Maßnahme gegen Massentourismus

Venedig verdoppelt Eintrittsgebühr – bis zu 10 Euro ab 2025

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Ab 2025 sollen Tagesbesucher in Venedig tiefer in die Tasche greifen. Die Eintrittsgebühr wird verdoppelt und könnte an vollen Tagen bis zu 10 Euro betragen.

Venedig ist eine der meistbesuchten Städte der Welt. In der Hochsaison kommen auf 50.000 Einwohner oft mehr als 100.000 Besucher pro Tag – eine Belastung für die Infrastruktur, Einwohner und Umwelt. Um die Besuchermassen zu begrenzen, testete der Stadtrat daher in diesem Frühjahr und Sommer an einigen gut besuchten Wochenenden eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen. Fünf Euro sollten von Urlaubern bezahlt werden, um die Lagunenstadt besuchen zu dürfen. Jetzt ist klar: Die Eintrittsgebühr ist gekommen, um zu bleiben.

Venedig: Preis für Eintrittsgebühr verdoppelt sich 2025

Venedig will die Eintrittsgebühr für Tagestouristen im kommenden Jahr fortsetzen, wie die italienische Zeitung Il Gazzettino berichtete. Die bisherigen fünf Euro werden auf bis zu zehn Euro an besonders stark frequentierten Tagen ansteigen. Wer frühzeitig bucht, zahlt hingegen nur einen „Grundtarif“ von drei Euro. Michele Zuin, der für den Haushalt zuständige Stadtrat von Venedig, hofft, auf diese Weise die „Anreisenden zu entmutigen“.

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Bisher keine große Abschreckung durch Eintrittsgebühr in Venedig

Luftaufnahme von der Basilica di Santa Maria della Salute am Canal Grande in Venedig.

Die bisherige Testphase der Eintrittsgebühr endete an diesem Wochenende (13. und 14. Juli) nach 29 Tagen. Während dieser Zeit hat die Stadt mit der bisherigen Gebühr von fünf Euro mehr als zwei Millionen Euro eingenommen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Allerdings konnte die Maßnahme ihren geplanten Effekt, nämlich die Eindämmung des Massentourismus, nicht erzielen. Es habe „keine großen Abschreckungseffekte“ gegeben, räumte Michele Zuin laut Il Gazzettino ein. Dies soll sich mit der Gebühr von zehn Euro ändern: „An diesem Punkt vertrauen wir darauf, dass der Besucher die Kosten, die ihm entstehen würden, einschließlich Tickets, Transport, Kosten der Stadt, insbesondere für den Besuch eines überfüllten Venedigs, durchrechnen wird und dass er sich am Ende dazu entschließt, an einem anderen Tag zu kommen.“ Der Tourismus-Stadtrat Simone Venutini betonte laut dpa: „Venedig ist immer noch zu billig. Es ist keine Tragödie, wenn die Touristen mehr bezahlen“.

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Panorama-Blick auf Rom.
Rom wird aufgrund seiner Größe und Bedeutung auch als „Ewige Stadt“ bezeichnet. Zahlreiche Bauwerke wie das Kolosseum, das Forum Romanum oder die Engelsburg verweisen auf seine lange Geschichte und entführen zurück in vergangene Zeiten. Gleichzeitig gibt es zahlreiche schmale Gassen und viele schnuckelige Cafés, in denen Sie das Treiben der Stadt beobachten können. © Alex Anton/Imago
Panorama-Blick über Paris.
Paris steht vermutlich bei jedem Reisenden einmal auf der Bucket-List – schließlich besuchen jährlich mehr als 30 Millionen Touristen die französische Hauptstadt, wie der Reiseanbieter Travelcircus berichtet. Ein besonderer Besuchermagnet ist der Eiffelturm, welcher sich nach seiner Fertigstellung zum Wahrzeichen der Stadt gemausert hat. Auch das Louvre, eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt, oder die Wallfahrtskirche Sacré-Cœur locken zahlreiche Touristen. Besonders gut lässt sich der Charme der Stadt außerdem in einem der zahlreichen Straßencafés erleben. © Shotshop/Imago
Panorama-Blick auf Prag
Ein Muss für jeden Städtetrip nach Prag ist ein Spaziergang durch die Altstadt mit all ihren Barockgebäuden und gotischen Kirchen. Ein besonderes Highlight ist die astronomische Uhr am Rathaus. Danach geht es über die Karlsbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Europas, hinüber auf die andere Seite der Moldau. Dort wartet die Prager Burg auf Besucher – das zweitgrößte geschlossene Burgareal der Welt.  © Sergii Kolesnyk/Imago
Panorama-Blick auf Amsterdam.
Auf in die Fahrrad-Hauptstadt Europas: In Amsterdam sind laut Travelcircus rund 58 Prozent der Einwohner auf zwei Rädern unterwegs. Zu entdecken gibt es romantischen Grachten, Museen oder die legendären Coffeeshops. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Anne-Frank-Haus oder der Königspalast.  © Ivanna Grigorova/Imago
Westminster Bridge mit Parlamentsgebäude am Themseufer und Uhrturm Big Ben in London.
Unter den besten Städtetrips in Europa darf London natürlich nicht fehlen. Hier verbinden sich Historie, Kultur und Moderne zu einer einzigartigen Metropole. Geschichts-Fans freuen sich über einen Besuch der Westminster Abbey, dem Tower of London oder dem Buckingham Palace – im krassen Gegensatz dazu steht The Shard, der eine Zeit lang als der höchste Wolkenkratzer der EU galt. In den Pausen lässt sich entspannt durch den Hyde Park spazieren oder auf dem Camden Market shoppen. © Günter Gräfenhain/Imago
Blick vom Stephansdom aus auf Wien.
Auf den Spuren von Kaiserin Sissi können Touristen in der österreichischen Hauptstadt Wien wandeln – das Schloss Schönbrunn war die Sommerresidenz der Monarchin und ist eine der beliebtesten Attraktionen vor Ort. Entdecken Sie außerdem den Wiener Prater, die Staatsoper oder den Stephansdom. Genießen Sie außerdem die Wiener Kaffeehauskultur, die 2011 sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt wurde. © UIG/Imago
Hamburger Hafen an den St. Pauli Landungsbrücken mit Blick in Richtung Hafencity
Hamburg ist eine der Top-Destinationen für einen Städtetrip in Europa und innerhalb Deutschlands. Ein Highlight der Hansestadt sind die St. Pauli-Landungsbrücken am Hafen, von wo aus sich Bootstouren über die Elbe unternehmen lassen. Tipp hier: Eine Fahrt mit der Fähre 62 bringt Sie an den langen Elbstrand. In der Speicherstadt hingegen können Sie das einzigartige Lagerhausensemble besichtigen – in einem der Gebäude befindet sich auch das Miniaturwunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Wer in das Nachtleben eintauchen will, macht sich auf den Weg in das Schanzenviertel oder auf die Reeperbahn.  © Chris Emil Janßen/Imago
Panorama-Blick auf Dubrovnik.
Sie wollen während Ihres Städtetrips auch ein wenig Sonne und Meeresluft genießen? Dann ist Dubrovnik in Kroatien genau das Richtige. Die wunderschöne Altstadt gehört bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe und erlangte spätestens als Drehort der Serie „Game of Thrones“ internationale Bekanntheit. Tauchen Sie bei einem Rundgang über die 1.940 Meter lange Stadtmauer oder beim Spazieren durch die Gassen in vergangene Zeiten ein!  © YAY Images/Imago
Panorama-Blick auf Madrid.
Mit seiner typischen spanischen Architektur ist Madrid ein wahrer Blickfang. Zu den Highlights gehören der Königspalast, das Bernabéu Stadium und der Plaza Mayor. Erkunden Sie die Prachtstraße Gran Via mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten und kehren Sie nachts zurück, um Musik und Tanz zu erleben. Und wenn Sie schon einmal da sind, dann sollten Sie auch die beliebten „Churros con chocolate“, ein frittiertes Spritzgebäck in Schokosoße, zum Frühstück genießen.  © CSP_Bertl123/Imago
Parlamentsgebäude in Budapest
Die Donaumetropole Budapest ist ebenfalls einen Städtetrip wert – sie bietet Besuchern nicht nur Kultur und Geschichte, sondern auch Shoppingmöglichkeiten, schicke Bars und leckeres Essen. Auf Ihrer Sightseeing-Tour durch die Stadt sollten das Parlamentsgebäude, die Matthiaskirche oder der Burgpalast nicht fehlen. Die ungarische Kulinarik erfahren Sie hingegen in der Großen Markthalle, wo es an zahlreichen Verkaufsständen eine Vielfalt an Leckereien gibt. © Wasin Pummarin/Imago

Die Eintrittsgebühr ist nicht die einzige Maßnahme, die Venedig in diesem Jahr ergriffen hat. Nachdem die Lagunenstadt 2023 kurz davor gestanden hatte, auf die Rote Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt zu werden, entschied man sich für verschiedenste Methoden, um den Massentourismus einzudämmen. Eine davon war beispielsweise auch das Verbot von größeren Reisegruppen. Und obwohl die Eintrittsgebühr im nächsten Jahr bestehen bleibt, wird es – wie in diesem Sommer – einige Ausnahmen geben. So waren Einheimische, Hotelgäste und Kinder unter 14 Jahren bisher von der Gebühr ausgenommen. Dabei soll es vorerst auch bleiben.

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