Kritik von Greenpeace

Neue Bundesregierung setzt auf CO2-Speicherung für Klimawende – Hessen lehnt ab

  • Christoph Sahler
    VonChristoph Sahler
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Schwarz-Rot in Hessen ist bei der CO₂-Speicherung skeptisch. Doch die neue Bundesregierung aus Union und SPD schreibt sie in den Koalitionsvertrag.

Wiesbaden/Berlin – Die Speicherung von CO₂ unter der Erde soll in Deutschland möglich werden, jedoch vorerst nicht in Hessen. Das Umweltministerium in Wiesbaden zeigt sich der Grundidee dieser Technologie gegenüber aufgeschlossen, wie die Deutsche Presseagentur am Freitag, 2. Mai, berichtete.

Die voraussichtlich neue Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD plant laut Koalitionsvertrag, die Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO₂ zu ermöglichen, „insbesondere für schwer vermeidbare Emissionen des Industriesektors und für Gaskraftwerke“. Dies solle „den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie energieeffiziente Produktionsprozesse als unerlässliche Instrumente für das Ziel der Klimaneutralität“ ergänzen.

„Chancen für den Klimaschutz“? Greenpeace kritisiert CO2-Speicherung und widerspricht Schwarz-Rot

Hessens Umweltminister Ingmar Jung (CDU) erklärte im März auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion, dass der aktuelle Landesentwicklungsplan die CO₂-Speicherung im tiefen Untergrund ausschließe. Das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) habe festgestellt, dass „nach aktuellem Kenntnisstand in Hessen keine ausreichend großen und sicheren Speicherstrukturen vorhanden, die eine Einspeisung von CO₂ ermöglichen“.

Hessen lehnt CO2-Speicherung vorerst ab.

Trotzdem sieht die schwarz-rote Landesregierung diese Technologie als „einen potenziellen Baustein zur Dekarbonisierung“ und hebt die „damit einhergehenden Chancen für den Klimaschutz und die wirtschaftliche Entwicklung hin“ hervor.

Koalitionsvertrag auf Bundesebene will CO2-Speicherung ermöglichen

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag auf Bundesebene sieht vor, CO₂-Speicherung auf hoher See zu ermöglichen und an Land in Gebieten, die „geologisch geeignet und akzeptiert“ sind. „Dazu wollen wir eine Länderöffnungsklausel einführen“, wird im Vertrag betont. Der hessische Umweltminister Jung erklärte auf die FDP-Anfrage, dass die Landesregierung über die Anwendung einer Opt-in-Klausel „hat die Landesregierung noch keine abschließende Entscheidung getroffen“.

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Die ukrainische Stadt Lwiw ist erst seit Mai 2024 Partnerstadt von Frankfurt.
Die ukrainische Stadt Lwiw ist erst seit Mai 2024 Partnerstadt von Frankfurt. © IMAGO/Zoonar.com/Oleksii Hrecheniuk
Lwiw liegt im Westen des Landes, rund 70 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt.
Lwiw liegt im Westen des Landes, rund 70 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt. © IMAGO
Einer der prominentesten Namen in der Liste Frankfurter Partnerstädte ist Philadelphia.
Einer der prominentesten Namen in der Liste Frankfurter Partnerstädte ist Philadelphia. © marcorubino via imago-images.de
Die größte Stadt des US-Bundesstaates Pennsylvania hat rund 1,5 Millionen Einwohner.
Die größte Stadt des US-Bundesstaates Pennsylvania hat rund 1,5 Millionen Einwohner. © IMAGO/Zoonar.com/Dalibor Brlek
Wie einem Märchen entsprungen liegt dieses Schloss auf einem Hügel in Eskişehir.
Wie einem Märchen entsprungen liegt dieses Schloss auf einem Hügel in Eskişehir. © xDeLmIrAx via imago-images.de
Die Stadt liegt in der Türkei, zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara.
Die Stadt liegt in der Türkei, zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara. © xDeLmIrAx via imago-images.de
Die Skyline von Yokohama.
Die Skyline von Yokohama. © leungchopan via www.imago-images.de
Die japanische Metropole hat rund 3,8 Millionen Einwohner und liegt südlich von Tokio.
Die japanische Metropole hat rund 3,8 Millionen Einwohner und liegt südlich von Tokio. © kanzilyou via imago-images.de
Die Skyline von Dubai.
Die Skyline von Dubai. © IMAGO/Zoonar.com/FRANK PETERS
Dubai ist seit Juni 2005 Partnerstadt von Frankfurt.
Dubai ist seit Juni 2005 Partnerstadt von Frankfurt. © IMAGO/Olaf Schuelke
Beliebte Studentenstadt und seit 1991 Partnerstadt von Frankfurt: Krakau.
Beliebte Studentenstadt und seit 1991 Partnerstadt von Frankfurt: Krakau. © Stanislaw Rozpedzik
Krakau liegt im Süden Polens und zählt rund 790.000 Einwohner.
Krakau liegt im Süden Polens und zählt rund 790.000 Einwohner. © Lukasz Gagulski
Granada ist eine Stadt in Nicaragua am Ufer des Nicaraguasees in Mittelamerika.
Granada ist eine Stadt in Nicaragua am Ufer des Nicaraguasees in Mittelamerika. © Kobby Dagan via www.imago-images.de
Maßgebliche Mitbegründer der Städtefreundschaft waren zivilgesellschaftliche Akteure, schreibt die Stadt Frankfurt.
Maßgebliche Mitbegründer der Städtefreundschaft waren zivilgesellschaftliche Akteure, schreibt die Stadt Frankfurt. © Iherphoto via imago-images.de
Eine deutsche Stadt ist auch dabei: Seit dem 3. Oktober 1990 ist Leipzig Partnerstadt von Frankfurt.
Eine deutsche Stadt ist auch dabei: Seit dem 3. Oktober 1990 ist Leipzig Partnerstadt von Frankfurt. © Jan Woitas
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Beide Städte verbindet zum Beispiel die Buchmesse. © Sebastian Willnow
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Geburtsort Franz Kafkas: Prag ist seit Mai 1990 dabei. © Vit Simanek via www.imago-images.de
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Die Hauptstadt Tschechiens hat rund 1,3 Millionen Einwohner. © IMAGO/Pavel Vesely
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Budapest bietet einen tollen Blick auf die Donau. © IMAGO/Balint Szentgallay
Die ungarische Hauptstadt hat rund 1,6 Millionen Einwohner und ist seit März 1990 Frankfurts Partnerstadt.
Die ungarische Hauptstadt hat rund 1,6 Millionen Einwohner und ist seit März 1990 Frankfurts Partnerstadt. © IMAGO/Zoonar.com/Makoto Honda
Hier kann es richtig kalt werden: die kanadische Metropole Toronto am Lake Ontario.
Hier kann es richtig kalt werden: die kanadische Metropole Toronto am Lake Ontario. © IMAGO/Arrush Chopra
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Torontos Skyline ist auch bei Nacht ein Hingucker. © IMAGO/Zou Zheng
Satte 16 Millionen Menschen leben in Guangzhou.
Satte 16 Millionen Menschen leben in Guangzhou. © Imago
Guangzhou ist eine weitläufige Hafenstadt in China, die nordwestlich von Hongkong am Perlfluss liegt.
Guangzhou ist eine weitläufige Hafenstadt in China, die nordwestlich von Hongkong am Perlfluss liegt. © Liu Dawei
Bereits seit 1980 Partnerstadt: Tel Aviv.
Bereits seit 1980 Partnerstadt: Tel Aviv. © IMAGO/imageBROKER/elov
Die Küstenpromenade ist besonders beliebt.
Die Küstenpromenade ist besonders beliebt. © IMAGO/imageBROKER/elov
Kairo und Frankfut haben ihre Städtepartnerschaft 1979 besiegelt.
Kairo und Frankfut haben ihre Städtepartnerschaft 1979 besiegelt. © Sven Hoppe
Heute zählt die Hauptstadt Ägyptens rund 10 Millionen Einwohner.
Heute zählt die Hauptstadt Ägyptens rund 10 Millionen Einwohner. © IMAGO
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Das Wahrzeichen der Stadt Mailand: Der Dom. © IMAGO/imageBROKER/Sergej Borzov
Auch die Mailänder Scala ist einen Besuch Wert.
Auch die Mailänder Scala ist einen Besuch Wert. © Bernd von Jutrczenka
Die Kleinstadt Deuil-La Barre ist ein Vorort von Paris.
Die Kleinstadt Deuil-La Barre ist ein Vorort von Paris. © Federico Pestellini via www.imago-images.de
In Frankfurt zeugt die Deuil-La-Barre-Straße von der Partnerschaft.
In Frankfurt zeugt die Deuil-La-Barre-Straße von der Partnerschaft. © via www.imago-images.de
Birmingham ist die zweitgrößte Stadt Englands.
Birmingham ist die zweitgrößte Stadt Englands. © Monkeybusiness via imago-images.
Sportlich macht der Fußball-Erstligist Aston Villa von sich reden. Aston ist ein Vorort von Birmingham.
Sportlich macht der Fußball-Erstligist Aston Villa von sich reden. Aston ist ein Vorort von Birmingham. © Peter Kneffel
Frankfurts älteste Partnerschaft besteht mit Lyon.
Frankfurts älteste Partnerschaft besteht mit Lyon. © IMAGO/Marc Schueler
Die französische Stadt an der Rhone und die Mainmetropole sind schon seit Oktober 1960 Verbündete.
Die französische Stadt an der Rhone und die Mainmetropole sind schon seit Oktober 1960 Verbündete. © IMAGO/Marc Schueler

Greenpeace argumentiert, dass CO₂-Endlager den Ausbau erneuerbarer Energien nicht beschleunigen, „sondern stehen in direkter Konkurrenz, was Investitionen und Flächennutzung angeht“. Ähnliche Pläne hatte bereits die frühere Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP, jedoch scheiterte ein entsprechendes Gesetz im Bundestag und Bundesrat. (csa/dpa)

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