. In der Alpinen Kombination wurde sie Sechste, unterbot damit ihre Bestleistung im Weltcup deutlich. Seitdem galt sie als eines der hoffnungsvollsten US-amerikanischen Ski-Talente.
Dann ihr erster großer Erfolg: Vonn qualifizierte sich für die Olympischen Winterspiele 2002. In der Alpinen Kombination wurde sie Sechste, unterbot damit ihre Bestleistung im Weltcup deutlich. Seitdem galt sie als eines der hoffnungsvollsten US-amerikanischen Ski-Talente. © imago sportfotodienst
Auf der Tofana, einer der schwersten Abfahrten der Welt erzielte Vonn am 17. Januar 2004 ihr erste Weltcup-Podest – sie wurde Dritte in der Gesamtwertung.
In Cortina d‘Ampezzo auf der Tofana, einer der schwersten Abfahrten der Welt, erzielte Vonn am 17. Januar 2004 ihr erstes Weltcup-Podest – sie wurde Dritte in der Gesamtwertung. © IMAGO/GEPA/USA TODAY Sports
3. Dezember 2004: Der erste Weltcup-Sieg. In Lake Louise siegte Vonn erstmals. Mit fünf weiteren Podestplätzen etablierte sie sich dann endgültig in der Weltspitze.
3. Dezember 2004: Der erste Weltcup-Sieg. In Lake Louise siegte Vonn erstmals. Mit fünf weiteren Podestplätzen etablierte sie sich dann endgültig in der Weltspitze.  © imago sportfotodienst
2006 nahm Vonn mit heftigen Prellungen und starken Schmerzen an den Olympischen Winterspielen in Turin teil. Ihre Verletzungen hatte sie sich zuvor durch einen Sturz beim Training in San Sicario zugezogen. Sie wurde Siebte im Super-G und Achte in der Abfahrt – dafür wurde sie mit dem U.S. Olympic Spirit Award ausgezeichnet.
2006 nahm Vonn mit heftigen Prellungen und starken Schmerzen an den Olympischen Winterspielen in Turin teil. Ihre Verletzungen hatte sie sich zuvor durch einen Sturz beim Training in San Sicario zugezogen. Sie wurde Siebte im Super-G und Achte in der Abfahrt – dafür wurde sie mit dem U.S. Olympic Spirit Award ausgezeichnet. © imago sportfotodienst
Bei den Weltmeisterschaften 2007 im schwedischen Åre gewann die US-Amerikanerin Silber im Super-G und in der Abfahrt. Dann erlitt sie einen Anriss am Kreuzband, sodass sie die Saison vorzeitig beenden musste. Zudem entwickelte sich allmählich eine Rivalität zur deutschen Ski-Legende Maria Höfl-Riesch.
Bei den Weltmeisterschaften 2007 im schwedischen Åre gewann die US-Amerikanerin Silber im Super-G und in der Abfahrt. Dann erlitt sie einen Anriss am Kreuzband, sodass sie die Saison vorzeitig beenden musste. Zudem entwickelte sich allmählich eine Rivalität zur deutschen Ski-Legende Maria Höfl-Riesch. © imago sportfotodienst
Am 29. September 2007 heiratete sie den ehemaligen Skirennläufer Thomas Vonn. Seitdem fuhr sie unter dem Namen ihres Ehemannes. Bis zu ihrer Trennung 2011 gehörte Thomas Vonn zu Lindseys Betreuerstab.
Am 29. September 2007 heiratete sie den ehemaligen Skirennläufer Thomas Vonn. Seitdem fuhr sie unter dem Namen ihres Ehemannes. Bis zu ihrer Trennung 2011 gehörte Thomas Vonn zu Lindseys Betreuerstab.  © IMAGO/Kevan Brooks
Zu Beginn der Saison 2007/08 legte Vonn in Lake Louise ihr Comeback hin. Allerdings fuhr sie weiterhin mit einem angerissenen Kreuzband. Dennoch stand sie schon vor dem letzten Rennen der Saison bereits als Siegerin des Gesamtweltcups fest. Nach Tamara McKinney war sie damit erst die zweite US-Amerikanerin, der eine solche Leistung gelang.
Zu Beginn der Saison 2007/08 legte Vonn in Lake Louise ihr Comeback hin. Allerdings fuhr sie weiterhin mit einem angerissenen Kreuzband. Dennoch stand sie schon vor dem letzten Rennen der Saison bereits als Siegerin des Gesamtweltcups fest. Nach Tamara McKinney war sie damit erst die zweite US-Amerikanerin, der eine solche Leistung gelang.  © imago sportfotodienst
Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dem Sieg im Super-G von Tarvis wurde Vonn am 22. Februar 2009 zur erfolgreichsten US-Skifahrerin der alpinen Weltcup-Historie. Die Saison krönte sie dann mit ihrem zweiten Gesamtsieg im Weltcup.
Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dem Sieg im Super-G von Tarvis wurde Vonn am 22. Februar 2009 zur erfolgreichsten US-Skifahrerin der alpinen Weltcup-Historie. Die Saison krönte sie dann mit ihrem zweiten Gesamtsieg im Weltcup. © IMAGO/Mitchell Gunn-USA TODAY Sports
In insgesamt 34 ausgetragenen Weltcuprennen der Saison 2008/09 feierte sie neun Siege, war 16 Mal auf dem Podest und schloss 26 Mal unter den ersten Zehn ab. Folgerichtig wurde Vonn am Ende der Saison von der Internationalen Vereinigung der Ski-Journalisten (AIJS) mit dem „Skieur d’Or“ ausgezeichnet.
In insgesamt 34 ausgetragenen Weltcuprennen der Saison 2008/09 feierte sie neun Siege, war 16 Mal auf dem Podest und schloss 26 Mal unter den ersten Zehn ab. Folgerichtig wurde Vonn am Ende der Saison von der Internationalen Vereinigung der Ski-Journalisten (AIJS) mit dem „Skieur d’Or“ ausgezeichnet. © imago sportfotodienst
Den größten Erfolg ihrer Karriere verbuchte Vonn 2010 im kanadischen Vancouver. Bei den Olympischen Winterspielen gewann die US-Amerikanerin vor ihrer Teamkollegin Julia Mancuso die Goldmedaille in der Abfahrt. Dazu außerdem Bronze im Super-G.
Den größten Erfolg ihrer Karriere verbuchte Vonn 2010 im kanadischen Vancouver. Bei den Olympischen Winterspielen gewann die US-Amerikanerin vor ihrer Teamkollegin Julia Mancuso die Goldmedaille in der Abfahrt. Dazu außerdem Bronze im Super-G.  © imago sportfotodienst
Zwischen 2008 und 2012 galt Vonn als die dominierendste Ski-Fahrerin ihrer Zeit. Sie holte in diesem Zeitraum viermal den Gesamtweltcup.
Zwischen 2008 und 2012 galt Vonn als die dominierendste Ski-Fahrerin ihrer Zeit. Sie holte in diesem Zeitraum viermal den Gesamtweltcup.  © imago sportfotodienst
Und Vonn machte nicht Halt. Mit 16 kleinen Kugeln (Trophäe für Siege in einzelnen Disziplinen) hält sie bis heute den Rekord der Frauen. Zudem teilt sie sich mit acht kleinen Kugeln den Rekord für die meisten kleinen Kugeln in einer einzigen Disziplin - mit Mikaela Shiffrin.
Und Vonn machte nicht Halt. Mit 16 kleinen Kugeln (Trophäe für Siege in einzelnen Disziplinen) hält sie bis heute den Rekord der Frauen. Zudem teilt sie sich mit acht kleinen Kugeln den Rekord für die meisten kleinen Kugeln in einer einzigen Disziplin - mit Mikaela Shiffrin. © imago sportfotodienst
Dann folgte ihr wohl schwerster Sturz: Bei der WM in Schladming verunfallte Vonn am 5. Februar 2013 und zog sich einen Kreuzbandriss und einen Innenbandriss im rechten Knie zu. Damit war für sie die Saison vorzeitig beendet. Dennoch gewann sie den Abfahrtsweltcup am Ende vor Tina Maze – mit einem Punkt Vorsprung.
Dann folgte ihr wohl schwerster Sturz: Bei der WM in Schladming verunfallte Vonn am 5. Februar 2013 und zog sich einen Kreuzbandriss und einen Innenbandriss im rechten Knie zu. Damit war für sie die Saison vorzeitig beendet. Dennoch gewann sie den Abfahrtsweltcup am Ende vor Tina Maze – mit einem Punkt Vorsprung. © imago sportfotodienst
Die Saison 2014 verpasste Vonn aufgrund ihrer Knieverletzung und einer weiteren Operation. Im Oktober 2014 startete sie wieder mit dem Training in Sölden.
Die Saison 2014 verpasste Vonn aufgrund ihrer Knieverletzung und einer weiteren Operation. Im Oktober 2014 startete sie wieder mit dem Training in Sölden. © imago sportfotodienst
Nach mehreren Verletzungen und nur mäßigen Leistungen war Vonn erst Ende 2015 wieder zurück an der Spitze. Am 12. Dezember gewann sie in Åre erstmals wieder einen Riesenslalom.
Nach mehreren Verletzungen und nur mäßigen Leistungen war Vonn erst Ende 2015 wieder zurück an der Spitze. Am 12. Dezember gewann sie in Åre erstmals wieder einen Riesenslalom.  © imago sportfotodienst
Bei der Sprintabfahrt in Zauchensee Anfang 2016 gewann Vonn ihre 36. Abfahrt und zog mit dem Rekord von Ski-Legende Annemarie Moser-Pröll gleich. Am 23. Januar überholte sie Moser-Pröll mit ihrem Sieg in der Weltcup-Abfahrt von Cortina d’Ampezzo.
Bei der Sprintabfahrt in Zauchensee Anfang 2016 gewann Vonn ihre 36. Abfahrt und zog mit dem Rekord von Ski-Legende Annemarie Moser-Pröll gleich. Am 23. Januar überholte sie Moser-Pröll mit ihrem Sieg in der Weltcup-Abfahrt von Cortina d’Ampezzo. © imago sportfoto
2016 verletzte sich Vonn erneut. In Soldeu stürzte sie bei schwierigen Wetterverhältnissen und zog sich einen Bruch des Schienbeinkopfs zu. Dennoch stand sie einen Tag später wieder auf den Skiern und belegte den 13. Platz im Super-G. Am 2. März 2016 musste Vonn als Gesamtweltcup-Führende die Saison jedoch vorzeitig beenden. Bei ihrem Sturz hatte sie insgesamt drei Frakturen am linken Schienbeinkopf erlitten.
2016 verletzte sich Vonn erneut. In Soldeu stürzte sie bei schwierigen Wetterverhältnissen und zog sich einen Bruch des Schienbeinkopfs zu. Dennoch stand sie einen Tag später wieder auf den Skiern und belegte den 13. Platz im Super-G. Am 2. März 2016 musste Vonn als Gesamtweltcup-Führende die Saison jedoch vorzeitig beenden. Bei ihrem Sturz hatte sie insgesamt drei Frakturen am linken Schienbeinkopf erlitten. © imago sportfotodienst
Lindsey Vonn wurde bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2017 in St. Moritz mit ihrer Abfahrt-Bronzemedaille zur ältesten Medaillengewinnerin bei Alpin-Skiweltmeisterschaften. Sie war damals 32 Jahren und 117 Tage alt.
Lindsey Vonn wurde bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2017 in St. Moritz mit ihrer Abfahrt-Bronzemedaille zur ältesten Medaillengewinnerin bei Alpin-Skiweltmeisterschaften. Sie war damals 32 Jahren und 117 Tage alt. © Sammy Minkoff
Bei den Olympischen Winterspielen 2018 im koreanischen Pyeongchang gewann die US-Amerikanerin eine Bronzemedaille in der Abfahrt und erreichte Platz Sechs im Super-G. Es waren ihre letzten Olympischen Winterspiele.
Bei den Olympischen Winterspielen 2018 im koreanischen Pyeongchang gewann die US-Amerikanerin eine Bronzemedaille in der Abfahrt und erreichte Platz Sechs im Super-G. Es waren ihre letzten Olympischen Winterspiele. © MATTHEW HEALEY
Nach einem weiteren Sturz in Cortina d’Ampezzo erlitt Vonn eine Verletzung des Peroneus-Nervs. In den darauffolgenden zwei Abfahrten gelangen ihr unter starken Schmerzen immerhin Top-15-Resultate. Am 1. Februar 2019 gab sie dann bekannt, nach den Skiweltmeisterschaften 2019 in Åre zurückzutreten.
Nach einem weiteren Sturz in Cortina d’Ampezzo erlitt Vonn eine Verletzung des Peroneus-Nervs. In den darauffolgenden zwei Abfahrten gelangen ihr unter starken Schmerzen immerhin Top-15-Resultate. Am 1. Februar 2019 gab sie dann bekannt, nach den Skiweltmeisterschaften 2019 in Åre zurückzutreten. © Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder
Bei der WM in Schweden trat sie dann ein letztes Mal im Super-G und in der Abfahrt an. Im Super-G stürzte Vonn, in der Abfahrt wurde sie Dritte und gewann ihre achte WM-Medaille. Am 10. Februar 2019 folgte dann der offizielle Rücktritt.
Bei der WM in Schweden trat sie dann ein letztes Mal im Super-G und in der Abfahrt an. Im Super-G stürzte Vonn, in der Abfahrt wurde sie Dritte und gewann ihre achte WM-Medaille. Am 10. Februar 2019 folgte dann der offizielle Rücktritt. © DANIEL STILLER
Lindsey Vonn konnte dem Ski-Sport aber nicht lange fernbleiben: 2024 erhielt Lindsey Vonn eine Knieprothese, woraufhin sie ihre Rückkehr in den alpinen Skiweltcup ankündigte. Am 21. Dezember 2024 gab sie dann beim Super-G von St. Moritz ihr Comeback und konnte auf Anhieb wieder Punkte einfahren. Die US-Amerikanerin erklärte außerdem, an den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo teilnehmen zu wollen.
Lindsey Vonn konnte dem Ski-Sport aber nicht lange fernbleiben: 2024 erhielt Lindsey Vonn eine Knieprothese, woraufhin sie ihre Rückkehr in den alpinen Skiweltcup ankündigte. Am 21. Dezember 2024 gab sie dann beim Super-G von St. Moritz ihr Comeback und konnte auf Anhieb wieder Punkte einfahren. Die US-Amerikanerin erklärte außerdem, an den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo teilnehmen zu wollen.  © IMAGO/Vincent Carchietta
In der Saison 2025/26 bewies Vonn, dass sie in der Abfahrt noch immer zu den besten Fahrerinnen der Welt gehörte. In St. Moritz gewann sie im Dezember ihren ersten Abfahrts-Weltcup nach ihrer Rückkehr, im Januar legte sie in Zauchensee den zweiten Saisonsieg nach. Olympia konnte kommen.
In der Saison 2025/26 bewies Vonn, dass sie in der Abfahrt noch immer zu den besten Fahrerinnen der Welt gehörte. In St. Moritz gewann sie im Dezember ihren ersten Abfahrts-Weltcup nach ihrer Rückkehr, im Januar legte sie in Zauchensee den zweiten Saisonsieg nach. Olympia konnte kommen. © IMAGO/Ervin Monn
Doch dann der erste Schock. Eine Woche vor Beginn der Spiele stürzte Vonn in Crans-Montana. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie. Der große Traum war plötzlich in Gefahr.
Doch dann der erste Schock. Eine Woche vor Beginn der Spiele stürzte Vonn in Crans-Montana. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie. Der große Traum war plötzlich in Gefahr. © IMAGO/R4924_italyphotopress
In beeindruckender Kämpfermanier steckte die US-Amerikanerin trotz aller Widerstände nicht auf und stand nur wenige Tage nach ihrem Kreuzbandriss zum Training in Cortina auf der Piste. Und das nicht nur irgendwie, sondern mit wettbewerbsfähigen Zeiten. Dass ihr Antreten trotzdem ein Risiko sein würde, war Vonn bewusst.
In beeindruckender Kämpfermanier steckte die US-Amerikanerin trotz aller Widerstände nicht auf und stand nur wenige Tage nach ihrem Kreuzbandriss zum Training in Cortina auf der Piste. Und das nicht nur irgendwie, sondern mit wettbewerbsfähigen Zeiten. Dass ihr Antreten trotzdem ein Risiko sein würde, war Vonn bewusst. © IMAGO/R4924_italyphotopress
Schließlich war es soweit, die langersehnte olympische Abfahrt begann. Vonn legte los – und blieb nach nur wenigen Sekunden mit dem rechten Arm in einem Tor hängen. Es folgte ein echter Horror-Sturz, bei dem die Amerikanerin hart auf die Piste aufschlug und unter Schmerzensschreien am Boden blieb. Der Olympia-Traum war geplatzt – und die Folgen schwerwiegend.
Schließlich war es soweit, die langersehnte olympische Abfahrt begann. Vonn legte los – und blieb nach nur wenigen Sekunden mit dem rechten Arm in einem Tor hängen. Es folgte ein echter Horror-Sturz, bei dem die Amerikanerin hart auf die Piste aufschlug und unter Schmerzensschreien am Boden blieb. Der Olympia-Traum war geplatzt – und die Folgen schwerwiegend. © IMAGO/JOEL MARKLUND
Per Helikopter wurde Vonn ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ein komplexer Schienbeinbruch und weitere Brüche in beiden Beinen festgestellt. Mehrere Operationen wurden nötig.
Per Helikopter wurde Vonn ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ein komplexer Schienbeinbruch und weitere Brüche in beiden Beinen festgestellt. Mehrere Operationen wurden nötig. © IMAGO/Steffie Wunderl
Trotz der hochkomplexen Eingriffe und eines langen Heilungsverlaufs, der in den kommenden Monaten bevorsteht, gab Vonn sich nicht auf. „Es wird ein langer Weg, aber ich werde es schaffen“, versprach die Ski-Ikone. An eine Rückkehr auf die Piste ist erstmal allerdings nicht zu denken.
Trotz der hochkomplexen Eingriffe und eines langen Heilungsverlaufs, der in den kommenden Monaten bevorsteht, gab Vonn nicht auf. „Es wird ein langer Weg, aber ich werde es schaffen“, versprach die Ski-Ikone. An eine Rückkehr auf die Piste ist erstmal allerdings nicht zu denken. © Screenshot Instagram @lindseyvonn

Als die 41-Jährige von der Diagnose erfuhr, brach sie zunächst einmal in Tränen aus. Dennoch war ihr sofort klar: Olympia ist damit nicht automatisch vorbei. „Wenn das Kreuzband stabil ist und ich mich sicher fühle, werde ich weiter Rennen fahren. Das ist natürlich mein Ziel. Aber ich kann Ihnen diese Antwort erst geben, wenn ich tatsächlich Ski gefahren bin, vielleicht mit einer Geschwindigkeit von fünf Meilen pro Stunde, und dann werde ich es Ihnen sagen.“

Schmerzen, so Vonn, habe sie aktuell nicht. Ihre Marschroute ist klar: „Ich will mein Land stolz machen. Das ist mein Ziel. Das wäre mein größtes Comeback.“ Ein Abfahrts-Start bei Olympia trotz Kreuzbandriss – es scheint, als hätte sich Lindsey Vonn das mit Abstand verrückteste Kapitel ihrer grandiosen Karriere bis zum Schluss aufgehoben. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Rainer