Jetzt abgewöhnen

Diesen Pfannen-Fehler machen viele Hobbyköche – doch Sie können ihn leicht vermeiden

  • Anne Tessin
    VonAnne Tessin
    schließen

Braten gehört zum Einmaleins in der Küche. Leider machen viele Hobbyköche dabei einen kleinen Fehler, der eine große Wirkung hat – und sich dabei leicht vermeiden lässt.

Fleisch, Gemüse, Eier* und Co. – all das landet von Zeit zu Zeit in der Pfanne und verwandelt sich dort zu einem schmackhaften Gericht. Wenn Sie dabei nicht einen entscheidenden Fehler machen, der viele Kochanfänger in den Wahnsinn treibt.

Richtig braten: Legen Sie kein Fleisch in eine kalte Pfanne, außer...

Es gibt viele Gründe, Fleisch schon in die kalte Pfanne zu legen: Der Hunger ist groß, der Geduldsfaden ist kurz, oder Sie sind der Meinung, dass die Pfanne ja eh schnell heiß wird. Dennoch sollten Sie der Versuchung widerstehen und diese schlechte Angewohnheit schnellstens ablegen. Nur Fleisch, das in eine gut vorgeheizte Pfanne gelegt wird, bildet herrliche Röstaromen und gart so gleichmäßig, wie es sollte.

Eine Ausnahme bildet Bacon, oder auch Frühstücksspeck. Dieser sollte immer schon in die kalte Pfanne gelegt werden und dann mit ihr zusammen aufheizen. So wird das Fett langsam und schonend geschmolzen, spritzt nicht so heftig und die dünnen Scheiben verbrennen auch nicht so schnell.

Auch interessant: Alles brennt an? Das können Sie jetzt tun, um die Beschichtung Ihrer Pfanne zu retten

Pfanne richtig vorheizen: Das sollten Sie wissen

Je nachdem, mit welcher Art Pfanne Sie braten, müssen Sie unterschiedlich viel Zeit zum Vorheizen einplanen. Eine herkömmliche Pfanne aus Aluminium oder aus dünnem Eisen heizt sehr schnell durch. Hier sollten Sie nicht zu lange vorheizen, sonst kann es passieren, dass Ihr Gargut direkt verbrennt oder der Pfannenboden sich wölbt.

Dagegen sollten Sie eine schwere Pfanne aus Gusseisen (werblicher Link) schon langsam auf dem Herd vorheizen, während Sie noch das Gemüse oder das Fleisch schneiden. Dieses Material braucht lange, um richtig durchzuheizen, hält die Wärme danach aber viel länger und gleichmäßiger. Diese Investition lohnt sich also, besonders, wenn Sie gerne Fleisch oder andere Zutaten scharf anbraten.

Weiterlesen: Mit diesem einfachen Tipp spritzt beim Braten kein Fett aus der Pfanne

Schnitzel muss bei guter, aber nicht zu heißer, Temperatur in der Pfanne braten.

Richtig braten: Nutzern Sie nicht immer volle Hitze

Während bei Fleischgerichten wie Steak, Gulasch und Co. scharfes Anbraten häufig erwünscht ist, vertragen längst nicht alle Lebensmittel so große Hitze. Während Bacon wie oben beschrieben in der kalten Pfanne starten sollte, mögen Gemüse, Fisch und Eierspeisen mittlere bis niedrige Temperaturen, um schonend zu garen oder zu stocken. Heizen Sie die Pfanne entweder kräftig hoch und regulieren Sie die Temperatur rechtzeitig herunter, bevor Sie das Gargut in die Pfanne legen. Oder heizen Sie die Pfanne schonend und langsam gleich mit der niedrigeren Temperatur an. Das liegt ganz bei Ihnen.

Einfacher Trick: Braten Sie in Öl an, können Sie die perfekte Gartemperatur mit einem Holzlöffel testen. Drücken Sie das Griffende auf den Pfannenboden in das Öl. Bilden sich kleine Bläschen, ist das Fett heiß genug und Sie können loslegen. (ante) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Braten Sie Fleisch ab jetzt „rückwärts“ – so wird es immer saftig und zart

Mehr erfahren: Viele machen es falsch: So sollten Sie Ihr Gemüsefach im Kühlschrank verwenden.

Schauen Sie schnell in Ihren Kühlschrank: Einige Lebensmittel müssen sofort raus

Tag des deutschen Apfels
Äpfel bleiben knackiger und geschmackvoller, wenn Sie sie dunkel und kühl aufbewahren. Der Kühlschank ist zu kalt. Außerdem entströmt Äpfeln Methylen. Dieses Gas lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben. © Annette Riedl/dpa
Mit einem Edelstahlmesser vertreibt man den Knoblauchgeruch von den Händen
Knoblauch verliert im Kühlschrank seinen Geschmack und gibt ihn unglücklicherweise an alles ab, was sich in seiner Nähe befindet. © INSADCO/Imago
Basilikum Kräuter
Basilikum liebt die Wärme und wird im Kühlschrank geschmacklos. Kaufen Sie ihn stattdessen im Topf, oder stellen Sie ihn in ein Glas mit frischem Wasser. © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Brot und Backwaren
Sie denken vielleicht, dass Brot im Kühlschrank länger frisch bleibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es trocknet schneller aus. Bewahren Sie es stattdessen in einem Brotkasten auf © Swen Pförtner/dpa
Kaffeebohnen und Kaffeepulver in Schale
Kaffeepulver sollten Sie in einem luftdichten Behälter außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Es nimmt schnell fremde Gerüche und Feuchtigkeit auf. Kaffeebohnen können Sie dagegen in kleinen Mengen einfrieren. © imagebroker/Imago
Krieg belastet Honig-Markt
Honig hält sich ewig ohne Kühlung. Im Kühlschrank kristallisiert er nur und lässt sich unmöglich aufs Brot schmieren. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Pfirsiche in einer Schale
Steinobst wie Pfirsiche, Pflaumen und Co. können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Besonders Kirschen leiden im Kühlschrank. © H.Tschanz-Hofmann/Imago
Olivenöl auf einem Löffel
Öl verfestigt sich und wird trüb im Kühlschrank. Nur Nussöle sollten kalt aufbewahrt werden. © Nessi Panthermedia/Imago
Zwiebeln auf einem lilafarbenen Küchennetz.
Auch Zwiebeln verlieren im Kühlschrank einen Großteil ihres Geschmacks. © CSP_ArtCookStudio/Imago
Pellkartoffeln aufwärmen
Die Kälte im Kühlschrank verwandelt Stärke in Zucker. Das Ergebnis: Kartoffeln schmecken seltsam. Dieser Zucker wird beim Braten und Frittieren dann auch noch in das krebserregende Acrylamid umgewandelt. Also ein doppeltes Nein.  © CSH/Imago
Verschiedene Gewürze
Auch Gewürze verlieren im Kühlschrank ihr Aroma und damit eigentlich auch ihren ganzen Sinn. © VITTA GALLERY/Imago
Koch gießt Sojasoße über die Fleischwürfel auf der Kochstelle eines asiatischen Restaurants.
Sojasoße ist so salzig, dass sie sich auch ohne Kühlung ewig hält. Bewahren Sie sie also einfach im Küchenschrank auf.  © Jochen Tack/Imago
Tomaten
Tomaten werden im Kühlschrank weich und büßen ihr herrliches Aroma ein. Also: lieber bei Zimmertemperatur lagern. © Mark1987 / Imago Images
Bananen
Bananen und andere nachreifende Obstsorten haben im Kühlschrank nichts verloren. Die Schale verfärbt sich schneller braun und die Frucht wird ungenießbar. © Michael Mata/imago
Eier befinden sich in einem Karton.
Das mag Sie überraschen, aber Eier müssen erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum in die Kühlung. Vorher werden sie von der Citicula geschützt. Kaufen Sie die Eier dagegen gekühlt, müssen Sie sie weiter kühlen.  © Imago

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand