Genervt von verpassten Paketen?

DHL-Bote klingelt nicht, obwohl man zu Hause ist? So können Sie das ändern

  • Sven Galitzki
    VonSven Galitzki
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Viele Paketdienste klingeln oft nicht mehr und lassen die Sendungen liegen – so auch DHL. Trotzdem können Sie eine persönliche Übergabe durchsetzen. So geht's.

Millionen Deutsche kennen das Ärgernis: Man wartet zu Hause auf ein wichtiges Paket, doch statt eines klingelnden DHL-Boten findet sich nur eine Benachrichtigung im Briefkasten. Das Paket liegt bereits am Ablageort oder wandert direkt zur nächsten Filiale. Diese Situation entsteht nicht durch nachlässige Zusteller, sondern durch eine grundlegende Änderung der DHL-Zustellrichtlinien aus dem Jahr 2021.

Zu Hause und trotzdem Paket verpasst? So bringen Sie DHL-Boten zum Klingeln

So kann es seitdem durchaus passieren, dass der DHL-Bote gar nicht mehr an der Tür klingelt. Das sorgt häufig nicht nur für ratlose Gesichter, sondern auch für Wut und Ärger. Doch wer unbedingt persönlich beliefert werden möchte, kann das in wenigen Schritten selbst sicherstellen.

DHL Bote klingelt nicht mehr? Das ist der Grund

Seit Sommer 2021 hat DHL seine Zustellrichtlinien überarbeitet. Sobald Kunden einen Ablageort für ihre Pakete hinterlegen, interpretiert DHL dies als Verzicht auf persönliche Übergabe. Die Zusteller bringen Sendungen dann direkt zum angegebenen Ort – sei es die Garage, hinter der Papiertonne oder in den Paketkasten – ohne vorher zu klingeln oder zu prüfen, ob jemand zu Hause ist.

Ursprung dieser Praxis war die Corona-Pandemie, als Kontakte vermieden werden sollten. Später behielt DHL die Regelung bei, um Zeit zu sparen und die Effizienz zu steigern. Für viele Kunden bedeutet das jedoch, dass sie ihre Pakete nicht mehr persönlich entgegennehmen können – selbst wenn sie zu Hause sind.

25 typische Betrugsmaschen: So wollen Kriminelle an Ihr Geld

Betrügerische Phishing email auf einem Laptop, die eine angebliche Aktivität bei einem Konto der Commerzbank meldet, 27.12.2024
Phishing-E-Mails: Betrüger verschicken massenhaft E-Mails, die aussehen, als kämen sie von Ihrer Bank, einem Online-Shop oder einem bekannten Dienstleister. Sie fordern Sie auf, über einen Link Ihre Zugangsdaten, Passwörter oder Kreditkarteninformationen einzugeben. Die Webseiten sind oft täuschend echt nachgebaut, kleine Fehler oder unpersönliche Anreden verraten sie manchmal. Ziel ist, Ihre Daten zu stehlen und Konten leerzuräumen. Tipp: Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten E-Mails. Öffnen Sie Webseiten immer direkt über die offizielle Adresse. Prüfen Sie Absenderadresse und Rechtschreibung genau. Banken fragen niemals per Mail nach sensiblen Daten. © Guido Schiefer/IMAGO
betrügerische Nachricht auf Smartphone, SMS-Phishing, Betrugsmasche, 11.12.2024
SMS-Phishing (Smishing): Bei dieser Betrugsmasche erhalten Sie eine SMS mit einer dringenden Nachricht, etwa dass Ihr Konto gesperrt wurde. Ein Link führt zu einer gefälschten Webseite, auf der Sie Ihre Zugangsdaten eingeben sollen. So gelangen Betrüger an Ihre Daten und können Ihr Konto leerräumen. Oft wird mit Zeitdruck gearbeitet, um Sie zu schnellen Handlungen zu verleiten. Tipp: Öffnen Sie keine Links in unerwarteten SMS. Kontaktieren Sie Ihre Bank direkt, wenn Sie unsicher sind. © Uwe Koch/HMB-Media/IMAGO
 Eine alte Dame am Telefon, 13.7.2015
Enkeltrick: Am Telefon geben sich Betrüger als Enkel oder andere Verwandte aus. Sie erzählen von einem Unfall, einer finanziellen Notlage oder anderen Problemen und bitten um schnelle Geldüberweisung. Häufig holen vermeintliche Helfer das Geld oder Wertgegenstände persönlich ab. Besonders ältere Menschen sind hier gefährdet. Tipp: Legen Sie bei unbekannten Anrufen auf und prüfen Sie die Geschichte bei anderen Familienmitgliedern. © Sven Ellger/IMAGO
SMS mit Betrugsmasche, WhatsApp Familienbetrug, 11.9.24
WhatsApp-Familienbetrug: Kriminelle übernehmen hier WhatsApp-Konten oder geben sich als Familienmitglieder aus und bitten um Geld, weil sie angeblich in einer Notlage sind. Oft wird behauptet, das Handy sei kaputt oder verloren. Tipp: Rufen Sie den Angehörigen auf der bekannten Nummer an. Seien Sie misstrauisch bei plötzlichen Geldforderungen per Messenger. © Beautiful Sports/IMAGO
Blanko-Bewerbungsformular auf gefälschten Kleinanzeigen mit Zeitungsstapel und Brille platzieren
Fake-Jobangebote: Betrüger locken häufig mit gut bezahlten Jobs, verlangen aber vorab Gebühren für Schulungen oder Unterlagen. Oft handelt es sich um nicht existierende Stellen. Tipp: Zahlen Sie niemals Geld für einen Job im Voraus und recherchieren Sie das Unternehmen. © vinnstock/IMAGO
Zur Kasse Button in einem Fake Shop, 27.8.2018
Fake-Shops: Bei dieser Betrugsmasche bieten Online-Shops Markenprodukte zu unrealistisch günstigen Preisen an. Nach der Zahlung erhalten Sie keine Ware oder minderwertige Fälschungen. Oft sind die Shops nur kurz online und verschwinden nach Betrug. Tipp: Prüfen Sie Bewertungen und die Webseite genau. Kaufen Sie nur bei bekannten Händlern und achten Sie auf sichere Bezahlmethoden. Nutzen Sie Trusted Shops oder ähnliche Gütesiegel. © Christian Ohde/IMAGO
SMS-Nachricht Ich liebe dich SMS, 7.10.2024
Romantik/Catfishing-Betrug: In Dating-Apps oder sozialen Netzwerken bauen Betrüger Vertrauen auf, geben sich als Traumpartner aus und bitten später um Geld für angebliche Notfälle, Reisen oder andere Ausgaben. Oft sind die Profile gefälscht oder die Personen existieren gar nicht. Tipp: Seien Sie vorsichtig bei schnellen Liebesbekundungen und Geldforderungen. Prüfen Sie Profile kritisch und tauschen Sie keine sensiblen Daten aus. Sprechen Sie mit Freunden über den Kontakt. © blickwinkel/IMAGO
Obergerichtsvollzieher Hans Werdermann unterwegs in Berlin-Wedding, 5.4.2002
Gefälschte Handwerker oder Dienstleister: Betrüger klingeln an der Tür, geben sich als Handwerker, Energieversorger oder andere Dienstleister aus und verlangen Vorauszahlungen für Arbeiten, die sie nicht ausführen oder nur schlecht erledigen. Tipp: Fordern Sie immer einen Ausweis und holen Sie mehrere Angebote ein. Zahlen Sie erst nach erbrachter Leistung und dokumentieren Sie Arbeiten. © Uwe Steinert/IMAGO
Handy mit Anruf der Polizei, Betrugsmasche, 27.3.2020
Schockanruf: Falsche Polizisten oder Krankenhausmitarbeiter melden sich und behaupten, ein Angehöriger sei in Gefahr oder verhaftet. Sie fordern Geld, um die Situation zu klären oder eine Strafe zu vermeiden. Die Täter setzten hier die Opfer meist unter enormen Druck und Angst. Tipp: Bleiben Sie ruhig und fragen Sie nach Details, die nur echte Angehörige wissen können. Rufen Sie Angehörige oder die Polizei an, wenn Sie unsicher sind. © 7aktuell/IMAGO
Das Logo des des damaligen Online-Kleinanzeigen-Portals „eBay Kleinanzeigen“ ist auf der App zu sehen
Online-Kleinanzeigen-Betrug: Auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen bieten Betrüger Waren zu günstigen Preisen an oder geben sich als Käufer aus. Nach Vorauszahlungen oder Versand der Ware erhalten Sie kein Geld oder keine Ware. Oft werden gefälschte Zahlungsbestätigungen geschickt, um Vertrauen zu erwecken. Tipp: Zahlen Sie nie im Voraus per Überweisung und bevorzugen Sie persönliche Übergabe. Nutzen Sie zudem ausschließlich sichere Zahlungswege. © Silas Stein/picture alliance
E-mail vom angeblichen Finanzamt Berlin Mitte, Betrugsmasche, 29.8.2007
Fake Behörden-Mails: Hier fordern E-Mails von angeblichen Behörden wie Finanzamt oder Polizei zur Zahlung oder Datenweitergabe auf. Oft enthalten sie Drohungen oder Fristen, um Druck zu erzeugen. Tipp: Behörden kontaktieren Sie in der Regel per Brief oder offiziellen Kanälen, nicht per E-Mail. Geben Sie keine Daten preis und prüfen Sie die Echtheit der Nachricht. © wolterfoto/IMAGO
Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Tröglitz EIn Polizist klingelt am 08. April 2015 in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) an einem Haus
Falsche Polizeibeamte: Kriminelle geben sich als Polizisten aus und behaupten, Ihr Geld oder Wertgegenstände müssten aus Sicherheitsgründen „verwahrt“ werden. Sie fordern Bargeld oder Wertsachen zur „Sicherung“. Tipp: Die Polizei verlangt kein Bargeld an der Haustür. Rufen Sie die echte Polizei, wenn Sie unsicher sind. Öffnen Sie keine Tür für unbekannte Personen. © Sebastian Willnow/IMAGO
Illustration, Mann zeigt Investoren Pyramidensystem, 19.10.2016
Investment-Betrug: Falsche Anbieter versprechen hier hohe Renditen bei Aktien, Kryptowährungen oder Gold. Oft handelt es sich um Schneeballsysteme oder komplett erfundene Anlagen. Das investierte Geld ist meist verloren. Tipp: Informieren Sie sich gründlich und investieren Sie nur bei seriösen Anbietern. Vorsicht bei unrealistisch hohen Gewinnversprechen und Druck zum schnellen Handeln. © Ikon Images/IMAGO
Ein Stempel aus Holz liegt auf einem Dokument. Aufschrift Inkassobüro, 15.12.2011
Fake-Inkasso: Hier erhalten Sie Schreiben von angeblichen Inkassobüros, die Geld für angebliche Schulden fordern. Oft sind die Forderungen falsch, überhöht oder bereits bezahlt. Die Betrüger setzen Opfer mit Drohungen unter Druck. Tipp: Prüfen Sie Forderungen genau und kontaktieren Sie die echte Inkassofirma direkt. Zahlen Sie nicht sofort und holen Sie Rat bei Verbraucherzentralen oder Anwälten ein. © Mcphoto/IMAGO
Stockbilder 05/2025 Meta APP Instagram Henstedt-Ulzburg Schleswig-Holstein Deutschland
Fake-Gewinnspiele auf Social Media: Gefälschte Gewinnspiele auf Facebook, Instagram & Co. sammeln persönliche Daten oder verbreiten Schadsoftware. Die Angebote wirken oft seriös, sind aber nur dazu da, Ihre Daten zu missbrauchen. Tipp: Klicken Sie nicht auf unbekannte Links und geben Sie keine persönlichen Daten preis. Prüfen Sie die Seriosität der Seite und melden Sie verdächtige Posts. © Ralf Homburg/Lobeca/IMAGO
ILLUSTRATION - Eine Nachricht vom Chef mit der Frage „Bist du erreichbar?“ ist am 20.06.2016 in Berlin auf dem Display eines Smartphones zu sehen
CEO-Fraud: Beim sogenannten CEO-Fraud geben sich Betrüger per E-Mail oder Telefon als Geschäftsführer oder leitende Führungskraft eines Unternehmens aus. Sie setzen Mitarbeitende – meist aus der Buchhaltung oder dem Finanzwesen – unter Druck und fordern sie dazu auf, dringend hohe Geldbeträge auf ein angeblich wichtiges Geschäftskonto zu überweisen. Die E-Mails wirken oft täuschend echt, sind aber gefälscht. Häufig wird mit Geheimhaltung und Zeitdruck gearbeitet, um keine Rückfragen zu ermöglichen. So gelingt es Kriminellen, Unternehmen um große Summen zu betrügen. Tipp: Seien Sie bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen immer besonders wachsam. Prüfen Sie die Absenderadresse genau und holen Sie im Zweifel Rücksprache mit dem Chef oder der Geschäftsleitung ein – am besten telefonisch oder persönlich. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und halten Sie interne Kontrollmechanismen ein. © Monika Skolimowska/picture alliance
Hand greift nach Gutscheinkarten, 15.12.2020
Fake-Gutscheinkarten-Masche: Betrüger verlangen häufig Bezahlung mit Gutscheinkarten (z.B. iTunes, Google Play), da diese schwer rückverfolgbar sind. Sie geben vor, es handele sich um eine Sicherheitsmaßnahme oder eine dringende Zahlung. Tipp: Bezahlen Sie niemals mit Gutscheinkarten bei unbekannten Personen oder Firmen. Seriöse Unternehmen akzeptieren Gutscheine nicht als Zahlungsmittel. © Fleig/Eibner/IMAGO
Betrügerische Phishing email auf einem Mobiltelefon die eine angebliche Aktivität bei einem Konto der Volksbanken Raiffeisenbanken meldet
Fake-Verifizierungs-Mails: Hier erhalten Sie E-Mails, die angeblich von Ihrem Online-Konto stammen und eine Verifizierung fordern. Über den Link gelangen Sie auf gefälschte Seiten, die Ihre Daten abgreifen. Oft wird auch hier mit Zeitdruck gearbeitet, um Sie zur schnellen Eingabe zu bewegen. Tipp: Melden Sie sich immer direkt über die offizielle Webseite an, wenn Sie etwas prüfen müssen. Geben Sie keine Daten über Links in Mails preis. Nutzen Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung. © Guido Schiefer/IMAGO
Hand mit Mobiltelefon auf dem eine betrügerische Email zu sehen ist, die eine angebliche Zollgebühr bzw Steuernachzahlung für ein Paket einfordert
Fake-Rechnungen: Bei dieser Betrugsmasche verschicken Kriminelle Rechnungen für nie bestellte Waren oder Dienstleistungen. Oft sind die Beträge klein, damit die Opfer nicht nachfragen. Die Betrüger hoffen auf schnelle Zahlung. Tipp: Prüfen Sie Rechnungen immer genau und zahlen Sie nur bei bestätigter Bestellung. Im Zweifel nehmen Sie Kontakt zum Absender auf und lassen Sie sich die Forderung erklären. © Guido Schiefer/IMAGO
Verängstigter älterer Mann hält während eines verdächtigen Anrufs zu Hause seine Kreditkarte fest und hält sich vor Angst den Mund, 8.4.2025
Gefälschte Spendenaufrufe: Betrüger nutzen Katastrophen oder Notlagen, um falsche Spendenaufrufe zu starten. Sie sammeln Geld oder Daten, das Opfer erhält keine Gegenleistung. Tipp: Spenden Sie nur an bekannte Organisationen und prüfen Sie die Webseite genau. Nutzen Sie offizielle Spendenplattformen und informieren Sie sich vorab. © Zoonar/IMAGO
Betrügerische Phishing email auf einem Laptop, die eine angebliches Update bei einem Konto der Bank ING meldet
Fake-App-Updates: Betrüger versenden Nachrichten oder Pop-ups, die zur Installation eines angeblichen Updates auffordern. Tatsächlich installieren Sie so Schadsoftware, die Ihre Daten ausspioniert oder Ihr Gerät kontrolliert. Tipp: Aktualisieren Sie Apps nur über offizielle Stores wie Google Play oder Apple App Store. Installieren Sie keine Apps aus unbekannten Quellen oder über Links in Nachrichten. © Guido Schiefer/IMAGO
Mit vermeintlichen Glücksspielen locken unseriöse Anbieter die Verbraucher per SMS zu gebührenpflichtigen und meist fruchtlosen Rufnummern
Falsche Gewinnbenachrichtigung: Bei dieser Masche erhalten Sie eine Nachricht, dass Sie einen Gewinn erzielt haben – etwa ein Smartphone oder eine Reise. Um den Gewinn zu erhalten, sollen Sie Gebühren zahlen oder persönliche Daten preisgeben. Tipp: Seien Sie skeptisch bei unerwarteten Gewinnen. Seriöse Gewinnspiele verlangen keine Vorauszahlungen. © Becker&Bredel/IMAGO
Polizeibefragung, verzweifelte Fragen stützt Gesicht in Hände ab, 12.10.2022
Geldwäsche durch Job- oder Anlagebetrug: Hier werden Sie angeworben, Ihr Konto für Geldtransfers zu nutzen. So werden Sie unwissentlich Teil von Geldwäsche oder anderen kriminellen Aktivitäten. Das kann strafrechtliche Folgen haben. Tipp: Seien Sie vorsichtig bei ungewöhnlichen Geldtransfers. Geben Sie Kontodaten niemals an Fremde weiter und fragen Sie im Zweifel Ihre Bank oder einen Anwalt. © peopleimages.com/IMAGO
Datenleck: Mehr als 200 Millionen Twitter-User betroffen 06.01.2023: Firefox Monitor meldet Wir haben ein neues Datenleck entdeckt, 6.1.2023
Technischer Support Betrug: Hier erhalten Sie Anrufe oder Pop-up-Meldungen, die vor angeblichen Viren oder Problemen warnen. Die Betrüger geben sich als Microsoft, Apple oder andere Supportdienste aus und bieten Hilfe an. Sie wollen Fernzugriff auf Ihren Computer, um Daten zu stehlen oder Schadsoftware zu installieren. Tipp: Geben Sie niemals Fernzugriff auf Ihren PC. Kontaktieren Sie den echten Support Ihres Anbieters direkt. Seriöse Firmen rufen nicht ungefragt an und fordern keine Zahlungen per Telefon. © Rüdiger Wölk/IMAGO
Ebay Kleinanzeigen APP auf dem Handy Henstedt-Ulzburg Schleswig-Holstein Deutschland
Überzahlungsbetrug: Ein Käufer zahlt absichtlich zu viel – oft per gefälschtem Scheck oder Überweisung – und bittet Sie, den Differenzbetrag zurückzuerstatten. Später platzt die Zahlung, und Sie bleiben auf dem Verlust sitzen. Diese Masche ist besonders bei Privatverkäufen, etwa über Plattformen wie Kleinanzeigen, verbreitet. Tipp: Akzeptieren Sie nur bestätigte Zahlungen, bevor Sie Geld zurückerstatten. Seien Sie vorsichtig bei Überzahlungen und prüfen Sie Zahlungsbelege genau. © Lobeca/IMAGO

DHL Klingelwunsch aktivieren: So funktioniert die persönliche Zustellung wieder

Die gute Nachricht: Sie können die alte Zustellpraxis ganz einfach wiederherstellen. Der wichtigste Schritt ist die Aktivierung des „Klingelwunsches“ in Ihrem DHL-Kundenkonto. Loggen Sie sich dazu in die Post & DHL App ein oder besuchen Sie die offizielle DHL-Website. Unter „Zustelloptionen“ finden Sie die Möglichkeit, den Klingelwunsch zu hinterlegen.

Alternativ können Sie auch ein physisches Formular ausfüllen, das DHL für diesen Zweck bereitstellt. Mit dem aktivierten Klingelwunsch signalisieren Sie unmissverständlich, dass Sie direkten Kontakt mit dem Zusteller wünschen. Die DHL-Boten sind dann angewiesen, vor der Zustellung zu klingeln und eine persönliche Übergabe zu versuchen.

Die naheliegendste Methode, um sicherzustellen, dass DHL-Boten wieder klingeln, ist der komplette Verzicht auf Ablageorte. Wenn Sie keinen Ablageort in Ihrem Kundenkonto hinterlegen, versucht der Zusteller automatisch eine persönliche Übergabe. Das bedeutet: Er klingelt bei Ihnen, bevor andere Optionen wie die Nachbarschaftszustellung oder die Filialabgabe genutzt werden. Haben Sie bereits einen Ablageort eingerichtet, können Sie diesen jederzeit in Ihrem DHL-Kundenkonto entfernen. Gehen Sie dazu in den Bereich „Paketempfang“ und löschen Sie die hinterlegten Ablageorte. Ohne diese Angabe kehrt DHL automatisch zur herkömmlichen Zustellpraxis zurück.

Wer unbedingt persönlich beliefert werden möchte, kann das in wenigen Schritten selbst sicherstellen.

Für maximale Flexibilität bietet DHL eine Kompromiss-Lösung an: die kombinierte Zustelloption „Vor der Zustellung soll der Zusteller klingeln“. Mit dieser Einstellung versucht der Bote als erstes, Sie persönlich anzutreffen und klingelt an Ihrer Haustür. Nur wenn niemand öffnet, nutzt er den hinterlegten Ablageort als Ausweichmöglichkeit. So verpassen Sie keine Zustellung, wenn Sie zu Hause sind, und müssen trotzdem nicht zur Filiale fahren, falls Sie doch einmal nicht da sind. Die Einstellung finden Sie ebenfalls in Ihrem DHL-Kundenkonto unter den Zustelloptionen.

Bote klingelt trotz Einstellung nicht: Was Sie dann tun können

Trotz korrekter Einstellungen kann es vorkommen, dass DHL-Boten nicht klingeln. Das liegt oft am hohen Zeitdruck oder der individuellen Einschätzung der Zusteller. In solchen Fällen sollten Sie Ihre Wünsche klar und unmissverständlich hinterlegen und bei wiederholten Problemen den DHL-Kundenservice kontaktieren.

Wichtige Maßnahmen für zuverlässiges Klingeln:

Klingelwunsch explizit aktivieren in der App oder online

Ablageorte entfernen oder kombinierte Option wählen

Klingel prüfen und gut sichtbar beschriften (tatsächlich ein durchaus häufiges Problem)

Bei Problemen DHL kontaktieren und Beschwerden dokumentieren

Dokumentieren Sie wiederholte Probleme mit Fotos oder Notizen, um bei Beschwerden konkrete Belege zu haben. Videoaufzeichnungen der Haustür können helfen, vorgetäuschte Zustellversuche zu beweisen. Wenn das Klingel-Problem trotz aller Einstellungen bestehen bleibt, gibt es weitere Lösungsansätze. Packstationen bieten eine zuverlässige Alternative zur Hauszustellung und sind rund um die Uhr verfügbar. Auch die Zustellung an den Arbeitsplatz oder an Freunde und Familie kann eine praktische Lösung sein.

Für besonders wichtige Sendungen können Sie auch kostenpflichtige Premium-Services wie „DHL Premium“ nutzen, die eine garantierte persönliche Übergabe beinhalten. Diese Services sind zwar teurer, bieten aber höchste Zuverlässigkeit bei der Paketzustellung. Übrigens, die Paket-Abgabe an Nachbarn sorgte bei DHL jüngst ebenfalls für Schlagzeilen. Auch interessant: Mit einer Mail, die viele regelmäßig öffnen: Warum Betrüger am liebsten DHL missbrauchen

Rubriklistenbild: © Winfried Rothermel/ Imago

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