Von Carina Blumenroth
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Geld gehört zum Leben dazu – dafür gehen Menschen arbeiten. Wer über einen bestimmten Betrag verdient, muss eine Steuererklärung machen. Was es damit auf sich hat.
Lebensmittel, Kleidung und ein Dach über dem Kopf – dafür brauchen Menschen Geld. Damit sich das die Bürger in Deutschland leisten können, hat der Staat ein sogenanntes Existenzminimum festgelegt. Das bedeutet, dass allen Menschen, die arbeiten gehen, am Ende des Monats so viel Geld steuerfrei übrig bleiben müssen, dass sie sich die lebensnotwendigen Sachen leisten können, informiert die Vereinigte Lohnsteuerhilfe . Doch welcher Betrag ist damit eigentlich gemeint?
Singles brauchen laut Staat mindestens 967 pro Monat Der Grundfreibetrag soll Menschen eine Existenzgrundlange schaffen.
© Agenturfotografin/Pond 5/Imago
Für das Jahr 2024 geht der Staat davon aus, dass Singles mindestens 11.604 Euro im Jahr brauchen, um die Existenz zu sichern. Das entspricht 967 Euro im Monat. Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag – also 23.208 Euro im Jahr. Damit dieser Betrag den Menschen sicher zur Verfügung steht, gibt es den Grundfreibetrag. Der Grundfreibetrag 2024 könnte noch auf 11.784 Euro für Singles angehoben werden, informiert KA-News.de und beruft sich dabei auf Angaben der Bundesregierung, die diese nach einer Anfrage des Abgeordneten Fritz Güntzler (CDU/CSU) getätigt habe.
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Auch die Wirtschaftswoche berichtet über eine mögliche Anhebung des Grundfreibetrags, die Entscheidung dazu stehe noch aus. Die neue Regelung soll aber rückwirkend zu 01. Januar 2024 wirken. Doch was bringt eigentlich ein höherer Grundfreibetrag? Das Bundesfinanzministerium informiert, dass ein höherer Grundfreibetrag zu einer geringeren Lohnsteuer für Arbeitnehmer führe. So soll den Menschen als mehr Geld zur Verfügung bleiben.
Steuererklärung 2023: Bei vielen Kosten gibt es Geld zurück Mit der Pendlerpauschale können Berufstätige Kosten für die Fahrt zur Arbeit von der Steuer absetzen. Für die ersten 20 Kilometer der einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz erhält man 30 Cent pro Kilometer an Steuervergünstigung vom Staat, informierte ADAC.de (Stand: 10. Januar 2024). Berufstätige, die weitere Strecken mit ihrem Auto zurücklegen müssen, können mehr Fahrtkosten geltend machen. Denn ab dem 21. Kilometer beträgt die Pendlerpauschale seit dem Jahr 2022 sogar 38 Cent pro Kilometer. (Symbolbild) © IMAGO/Steinach Die Entfernungspauschale mache sich steuerlich allerdings nur bemerkbar, wenn die Ausgaben für den Arbeitsweg in Summe den Werbungskosten-Pauschbetrag für alle beruflichen Aufwendungen übersteigen, so der Hinweis auf ADAC.de. Dazu sollte man wissen, dass die Werbungskosten-Pauschale für das Steuerjahr 2023 auf 1.230 Euro (von zuvor 1.200 Euro) erhöht wurde. Zu den Werbungskosten zählen etwa auch Kosten für Arbeitsausstattung, Arbeitsmaterialien oder Fortbildungen. (Symbolbild) © Westend61/Imago Beschäftigte im Homeoffice, die ihre Steuererklärung für das Jahr 2023 machen, sollten zudem an die Homeoffice-Pauschale denken. Seit dem 1. Januar 2023 dürfen für jeden Tag im Homeoffice 6 Euro angesetzt werden, wie die Lohnsteuerhilfe Bayern informierte. Zudem werden seither bis zu 210 Tage im Homeoffice steuerlich anerkannt. Somit können im Höchstfall 1.260 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Die Homeoffice-Pauschale gehört allerdings ebenfalls zu den Werbungskosten. Die Pauschale wirkt sich also erst dann sinnvoll aus, wenn die Pauschale für die Werbungskosten überschritten wurde. (Symbolbild) © Westend61/Imago Haben etwa Mieter für bestimmte Handwerksarbeiten einen Profi beauftragt, lassen sich gegebenenfalls 20 Prozent der Arbeitskosten sowie Anfahrtkosten und Verbrauchsmaterialen von der Steuerlast abziehen. Die Höchstgrenze für Handwerkerleistungen liegt bei 6.000 Euro pro Jahr, wie die Stiftung Warentest auf Test.de infomierte. Insgesamt ließen sich somit bis zu 1.200 Euro sparen. Wichtig für den Bonus sei, dass die Leistungen nicht bar bezahlt würden und die Firma auf der Rechnung alle Kosten einzeln ausweise. Aber: Maßnahmen an Neubauten zum Beispiel dürfen laut Stiftung Warentest nicht als Handwerkerleistungen abgesetzt werden. Grundsätzlich gilt zudem: Der Rechnungsbetrag muss um die Materialkosten gekürzt werden, denn für die Materialkosten gibt es keinen Steuerrabatt. (Symbolbild) © Martin Wagner/Imago Frau prüft eine Rechnung am Schreibtisch Viele Mieter fürchten die jährliche Nebenkostenabrechnung, weil sie mit einer Nachzahlung verbunden sein kann. Doch steuerlich lässt sich in vielen Fällen etwas herausholen. „Verbrauchsabhängige Kosten wie Gas, Wasser und Strom lassen sich leider nicht steuerlich absetzen“, wie die Lohnsteuerhilfe Bayern in einer Mitteilung informiert hat. Aber es gebe zahlreiche andere Wohnnebenkosten, an denen Mieter oder Eigentümer gleichermaßen das Finanzamt beteiligen könnten. Deshalb lohne es sich, die Nebenkostenabrechnung genau unter die Lupe zu nehmen und einzelne Beträge den haushaltsnahen Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen zuzuschlüsseln. (Symbolbild) © AntonioGuillem/Panthermedia/Imago Gartenarbeiten mit der Schere Auch für regelmäßige Tätigkeiten in Haushalt oder Garten erlasse das Finanzamt Steuerzahlern 20 Prozent der Kosten, wenn es einen Arbeitsvertrag mit den Helfern gebe, informiert „Finanztest“ in dem Beitrag auf Test.de mit Blick auf die Erklärung für das Steuerjahr 2023. Hierbei sei wichtig, ob es sich bei der Beschäftigung um einen Minijob (2023: bis zu 520 Euro im Monat) handele oder nicht. „Wenn ja, sind maximal 2.550 Euro der jährlichen Kosten steuerbegünstigt – sogar ausnahmsweise bei Barzahlungen. Insgesamt sind also 510 Euro Ersparnis drin“, heißt es in dem Beitrag. (Symbolbild) © Image Source/Imago Ein Fußboden wird mit einem Lappen geputzt. In vielen Fällen handelt es sich dagegen um eine sozialversicherungspflichtig Beschäftigung. „Wenn jemand für Sie Arbeiten in Ihrem privaten Haushalt erledigt, dann können Sie in der Regel 20 Prozent von jeder Rechnung in Ihre Steuererklärung eintragen“, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe auf ihrer Website informiert hat. „Allerdings dürfen Sie nur maximal 4.000 Euro im Jahr steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen.“ Wichtig: Die Aufgaben müssen einen „haushaltsnahen Charakter“ haben und im Haushalt oder auf dem Grundstück erbracht werden. „Dazu zählen zum Beispiel Hausmeisterdienste, Betreuungsdienste oder Pflegedienste, und natürlich die Reinigungsarbeiten einer Putzfrau oder eines Putzmanns.“ (Symbolbild) © gopix/Zoonar.com/Imago Kinderschnuller und Anhänger neben Geldscheinen und Geldmünzen Eltern bekommen seit Anfang 2023 für jedes Kind 250 Euro Kindergeld im Monat. Bei hohem Verdienst kann bei der Jahresabrechnung stattdessen aber auch die Steuererleichterung durch den Kinderfreibetrag zum Tragen kommen, erklärt die Stiftung Warentest auf Test.de. „Dieser beträgt seit vergangenem Jahr 4.476 Euro pro Kind und Elternteil (8.952 Euro für beide Elternteile)“, so der Hinweis für das Steuerjahr 2023. Zum 1. Januar 2024 wurde der Freibetrag außerdem auf 6.384 Euro angehoben. (Symbolbild) © Andreas Gora/Imago Eltern laufen mit Kind in der Mitte. Entweder bekommen Eltern also automatisch das Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft, was für sie vorteilhafter ist. Hier müssen Eltern also nicht selbst tätig werden. In der Regel hätten sie mindestens bis zur Volljährigkeit des Kindes Anspruch auf die Freibeträge, schildert „Finanzest“ auf Test.de. „Macht ihr Kind eine erste Berufsausbildung oder studiert, besteht der Anspruch weiter, solange das Kind noch unter 25 ist.“ Dasselbe gelte für Übergangszeiten: Beispielsweise, wenn die Tochter nach dem Schulabschluss nachweislich noch auf der Suche nach einem Studienplatz sei oder wegen längerer Krankheit erst später mit der Ausbildung beginnen könne. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/Imago Mann tippt am Taschenrechner „Anleger müssen 2023 weniger Steuern auf Kapitalerträge zahlen, denn der Sparerpauschbetrag wurde von 801 auf 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) erhöht“, informierte Test.de zudem mit Blick auf die Steuererklärung 2023. Erst wenn Zinsen, Dividenden oder Gewinne aus Wertpapierverkäufen diese Summe überschreiten, würden darauf „25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer“ fällig. Die Experten der Stiftung Warentest haben dem Beitrag zufolge folgenden Tipp: „Falls Sie Ihrer Bank bisher noch keinen Freistellungsauftrag erteilt haben, sollten Sie das jetzt tun. So müssen Sie sich die zu viel gezahlte Kapitalertragssteuer nicht erst über die Steuererklärung zurückholen.“ (Symbolbild) © Zoonar.com/Yuri Arcurs peopleimages.com/Imago Was, wenn ich mehr Einkommen habe, als im Grundfreibetrag angegeben? Haben Sie nach Abzügen von Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen noch mehr als 11.604 (2023: 10.908) Euro zur Verfügung, dann haben Sie erst einmal den Grundfreibetrag sicher. Steuern zahlen Sie also für alles, was über dem Freibetrag ist , Singles für das Jahr 2024 also alles ab dem 11.605 Euro, informiert die Vereinigte Lohnsteuerhilfe . Das geht in der Steuererklärung automatisch. Der erste Euro darüber ist mit einem Eingangssteuersatz von 14 Prozent zu versteuern, informiert Steuerring.de .
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