Kinder schlafen nebeneinander in einem großen Bett
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Auch bei Sommerhitze können die Kleinen mit ein paar Tricks gut ein- und durchschlafen. (Symbolbild)

Ruhige Nächte bei 30 Grad

Kinderzimmer herunterkühlen: 5 Tipps für die Hitzewelle

  • Sarah Diedenhoven
    VonSarah Diedenhoven
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Wenn draußen bis zu 30 Grad herrschen, wird das Einschlafen zur Schwierigkeit. Deswegen ist es sinnvoll, während des Tages das Kinderzimmer zu kühlen.

Selbst ohne den Einsatz von Klimaanlagen und Ventilator kann das Kinderzimmer effektiv gekühlt werden. Die optimale Schlafumgebung für Babys und Kinder liegt bei etwa 18 Grad Celsius und schützt Kinder und Babys vor Überhitzung im Schlaf. Dieser Wert muss jedoch nicht streng eingehalten werden. Die meisten Kinder fühlen sich bei einer Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius wohl. Mit diesen fünf Tipps sorgen Eltern für ein angenehmes Raumklima und ruhige Nächte, auch bei über 30 Grad Außentemperatur.

1. Zimmer während des Tages abdunkeln

Trotz aller Freude über die Sonnenstrahlen muss die Sonne tagsüber unbedingt ausgeschlossen werden, um das Kinderzimmer kühl zu halten. Tagsüber sollten die Vorhänge oder Rollläden heruntergelassen werden, um zu verhindern, dass die Sonne den Raum übermäßig aufheizt. Das hilft, einen unerwünschten Hitze-Stau im Zimmer zu vermeiden. Innenrollos, die einfach in den Fensterrahmen geklemmt werden können, sind eine gute Alternative für Mieter. Es gibt zum Beispiel spezielle Hitzeschutz-Rollos, die eine Beschichtung auf der Rückseite haben, um starke Sonneneinstrahlung und die damit verbundene Wärme effektiv abzuschirmen.

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2. Den richtigen Zeitpunkt zum Lüften finden, um das Kinderzimmer abzukühlen

Mindestens einmal am Tag sollte für Durchzug gesorgt werden. Allerdings ist das Lüften in der prallen Sonne nicht sehr hilfreich. Am besten kann man die warme Luft im Zimmer in den frühen Morgenstunden und am späten Abend loswerden. Im Sommer erreichen die Temperaturen meist zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr ihren Höhepunkt. Daher sollte zu dieser Zeit nicht gelüftet werden. Wichtig: die Kinder dürfen nicht in der Zugluft schlafen, egal wie heiß es ist.

Tipps gegen Hitze: Was hilft - und was Sie lieber lassen sollten

Tipps gegen Hitze: Finger Weg von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Denn Koffein kann den Kreislauf in der Sommerhitze belasten.
Tipps gegen Hitze: Finger Weg von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Denn Koffein kann den Kreislauf in der Sommerhitze belasten. © Kristina Köller/wa.de
Hitze in Deutschland – Hannover
Viel trinken ist bei Hitze das A und O. Es dürfen ruhig drei Liter am Tag sein je nach Durst, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Am besten ist Wasser. Zuckerhaltige Getränke empfehlen sich in solchen Mengen nicht. © Julian Stratenschulte/dpa
Tipps gegen Hitze: Meiden Sie Alkohol. Selbst wenn es verlockend ist, sich mit einem Glas Wein oder einem Cocktail auf den Balkon oder die Terrasse zu setzen. Alkohol entzieht dem Körper Mineralstoffe - gar nicht gut bei Hitze.
Tipps gegen Hitze: Meiden Sie Alkohol. Selbst wenn es verlockend ist, sich mit einem Glas Wein oder einem Cocktail auf den Balkon oder die Terrasse zu setzen. Alkohol entzieht dem Körper Mineralstoffe - gar nicht gut bei Hitze. © picture alliance/dpa/Pau Venteo
Tipps gegen Hitze: Finger Weg von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken. Denn Koffein kann den Kreislauf in der Sommerhitze belasten.
Wenn es im Sommer super-heiß ist, empfiehlt sich leichtes Essen. Am besten verteilt man mehrere kleine und leichte Mahlzeiten auf den Tag. Der Klassiker ist Salat. Aber auch Gemüsepfannen und ein bisschen Obst eignen sich. © Sina Schuldt/dpa
Sommerhitze - Hamburg
Schutz vor der Sonne ist an heißen Sommertagen extrem wichtig: Nicht nur Sonnencreme für die Haut, sondern auch eine Sonnenbrille für die Augen sollte man dabei haben. Ein Hut mit breiter Krempe schützt den Nacken. © Bodo Marks/dpa
Hitze in Deutschland - Frankfurt am Main
Die Wohnung kühl halten. Auch wenn es unschön ist, ohne Tageslicht in der Wohnung zu sein - wer einer gängigen Empfehlung zufolge die Fenster mit Rollläden abdunkelt und Fenster geschlossen hält, lässt die Hitze nicht rein. Andere Experten sagen das Gegenteil: Lüften sei wichtig, um Kohlendioxid raus zu lassen. Zumindest nachts sollte man lüften. © Arne Dedert/dpa
Die Vorteile des Wetters auch mal genießen. Ob Freibad oder Badesee - eine Abkühlung im Wasser macht heiße Tage besonders.
Die Vorteile des Wetters auch mal genießen. Ob Freibad oder Badesee - eine Abkühlung im Wasser macht heiße Tage besonders. © Jacob King/dpa

Idealerweise wird das Kinderzimmer einmal durchgelüftet, bevor das Kind schlafen geht und dann noch einmal zum nächtlichen Stillen oder Fläschchengeben. Nach dem Lüften am Morgen sollten die Fenster dann geschlossen bleiben, damit die Wärme nicht so schnell in das heruntergekühlte Zimmer eindringt.

3. Feuchte Handtücher kühlen das Kinderzimmer bei Hitze

Feuchte Handtücher oder Bettlaken wirken wie eine Mini-Klimaanlage. Das verdunstete Wasser sorgt für angenehme Abkühlung. Auch Kühlakkus auf der Fensterbank haben einen ähnlichen Effekt. Die nassen Laken sollten allerdings nicht auf oder an das Babybett gelegt werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Kleinen in der Nacht eines der Tücher greifen und im schlimmsten Fall über den Kopf ziehen.

4. Im Sommer auf überflüssige Decken und Kissen verzichten

Auch wenn das Kind alt genug ist, um mit einer Decke zu schlafen, kann diese während der großen Hitzewelle einfach weglassen werden. Einige Kinder brauchen zum Wohlfühlen dennoch eine dünnere Decke oder einfach den Bettbezug. Gleiches gilt für Polsterungen und Nestchen am Kinderbett. Was nicht unbedingt gebraucht wird, kannst entfernt werden. So zirkuliert die Luft besser.

Auch bei 30 Grad muss darauf geachtet werden, dass das Kind nicht auskühlt. Babys sollten im Sommer trotzdem mit einem leichten, nicht gefütterten Sommerschlafsack mit 0.5 TOG schlafen und brauchen mehr oder weniger Lagen an Kleidung. Was ein Baby nachts anziehen sollte, richtet sich streng nach der Temperatur im Zimmer, nicht der Außentemperatur.

5. Eine kühlende „Wärmflasche“ bei Hitze im Kinderzimmer

Anstatt eine Wärmflasche mit heißem Wasser zu füllen, kann im Sommer einfach kaltes Wasser verwendet werden. Noch effektiver kühlt ein Kühlakku aus dem Gefrierschrank. Der kann – eingewickelt in ein Tuch – für ein paar Minuten unter die Bettdecke gesteckt werden, bevor sich die Kleinen dann ins vorgekühlte Bettchen kuscheln. Wichtig: Der Tipp eignet sich eher für etwas ältere Kinder, für Babys wird es so schnell zu kalt.

Kein Ventilator im Kinderzimmer

Babys reagieren besonders empfindlich auf Zugluft. Daher sollten sie nicht bei eingeschaltetem Ventilator schlafen. Er kann jedoch vorher helfen, das Kinderzimmer zu kühlen.