Qualitätsunterschiede

Manchmal Orange, manchmal Gelb: Was Ihnen die Farbe des Eigelbs verrät

  • Anne Tessin
    VonAnne Tessin
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An der Farbe des Eidotters können Sie tatsächlich erkennen, ob das Ei von einem glücklichen Huhn stammt, aber es gibt einen Haken...

Eier gehören für viele zum täglichen Leben dazu und das Bewusstsein über ihre Herkunft hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen bevorzugen Eier von glücklichen Hühnern und das Eigelb hilft Ihnen dabei zu erkennen, ob Sie richtig gewählt haben.

So kommt die Farbe ins Eigelb

Bio oder nicht – Können Sie das am Eigelb unterscheiden?

Wie ein Huhn gehalten und ernährt wurde, erkennen Sie an der Farbe des Eigelbs. Der Eidotter eines gesunden, glücklichen Huhns ist eher orange-gelb. Bekommt ein Huhn frisches Grünfutter, sorgt das enthaltene Betacarotin nämlich für die Orangefärbung.

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Vorsicht vor Dotterfarbenbetrug

Lassen Sie sich aber nicht täuschen. Gewiefte Hühnerbauern erreichen eine tieforange Dotterfarbe, indem sie Farbstoffe an ihre Hühner verfüttern. Bei Bio-Eier ist der Einsatz solcher Futterzusatzstoffe streng verboten.

Deshalb schwankt die Dotterfarbe bei diesen Eiern je nach Jahreszeit: Wenn die Hühner im Winter wenig an der frischen Luft sind und kaum grünes Gras fressen können, wird der Dotter heller. Dann fehlt das im Gras enthaltene Carotin. Wenn das Wetter wieder wärmer wird und die Hühner ihr Futter auf der Wiese suchen können, wird der Eidotter auch automatisch wieder dunkler.

Schauen Sie schnell in Ihren Kühlschrank: Einige Lebensmittel müssen sofort raus

Tag des deutschen Apfels
Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben. © Annette Riedl/dpa
Mit einem Edelstahlmesser vertreibt man den Knoblauchgeruch von den Händen
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet. © INSADCO/Imago
Basilikum Kräuter
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn stattdessen im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser. © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Brot und Backwaren
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf © Swen Pförtner/dpa
Kaffeebohnen und Kaffeepulver in Schale
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren. © imagebroker/Imago
Krieg belastet Honig-Markt
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Pfirsiche in einer Schale
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank. © H.Tschanz-Hofmann/Imago
Olivenöl auf einem Löffel
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden. © Nessi Panthermedia/Imago
Zwiebeln auf einem lilafarbenen Küchennetz.
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks. © CSP_ArtCookStudio/Imago
Pellkartoffeln aufwärmen
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein.  © CSH/Imago
Verschiedene Gewürze
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn. © VITTA GALLERY/Imago
Koch gießt Sojasoße über die Fleischwürfel auf der Kochstelle eines asiatischen Restaurants.
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf.  © Jochen Tack/Imago
Tomaten
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein. Also: lieber bei Zimmertemperatur lagern. © Mark1987 / Imago Images
Bananen
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar. © Michael Mata/imago
Eier befinden sich in einem Karton.
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen.  © Imago

Falls Ihnen ein Bioeigelb mit tieforangener Farbe unterkommt, sollten Sie deshalb stutzig werden. Da wurde Ihnen höchstwahrscheinlich ein Ei aus Bodenhaltung untergejubelt.

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Bio-Eier sind tatsächlich gesünder?

Aber nicht nur die Dotterfarbe profitiert vom Hühnerleben an der frischen Luft. Durch die abwechslungsreichere Ernährung und das Tageslicht enthalten diese Eier mehr Vitamin A, D und E, sowie Betacarotin und Omega 3, wie Forscher in verschiedene Studien nachgewiesen haben wollen. Auf den Geschmack wirkt sich die unterschiedliche Dotterfarbe allerdings nicht aus.

Rubriklistenbild: © Bernd Jürgens/Imago

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