Häufig gestellte Frage

Herbstlaub richtig entsorgen: Darf man die Blätter in den Biomüll werfen?

  • Anne Hund
    VonAnne Hund
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Viele Bewohner stellen sich im Herbst die Frage, wo sie Herbstlaub am besten entsorgen – und ob sie fürs Laubsammeln rund ums Haus überhaupt zuständig sind.

Der Herbst bringt nicht nur kühlere Temperaturen mit sich, sondern auch das erste Herbstlaub. Wer einen Garten hat, kann es an vielen Stellen sinnvoll einsetzen. Doch manche fragen sich, wie man Herbstlaub, das sich rund ums Haus angesammelt hat, am besten entsorgt? „Wer eine Biotonne hat, kann darin überschüssiges Laub am schnellsten loswerden“, erklärt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website. Restmüll- oder Papiertonne seien hingegen „tabu“. Gut zu wissen: In vielen Gemeinden gibt es laut der Verbraucherzentrale zudem „spezielle Säcke für Laub, die meist abgeholt werden, oder Laubkörbe an den Straßen“. Am besten sollte man sich über den kommunalen Abfallkalender oder beim Entsorger vor Ort informieren, raten die Experten.

Darf man Herbstlaub in der Biotonne entsorgen?

Diese Art der Entsorgung könnte vor allem dann helfen, wenn etwa in einem Mehrparteienhaus die gemeinschaftlich genutzte Biotonne zu klein ist. Zwar sei Laub in der Biotonne „gut aufgehoben“, wie die Zeitschrift Ökotest berichtet. Aber: „Wenn Sie eine gemeinschaftlich genutzte Biotonne haben, sollten Sie Ihr Laub besser nicht darin entsorgen – beziehungsweise nur dann, wenn kurz vor Leerung noch Platz ist“, so der Rat laut des Beitrags auf Oekotest.de. Wichtig zudem zu wissen: Blätter von kranken Bäumen solle man „über den Hausmüll entsorgen, damit sich die Krankheitserreger nicht weiter ausbreiten“, berichtet Ökotest. Laub oder auch sonstige Gartenabfälle zu verbrennen, sei in den meisten Kommunen verboten.

In manchen Städten und Gemeinden gibt es spezielle Säcke für Laub, die abgeholt werden. Ansonsten kann man es in die Biotonne werfen. (Symbolbild/Archivbild)

Eignet sich Herbstlaub für den Kompost?

Laub darf zudem auf den Kompost, wie Oekotest.de schreibt. Da es aber nur langsam verrotte, sollte man es „mit stickstoffreichem Gartenmaterial wie Rasenschnitt oder Gemüseresten mischen“, so der Rat. „Damit sorgen Sie für wertvollen Humus, um im Frühling gut gerüstet in die nächste Gartensaison zu starten.“ Wenn man das Laub mit dem Rasenmäher zerschreddere, zersetze es sich zudem schneller.

Muss man liegengebliebenes Laub am Haus entfernen?

Eigentümer sind übrigens verpflichtet, den Bürgersteig vor ihrem Grundstück sauber zu halten. Auch die Beseitigung des rutschigen Herbstlaubs zählt dazu, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. „Per Mietvertrag können sie diese Pflicht aber an die Mieter übertragen“, berichtet Oekotest zudem. Das gelte auch dann, wenn die Blätter eigentlich vom Nachbarn stammten. „Entsorgen muss sie der Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Blätter liegen“, heißt es in dem Bericht. Wer das Laub einfach liegen lasse, riskiere ein Bußgeld. Am besten sollte man das Laub mit einem Rechen oder mit Schaufel und Besen entfernen, so dort der Rat. Wer dagegen zum Laubbläser greift, muss sich, ähnlich wie beim Rasenmähen, an die Ruhezeiten halten.

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Wie kann man Laub im Garten sinnvoll nutzen?

Wer einen Garten hat, tut sich mit Laubabfällen oft leichter. „Laub übernimmt an den richtigen Stellen im Garten eine wichtige Rolle“, erklärt Wolfgang Groß vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V. laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Die herabfallenden Blätter der Bäume bieten unter Sträuchern und rund um frostempfindliche Pflanzen einen ausgezeichneten Winterschutz, wie in dem Bericht erklärt wird. Die Schicht hält die Wärme, aber auch die Feuchtigkeit im Boden. Vom Rasen aber sollte man das Laub auf jeden Fall entfernen, so der Experte laut dpa. „Sonst nehmen die Blätter den Halmen Licht und Luft. Das lässt sie gelb werden und begünstigt die Entwicklung von Krankheiten und Pilzen bei den Gräsern.“ Was Sie bei der Rasenpflege im Herbst zudem beachten sollten.

Laubhaufen als Unterschlupf für Igel und andere Tiere

Zusammen gerechte Laubhaufen sind für viele Tiere zudem eine notwendige Überwinterungshilfe, wie der Naturschutzbund (Nabu) auf seiner Webseite schildert. „Zum Beispiel für Igel und die Larven vieler Schmetterlinge“, heißt es dort. „Verteilt auf Beeten und unter Bäumen finden dort Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und Falter einen Unterschlupf.“

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg/dpa

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