Weiße Schönheit

Sieben Tipps, mit denen Ihre Christrosen lange und üppig blühen

  • Ines Alms
    VonInes Alms
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Eigentlich sind Christrosen pflegeleicht. Wenn die Blüten nicht aufgehen, können zum Beispiel ein Standortwechsel oder Staunässe schuld sein.

Ein sehr häufiger Grund dafür, dass die Christrose oder Schneerose nicht blüht, ist ein kürzliches Ein- oder Umpflanzen. Steht sie schon länger im Garten, liegen die Ursachen möglicherweise an einem zu feuchten Standort – aber auch zu viel Sonne mag die Staude nicht. Wenn Sie ein paar Punkte hinsichtlich ihrer Ansprüche beachten, werden Sie an einer reichlich blühenden Christrose voraussichtlich 20 bis 30 Jahre Freude haben.

Christrose blüht nicht: Standort ist für die Staude entscheidend

Die meisten Christrosen blühen ab Februar, frühe Sorten schon um Weihnachten.

Im Herbst vor dem ersten Frost ist die beste Zeit, um Christrosen zu pflanzen. Ist man hier zu spät dran, kann es gut sein, dass die meist im Februar blühende winterharte Pflanze erstmal gar keine Blüten zeigt. Der Blühzeitpunkt ist aber auch je nach Sorte unterschiedlich.

Mit folgenden Tipps blüht die Christrose ausdauernd und kraftvoll:

  1. Als Standort bevorzugt die Pflanze ein halbschattiges bis schattiges Plätzchen.
  2. Laut Gartenjournal.net sollte man die Nähe von Nadelgehölzen meiden, da der Boden hier zu sauer ist. Viel besser ist ein lehm- und kalkhaltiger Boden. Nur wenige Blüten sind ein mögliches Zeichen für Kalkmangel. Gegebenenfalls kann man etwas weiße Kreide in die Pflanzerde geben, die dann Kalk abgibt.
  3. Bei Trockenheit muss die Christrose auch im Winter gegossen werden, aber auf Staunässe reagieren die Pflanzen sehr empfindlich. Vor allem, wer die Pflanze im Kübel kultiviert, sollte hier auf eine gute Abflussmöglichkeit des Wassers achten.
  4. Auch wenn Christrosen winterhart sind, sind Exemplare im Topf schneller frostgefährdet. Bei sehr hohen Minusgraden sollte man sie kurzfristig geschützter stellen, wie in einen Schuppen.
  5. Wann soll die Schneerose blühen? Mein schöner Garten empfiehlt zum Beispiel die Sorte „Praecox“ für den Herbst, die Sorten „Helleborus Gold Collection“ (HGC) öffnen ab der (Vor-)Weihnachtszeit ihre Knospen.
  6. Im Spätwinter sollte man altes Laub in Maßen, aber vor allem kranke Blätter abschneiden, in denen sich oft Schädlinge verstecken. Außerdem wirken die Blüten dann schöner.
  7. Eine zweimalige organische Düngung im Jahr versorgt die Pflanze mit den nötigen Nährstoffen: Die erste erfolgt während der Blüte im Februar, die zweite im Sommer.

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10 winterharte Kübelpflanzen, die Balkon und Terrasse noch viel schöner machen

Buchsbäume im Kübel nebeneinander.
Da der Buchsbaum (Buxus sempervirens) immergrün ist, stellt er eine beliebte Kübelpflanze im Winter dar.  © Cora Niele/Imago
Eine weiß blühende Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum).
Jüngere Schneeforsythien benötigen im Winter noch eine leichte Abdeckung.  © Hans-Roland Mueller/Imago
Eine rot blühende Skimmie.
Die Skimmie beeindruckt im Winter mit ihren roten Beeren. © Stock&people/Imago
Roter Fächerahorn im Herbst.
Einen sonnigen Platz mag der hübsche Fächerahorn am liebsten.  © Gottfried Czepluch/Imago
Eine weiß blühende Säckelblume.
Da sie nur bedingt winterhart ist, benötigt die Säckelblume einen leichten Schutz vor Schnee und Eis. © Stock&people/Imago
Bergkiefer in der Sonne.
Kompakte Sorten des Bergkiefers können wunderbar im Kübel gehalten werden.  © Herbert Berger/Imago
Lilafarbene Früchte des Liebesperlenstrauches.
So hübsch sie auch sein mögen – die Früchte des winterharten Liebesperlenstrauches sind ungenießbar.  © Norman Krauß/Imago
Schwarze Apfelbeeren an einem Baum.
Die Schwarze Apfelbeere ist besonders reich an Vitamin C. Die Sorte „Viking“ ist besonders gut als Kübelpflanze geeignet. © Hans-Roland Muelle/Imago
Eine rosa blühende Zwergkirsche.
Obwohl die Zwergkirsche Wärme mag, kommt sie auch gut mit niedrigen Temperaturen zurecht. Besser ist jedoch, wenn man sie zusätzlich leicht abdeckt. © Stock&people/Imago
Eine rot-grüne Glanzmispel.
Die Glanzmispel „Red Robin“ ist schön, aber nur bedingt winterhart, weshalb man sie bei starkem Frost besser leicht abdeckt. © Hans-Roland Mueller/Imago

Christrosen blühen in der Regel ganz in Weiß. Wer es bunter mag, pflanzt sie neben Winterblüher wie Winterlinge oder winterharte Alpenveilchen – oder greift beim Kauf gleich zu den pastellfarbenen Lenzrosen.

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